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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1896. 
2. P.2=Süd-Jabor, bei der amerikanischen Station. 
3. P.3 ein weils gemalter Korallenblock ca 100 m von dem Gebäude des 
Kaiserlichen Landeshauptmanns an der Innenseite der Lagune: 
In dem A P.1, P.2, P.3 sind die drei Seiten gemessen zu: 
P.1, P.2 = 1432,21 m. 
P.2, P.3 = 1222,85 m. 
P.3, P.1 = 435,63 m. 
Die Winkel betragen bei: 
P.1 = 53° 18‘ 24" 
P.2 = 16° 35‘ 52“ 
P.3 — 110° 5‘ 44“. 
Das Azimuth von P.1, P. 2 (von Süd über West) == 18° Y' 31". 
Vorstehende Gröfsen sind während des Aufenthaltes S, M. S, „Möwe“ im 
Schutzgebiet durch den Astronomen Dr. Hayn bestimmt worden. 
Von den fünf in Betracht kommenden Passagen ist die zum Kinlaufen 
gebräuchlichste die Südostpassage; zum Auslaufen nach dem Westen wird haupt- 
zächlich die Südwestpassage, zum Verlassen der Lagune nach Osten hin werden drei 
Passagen an der Nordostseite gewählt. Die unbequemste und schwierigste von 
diesen ist die Do Radik-Passage, . 
Aurh. S.M. S. „Möwe“ ankerte am 23. Juli vor dem Dorfe des Häuptlings 
Mureil auf 22 m Wasser. Grund: Korallen mit Sand. Die einzige brauchbare 
Passage liegt an der Westseite, sie ist schwer anzusteuern; an der Innenseite 
liegen hart vor dem Ausgang drei fast gleich grofse Kegelriffe; ein gut drehendes 
Schiff kann aber überall durchsteuern, 
Aurh ist eine der wenigen Lagunen, in denen mehrere gute Ankerplätze 
vorhanden sind. 
Die Ausfahrt wurde gegen 5 Uhr vom Ankerplatz aus angetreten; doch 
war die Zeit zum Steuern nach Westen schon reichlich spät und konnten die 
oben erwähnten Riffe eben noch gesichtet und ausgemacht werden. 
Arno. In der Nacht vom 23. zum 24. Juli wurde mit kleiner Fahrt nach 
Arno gedampft, und hier um 9a die Dodo-Passage genommen. 
Zum Sammeln der Häuptlinge und Händler zur Berathung fuhr ich sodann 
in der Innenseite der Lagune über Ine nach der Nordostecke, um hier in dem 
äufsersten Ende einer besonderen 4 Sm langen Zweiglagune auf 20 m Wasser, 
gegenüber der Haluischen Faktorei zu ankern. Das Innere der Lagune ist 
nach den gelaufenen Distanzen als zu klein in der Karte angegeben zu verzeichnen. 
Die Karte ist durchaus lückenhaft; die eben erwähnte, mit der Haupt- 
lagune durch eine ca 0,5 Sm breite Einfahrt im Zusammenhang stehende Zweig- 
lagune ist überhaupt nicht angegeben, sondern nur eine zweite, noch weiter nach 
NO hin liegende, die aber nur bei Hochwasser mit kleinen Fahrzeugen zu 
erreichen ist. ; 
Am 26. Juli wurde die Lagune wieder verlassen und hierzu die Ostpassage 
mit 8 m bei Hochwasser gewählt. 
Beide nördliche Ecken, sowohl die westliche als auch die östliche haben 
längere Riffausläufer vorgelagert; wie schon in den „Nachr. f. Seef.‘‘ 1893 No. 832 
vom Kommando S. M. S. „Sperber“ berichtet, ist der nordöstliche 4 Sm länger 
als in der Karte angegeben. 
Solche Riffausläufer sind auch bei anderen Atolls als Fischfangplätze bei 
den Eingeborenen bekannt; auch stehen hier besonders häufig Schaaren von 
Haifischen. 
Maduru wurde noch am selbigen Tage erreicht, die Distanz Arno—Nord- 
ecke bis Maduru-Passage ist in Wirklichkeit 2 bis 3 Sm gröfser anzunehmen. 
Im Innern der Lagune war an der Nordwestseite kein guter Ankerplatz 
zu finden; auch ist hier das Landen selbst mit Booten wegen eines an der Innen- 
seite vor der Hauptinsel lagernden Riffes und wegen vieler Korallenblöcke 
erschwert, en . 
Zum Auslaufen wurde eine Senkung im Randriff ca 1 Sm westlich vom 
Haupteingang gewählt. a 
Mille. Am 27. Jüli 10*a lief S. M. S. „Möwe“ in die Mille-Lagune ein; 
letztere soll mit die reinste und am wenigsten mit Kegelriffen besetzte sein.
	        
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