Eine Rundreise: n der Marschall-Gruppe.,
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Es ist zu empfehlen, während des Passirens der Eingänge .zu den Lagunen
und des Fahrens in denselben stets die Hauptschotten geschlossen zu halten, das
Ruder (wenn nicht Dampf) doppelt zu besetzen, beide Anker klar zum Fallen zu
halten und die Maschine entsprechend zu benachrichtigen.
Ein- und auslaufender Strom ist gehörig zu berücksichtigen; dort, wo die
Passagerinne schräg zum Randriff verläuft bezw. Wendungen macht, setzt der Strom
gewöhnlich nicht in Richtung der Rinne, sondern quer über die Riffe hinweg.
Von der größten Bedeutung für das Fahren zwischen den Inseln ist die
Beleuchtung und der Stand der Sonne; man berechne bereits vor dem Anlaufen
einer Lagune, ob das Auslaufen noch möglich bei niedergehender Sonne. Von
Ska bis 4"p ist bei sonst klarem Wetter und die Sonne-nicht mehr als 2 Strich
recht voraus jedes Riff deutlich zu sehen, und bietet die Navigation in dieser
Beziehung keine Schwierigkeiten; erleichtert wird das Aufünden und Umsteuern
der Riffe und. Steine durch die infolge leichten Windes leicht bewegte See.
Umgekehrt erschwert Stille das Sichten und Erkennen derselben, da daıum
das Wasser neben seinen durch die Sonnenbeleuchtung erhaltenen Färbungen
auch Spiegelungen der Wolken zuläfst, die zu. Irrthümern führen können. ‘ .
Die ungefähren Tiefen können bei guter Beleuchtung nach der Farbe des
Wassers geschätzt werden.
Wind und Wetter. S. M. S. „Möwe“ traf in den Monaten Juli und
August vorherrschend trübes, regnerisches, unbeständiges Wetter an. Der Wind,
gewöhnlich südöstlich, wehte im Durchschnitt, ‚tagsüber frischer, in Stärke 2 bis 4.
Nachts flaute der Wind meist ab; es setzten aber häufig sehr harte Böen von
der Stille aus ein mit Stärke 6 bis $S und schweren Regengüssen. Frischer West-
wind mit. entsprechender See tritt manchmal ganz plötzlich auf; derselbe weht
sich aber nach 10 bis 14 Stunden bald wieder. aus, und die aufgekommene See
geht schnell wieder herunter. ;
. Auffallenderweise bietet hier das Barometer fast gar keinen Anhaltspunkt
zur Beurtheilung des Wetters. Bei einem Durchschnittsstande von 762,5 mm
waren die Schwankungen im Maximum bei anhaltender Wetteränderung kaum 2
bis 3 mm.
Jaluit. Wie schon in früheren Segelanweisungen und Berichten an-
gegeben, halte man beim Einlaufen in die Südostpassage stets die „Jabor“-Seite
und drehe später nach dem Passiren von Nord-Jabor-Spitze nicht zu früh auf
den Ankerplatz zu. .
. Aufserhalb und südlich der Hafenbake ist ein guter Ankerplatz auf ca 30 m
Wasser mit 100 m Kette. Grund: Sand. .
S. M. S. „Möwe“ lag meist 25 bis 30 m südlich der Linie: Hafenbake —
Endpunkt Jaluit-Brücke vermoort mit je 75 m Kette auf 18 und 20 m Wasser,
die Anker 100 m auseinander.
Besonders. in Jaluit waren veränderliche Winde und regnerisches Wetter
vorherrschend.
Das Schiff schwang manchmal den Tag über dreimal über die ganze Rose,
Es ist hier daher bei längerem Liegen innerhalb der Hafenbake den Schiffen zu
empfehlen, zu vermooren und die Anker und Ketten klar. zu halten.
Der Ankergrund hier ist gut. Die Anker, wenn sie einmal gefafst haben,
halten gut; es sind hier wenig Korallenblöcke vorhanden.
Das vor der Capelle’schen Landebrücke liegende Riff hat einen nach innen
gesonderten Ausläufer, ca 25 m vor dem Hauptriff liegend; hier soll früher eine
Boje gelegen haben. Namentlich beim Ansteuern und Verlassen des Ankerplatzes
ist hier um so mehr Aufmerksamkeit erforderlich, als dieser Ausläufer mit 3 m-
Stellen bei Niedrigwasser im: Verhältnifs zu dem Riff, auf dem die Hafenbake
steht, das Wasser nicht in demselben Mafse hell färbt und schlecht zu sehen ist.
Schiffe, die beabsichtigen, durch die Südwestpassage die Lagune zu ver-
lassen, sollten dies nie nach 4" p thun, um eventuell bei eintretender schlechter
Beleuchtung noch umzukehren und die Südostpassage zu nehmen bezw. irgendwo
in der Lagune zu ankern.
Es sind in Jaluit folgende gemauerte Pfeiler errichtet worden;
1. Nord-Jabor. Am Fufßende der Capelle’schen, Landebrücke
' = { = 5° 55 7° N-Br. De
‘* 77 \ 2= 169° 39 31“ O-Lg. v. 6. N