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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

. Broeker: Die Faeroer-Gruppe. 
and. planlose Abschlachtungsmethode der Eingeborenen hat schließlich diese 
werthvoHen Thiere ganz vertrieben, . N ; ; 
'Saxen. - Dieser alte Hafen ist zur Zeit derartig ‚versandet, dafs. die 
Reisenden mit ihrem doch. nicht grofsen Boot kaum weiter als 100 m vom Ein- 
gang vorzudringen vermochten; schliefslich mufsten sie vom Boot aus noch eine 
ganze Strecke durch das Wasser an Land waten. Der steile Abhang des Kaps 
Myling am Nordende von Stromoe fällt nach Westen zu als lothrechte Mauer 
von 730m Höhe nach See zu ab. ‚Die Ostseite dagegen hat eine sanftere Ab- 
dachung, . die ‚sich bis zum Fjord bei Tjoernevig herabsenkt und von da aus 
gefahrlos erstiegen werden kann. 
Wälfischfang. Im Jahre 1895. befand sich die Hauptstation der nor- 
wegischen Walfischfänger in Nyboder, aufwärts im Eide-Fjord gelegen. 
‘In Qualvig trafen die Reisenden vier Bottle Noses-Walüfsche in der 
inneren‘ Bucht, ‘die augenscheinlich durchaus keine Eile hatten, diesen für sie 
viel Nahrung bietenden Platz zu verlassen. Die Eingeborenen machten mit einem 
schleunigst von Thorshayn herbeigerufenen Schoner und lächerlich kleinem und 
angenügendem Fanggeräth. Jagd auf diese Ungethüme, natürlich ohne irgend 
welchen Erfolg. Die eigentlichen berufsmäfsigen Walfischfänger waren mit ihrem 
Dampfer. „Urd“ zu dieser Zeit gerade auf einer Fangreise begriffen. 
Die Eingeborenen schildert Dr. Grossmann als einen schönen Menschen- 
schlag‘ mit glänzenden und .intelligenten Augen, hellem Haar und mit einem 
Wort. als direkte Nachkommen der alten, ebenso wie sie amphibisch lebenden 
Vikinger (der alten nordischen Seekönige). Die Sprache gleicht nahezu dem 
isländischen Idiom, hat aber keine so umfangreiche Literatur wie letztere, 
Die Tracht ist eiufach, gleichmäfsig und wird von den Eingeborenen von 
A bis Z selbst gefertigt. 
, Photographische Aufnahmen. Dr. Grössmann hat eine Reihe vor- 
trefflicher Aufnahmen der Inseln, die als Vertonungen gut zu brauchen wären, 
angefertigt. E. Broeker. 
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Wie überschreiten die barometrischen Depressionen die 
Rocky Mountains? 
. Die bereits seit 1873 in Washington amtlich herausgegebene „Monthly 
Weather Review“ wird seit einigen Jahren von dem rühmlichst bekannten 
Meteorologen Prof. Cleveland Abbe redigirt und bringt seitdem manche werth- 
volle kleinere Mittheilungen von demselben. Eine solche. in dem Aprilhefte 
vorigen Jahres beschäftigt sich mit der oben bezeichneten schwierigen Frage, 
_ Nachder Ausbreitung des Stationsnetzes bezw. der Wetterkarten der Vereinigten 
Staaten bis zum Stillen Ocean wurde es bald erkennbar, dafs die in rascher Folge 
westlich vom Mississippi auftretenden barometrischen Minima, die von da nach 
der :atlantischen Küste ziehen, mit solchen in einem gewissen Zusammenhange 
standen, die zwei bis drei Tage vorher an der pacifischen Küste sich gezeigt 
hatten. Auf den zwischenliegenden Hochländern konnte indessen ein eigentliches 
Herüberwandern der Wirbel nicht festgestellt werden, und darum sieht man auf 
den zu Washington entworfenen Bahnenkarten der Minima, je nach den persön- 
lichen Ansichten der wechselnden Bearbeiter derselben, die Bahnen bald erst bei 
ca 100° W-Lg begonnen, bald rückwärts bis zum Stillen Ocean verlängert. Das 
Ergebnifs der allmählich herangereiften Erfahrung über die Natur dieses Processes 
faßst Cl. Abbe a. a. O., anknüpfend an einen besonderen Fall, in folgende Worte 
zusammen: 
„Die internationalen Wetterkarten von der nördlichen Hemisphäre, die 
das Wetterbureau für mehrere Jahre veröffentlicht hat, zeigen klar, dafs im All- 
gemeinen Gebiete hohen und niederen Druckes, die zuerst in der nordwestlichen 
Ecke unserer täglichen Wetterkarten sich zeigen, genau genommen nicht in 
Alberta oder Britisch Kolumbien entstehen, sondern Theile größerer Systeme
	        
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