accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1896, 
Dezember 27 auf 55° 48‘ S-Br und 60° 22‘ W-Lg ein Eisberg. Dampfer 
„Gothie“. 
1895 Januar 29. Die Bark „Iron Duke“, Kapt. H. Hashagen, passirte 
auf der Reise von Melbourne nach London am 29. Januar auf 46° 11‘ S-Br und 
31° 20° W-Lg drei Eisberge, deren muthmafsliche Höhen 45, 90 und 120 m betrugen. 
August 19 auf 58° 40‘ S-Br und 62° 47‘ W-Lg. Das Schiff „Moresby“ 
passirte durch ein grofses Eisfeld, das sich ost—westwärts etwa 40 Sm und süd— 
nordwärts soweit das Auge reichte ausdehnte. Am folgenden Tage wurden in 
derselben Breite kleinere Eisfelder, die sieh bis 55° W-Lg erstreckten, passirt. 
Oktober 15 und 16. Ein in Callao angekommenes Schiff hat am 15. Oktober 
auf 57° 57‘ S-Br und 73° 53‘ W-Lg mehrere Eisberge verschiedener Gröfse passirt, 
sowie am 16, Oktober auf 58° 55‘ S-Br und 77° 49‘ W-Lyx wieder zwei ‚grofse 
Eisberge, von denen der eine viereckig und oben platt war, während der andere 
zwei Spitzen hatte. Ferner wurden noch drei grofßse und einige kleine Eisberge 
passirt, welche in einer von SW nach NO gerichteten Kette trieben. 
Die zweite, ebenfalls sehr grofse Eistrift, über welche in der letzten Ueber- 
sicht im vorigen Jahrgang dieser Annalen berichtet worden ist, erschien im 
September 1893 anf der Route nach Australien und Ostasien zuerst westlich von 
der Länge des Kap der Guten Hoffnung und versehob sich dann allmählich etwas 
östlicher. Dieselbe erhielt sich, ihre östliche Verschiebung in den Indischen 
Ocean hinein fortsetzend, während gleichzeitig einige weitere Eisberge westlich 
von der Kaplänge erschienen, bis Anfang Mai 1894, Von dieser Zeit bis zum 
November blieb die Route eisfrei. Alsdann drang eine neue Eistrift südlich 
vom Kap der Guten Hoffnung bis in ziemlich niedrige Breiten vor und hielt, 
allmählich östlicher sich verschiebend, die Route bis in den Juni 1895 besetzt. 
Nach den letzten Berichten befand sich im Juni und Juli d. J. eine zweite grofse 
Trift zwischen 43° und 53° O-Lg. 
Ende Dezember 1894 wurde in der Nähe der Kerguelen-Insel, einer Stelle, 
wo sonst sehr selten Eis angetroffen wird, ein grofser Berg und ein Eisfeld ge- 
sichtet. 
Die nach den früher veröffentlichten eingelaufenen Einzelberichte sind die 
folgenden: ; 
1893 September 26 auf 40° 13‘ S-Br und 3° 41' W-Lg „erblickten um 1* 
45” p einen Eisberg in NO, um 2" 30" p einen zweiten in SO und einen dritten 
in SSW. Den zweiten Berg passirten wir in 4 Sm Entfernung, Die Höhe des- 
selben betrug nach Schätzung 100 m. Die Eisberge hatten eine Länge von 
500 bis 1000 m und waren sämmtlich in der Oberfläche nicht eben, sondern ab- 
gedacht. 
September 27 auf 41°2’S-Br und 0° 14' W-Lg passirten noch einen HEis- 
berg auf 4 Sm Entfernung.“ Bericht der Bark „Carl“, Kapt. E. E. Behrens, 
von Cardiff nach Capstadt, 
Oktober 4 auf 42° 58‘ 8S-Br und 2° 37 W-Lg „erblickten um 4" p einen 
großen Eisberg, mehr wie 150 m hoch, um 5*p zwei eben solche, gleich darauf 
40 kleinere von 4 bis 18 m Höhe und viel kleines Scholleneis, Mufsten öfters 
unsern Kurs ändern, um frei zu kommen. Obgleich die Kimm etwas diesig, war 
es doch gut sichtig. Mafsen jede halbe Stunde die Wassertemperatur, fanden 
letztere indessen auch in unmittelbarer Nähe des Eises — !/4 bis !/a Sm entfernt 
davon — nur um 0,3° C erniedrigt. Von 10" bis 11® p zwei grofse Eisberge in Lee. 
Wind N4—5, schönes sichtiges Wetter; das Eis, auch das kleine, ist schon früh- 
zeitig zu erkennen.“ 
Oktober 5, mittags, auf 43° 6‘ S-Br und 1° 28’ O-Lg. „Während der ersten 
Wache kein Eis. Um 5"a zwei grofse Berge, bis zu 90 m hoch; um 7a drei 
grofse Berge, von denen der eine schon mehr eine Insel vorstellte, indem er 
180 m hoch und 4 Sm lang war; viel kleines Eis. Um 9"a zwei Berge von 
90 m Höhe in Lee, Klare Luft, etwas diesige Kimm, Wind N5. Um 11*a 
wieder viele hohe Eisberge in der Nähe. Das Eis treibt recht in unserem Kurse; 
das meiste kommt eben in Lee voraus in Sicht. Nachmittags und abends passirten 
noch neun hohe und lange Berge und viel kleines Eis. Machten für die. Nacht 
kleine Segel.“ 
Oktober 6, mittags, auf 43° 26‘ S-Br und 7° 15‘ O-Lg.. „Morgens und vor- 
mittags passirten neun große Berge, deren Höhe bis zu 150m betrug: mehrere 
+3
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.