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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Bemerkungen-zur Karte des Hafens von Kap Haytien, 
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etwa auf 100m, nicht näher. Die Trompeuse-Boje erscheint bei diesem Kurse 
ungefähr in der Mitte zwischen Landriff-Boje und Grand Mouton. Ist die Land- 
riff-Boje passirt, so.halte man ‚auf den kleinen, am Südstrande ‚liegenden Hügel 
Fort Vilton. Dieser Kurs führt auf einen guten Ankerplatz etwa querab von 
der Ladebrücke oder etwas nördlicher.‘ 
Für die östliche Einfahrt giebt nur die erste Marke aus der Karte 
„Barren Rock frei von Picolet-Spitze“ einen guten Anhalt, die anderen Marken 
für den Kurs auf den Ankerplatz sind jedoch sehr schwer und nachmittags 
gegen die Sonne gar nicht herauszufinden, Man ändere jedoch nicht gleich 
nach dem Passiren der kleinen röthlichen Tonne am Südostende von Grand 
Mouton Kurs, um nicht auf die südöstlich von Grand Mouton liegende Untiefe 
zu kommen, sondern nähere sich lieber Petit Mouton auf ca 300m und nehme 
dann Kurs auf die Kathedrale.. Nach der Kursänderung wird danu der viereckige 
Schornstein der Seifenfabrik auf der südlichen Kante der Kathedrale ‚sein. In 
dieser Peilung steuere man nun auf die Stadt zu, gehe lieber etwas. südlicher 
als nördlicher, um von Grand Mouton und der besprochenen Untiefe frei zu 
kommen. Petit Mouton. ist an den Brechern gut zu erkennen, Ist Zrompeuse 
gut passirt, so kann Kurs auf Fort Vilton genommen werden. Der Moment zur 
Kursänderung auf Fort Vilton wird dann sein, wenn die Kuppe des Leucht- 
thurmes im Bergrücken der Picolet-Spitze verschwindet. ; ; 
Lootsen. Es sind Lootsen zu haben. Sie sind jedoch unzuverlässig und 
kommen wiederholt erst dann an Bord, wenn das Schiff die schwierigsten Stellen 
passirt hat. 
Von Tshifu durch das japanische .Binnenmeer nach Yokohama, 
Aus dem Reisebericht S. M. S. „Kaiser“, Kommandant Kapt. z. S. JÄSCHKE. 
Am 25. Juli 1895, 6:p, verliels S. M. S. „Kaiser“ den Hafen von Tshifu. 
Beim Passiren von Shantung - Feuer, zwischen 1* und 2"a am 26., wurde eine 
kurze Zeit leichter Nebel beobachtet, der zeitweise auf eine Entfernung von 7 Sm 
das Feuer noch erkennen ließ. Am Abend desselben Tages, gegen 10* p, kam 
dichter Nebel auf, der bis zum nächsten Morgen, gegen 7*a, anhielt. Von dieser 
Zeit ab bis zum Einlaufen in die Shimonoseki-Straße am 28., 10*a, war das 
Wetter stark diesig. . 
An der Westküste von Korea wurde eine geringe östliche Stromversetzung 
gefunden, während in der Korea-Strafßse die nordöstliche Versetzung, die dort 
herrschen soll, nicht beobachtet wurde. . 
. Bei der Insel Rokuren kam ein Lootse für das Binnenmeer an Bord, 
welcher in der Hauptsache den in den englischen Admiralitäts - Karten vor- 
gezeichneten Kurs verfolgte. ; De 
Eine Ausnahme verdient besondere Erwähnung. 
In dem Aogi Seto verfolgte S. M. S. „Kaiser“ auf Anweisung des Lootsen 
nicht den in der Karte vorgezeichneten Weg zwischen Chodaiu-Bake und 
Kakarize-Felsen, sondern hielt sich hart an dem südlichen Ufer der Insel Nipon 
und .dem westlichen von Iwashi-Shima. ; 
. Nach Angabe des Lootsen liegt Kakarize Rock näher an Chodaiu-Bake, 
wie in der Karte angegeben, 2 
Während zweier Nächte wurde geankert und zwar am 28, südsüdöstlich 
von Matsuyama, am 29. in Uchi no Umi. Am 30., 2* p, ankerte S. M. S. „Kaiser“ 
in dem Hafen von Kobe und ging um 6"p wieder ankerauf, 
. Auf der Reise von Kobe nach Yokohama war bei Ööstlichem leichten 
Winde die Versetzung‘ durch den Kuroshiwo unbedeutend, ungefähr 0,5 Sm in 
der Stunde. . 
— Am 1. August, 8*25"a, wurde auf der Rhede von. Yokohama außerhalb 
der Hafendämme geankert.
	        
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