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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Fulst: Ueber die Berechnung nautisch-astronomischer Aufgaben, 
Die Ungenauigkeit in der Breite, die fast immer ziemlich bedeutend ist, 
rührt theils von der Ungenauigkeit in der zur Breitenbestimmung benutzten 
Gestirnshöhe, theils von der Ungenauigkeit von Kurs- und Fahrtbestimmung bei 
der Segelung zwischen den beiden Beobachtungen her. Keineswegs wird ınan 
zu hoch greifen, wenn man für die Breite einen wahrscheinlichen Fehler von 
+ 1‘ annimmt. 
Unter dieser Voraussetzung sind die angeführten Zahlen berechnet worden. 
Die Verschlechterung ist hier, wie nicht anders zu erwarten, noch geringer 
als im vorigen Falle und ist hier auch am wenigsten bedenklich, 
Damit ist der Einflufs des Abrundens auf ganze Minuten sowie des Rechnens 
mit vierstelligen Logarithmen an einem Beispiel der Bestimmung- des Stunden- 
winkels dargethan. Als wichtigste Resultate haben sich dabei ergeben: 
i. Der durch das Rechnen mit vierstelligen Logarithmen im 
Stundenwinkel hervorgerufene Fehler ist gegenüber dem durch das 
Abrunden auf ganze Minuten entstandenen verschwindend klein, so 
dafs sich dort, wo ein Abrunden auf ganze Minuten ein genügend ge- 
naues Resultat ergiebt, stets vierstellige Logarithmen bei der Rech- 
nung verwenden lassen. 
2. Durch das Abrunden auf ganze Minuten ergiebt sich eine 
Vergröfserung des durch die Ungenauigkeit der Höhe und der Breite 
entstandenen Fehlers, doch ist diese Gröfse im Vergleich zu jenem 
Fehler so gering, dafs man in allen Fällen diese Erleichterung des 
Rechnens eintreten lassen darf. 
Haben diese Resultate, die sich aus der Betrachtung eines einzelnen be- 
stimmten Beispiels ergeben haben, allgemeine Gültigkeit für die Berechnung des 
Stundenwinkels? — Ja, 
Was zunächst die zweite Behauptung anbetrifft, so ist klar, dafs der durch 
das Abrunden hervorgerufene Fehler um so gröfser wird, je größer die 
Koefficienten der Fehlergleichung werden. In demselben Mafse aber, wie diese 
Koefficienten wachsen, wird sich auch der Einflufs des Fehlers in der Höhe und 
in der Breite im Resultat fühlbar machen, so dafs das Verhältnils dieser beiden 
Fehler nahezu immer dasselbe bleibt (nahezu, weil bei dem einen Fehler der 
Koeffcient von dd eine Rolle spielt, der bei dem anderen ohne Bedeutung ist, 
und weil der Fehler & hinzukommt). 
Je gröfser die Koeffßeienten der Fehlergleichung sind, um so geringeren 
Einflufs wird der durch die Ungenauigkeit der vierstelligen Logarithmen hervor- 
gerufene Fehler auf die Genauigkeit des Resultats haben, Wenn daher die oben 
angegebene Behauptung 1 für die kleinsten Werthe der Koefficienten Gültigkeit 
hat, so hat sie immer Gültigkeit. Die kleinsten Werthe der Koefficienten von 
de, dd und dz sind nun bezw. 0, 0 und 1. Sieht man von dem Fehler & ganz 
ab, so ergiebt sich bei diesen Werthen, wenn auf ganze Minuten mit mehr- 
stelligen Logarithmen gerechnet wird, ein wahrscheinlicher Fehler von + 0,3‘ 
im Stundenwinkel, der sich beim Rechnen mit vierstelligen Logarithmen, selbst 
in dem sehr ungünstigen Falle t — 6*, nur auf 0,4‘ erhöht. Berücksichtigt 
man auch noch den KEinflufs des Fehlers e&, so wird das Verhältnis ein noch 
günstigeres sein. Damit dürfte die Richtigkeit und allgemeine Gültigkeit jener 
Behauptung erwiesen sein, 
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Beiträge zur Hydrographie des St. Lorenz-Golfes. 
Nach den kanadischen Berichten hearbeitet von Dr. GERHARD. SCHOTT, Hamburg. 
(Hierzu Tafel 3.} 
Wenngleich die zwei für die transatlantische Fahrt wichtigsten Häfen Kanadas, 
Quebec und Montreal, durchschnittlich nur sieben Monate im Jahre als offen 
betrachtet werden können, ‘!) so ist doch der Verkehr auch von Seiten deutscher 
1) Nach Notizen iu diesen Annalen, Jahrg. 1881, S. 455, und 1882, S. 704, ist Quebec im 
Mittel durch Eis in der Zeit vom 26. November bis zum 28. April geschlossen, Daten, die auch für 
Montreal gelten.
	        
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