216 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1896.
zahligen Werthe von A und für n = 2; d. h. wenn nur zwei Logarithmen zur
Summe vereinigt werden,
2 4= BB 72654282
wahrsch. Fehler = 028 0,25‘ 0,29 0,25’ 0,31‘ 0,25‘ 0,38
gröfster Fehler = 0,69’ 0,64’ 0,78 0,70 0,88’ 0,83’ 1,25‘
Beide Fehler haben für die geraden Werthe von A Maxima und für die
ungeraden Werthe Minima. Bei gröfser werdendem n, wenn also mehr als zwei
Logarithmen zur Summe vereinigt werden, tritt diese rhythmische Schwankung
des Fehlers mehr und mehr in den Hintergrund. Für n = 6 ist sie indessen
noch deutlich zu erkennen, nur wird die Amplitude, d. h. der Unterschied
zwischen einem Maximum und dem benachbarten Minimum, geringer, Es ist
nämlich für:
n= 6; 4= 8 7 6 5 4 3 2
wahrsch. Fehler = 0,28 0,25 0,29‘ 0,25‘ 0,31‘ 0,27 0,41'
gröfster Fehler = 0,94 0,93“ 1,08’ 1,10‘ 1,38' 1,50 2,25’
1B-—
Zur Prüfung der hier und in der vorigen Abhandlung abgeleiteten Zahlen
habe ich eine Reihe von 250 gleichartigen Winkelberechnungen mit Hülfe vier-
stelliger und siebenstelliger Logarithmen durchgeführt und die Fehler festgestellt,
die sich bei der Berechnung mit vierstelligen Logarithmen ergeben, wenn man
die Rechnung mit der gröfstmöglichen Genauigkeit durchführt und -wenn man
beim Ausnehmen des Winkels aus der Tafel nicht einschaltet (nach unserer
Bezeichnung die Fehler # und ®).
Als Beispiel wurde die Berechnung eines Winkels von 60° mit Hülfe des
Semiversus (sin ?«/,) für den Fall gewählt, dafs der log sem durch die Summe
von: vier Logarithmen dargestellt wird, um auf diese Weise gleichzeitig eine
empirische Bestimmung der bei der Berechnung des Stundenwinkels (die ge-
wöhnlich in der obigen Weise ausgeführt wird) auftretenden Fehler zu erhalten.
Die Beispiele wurden folgendermafßsen ausgewählt: Es ist angenähert
tang 26° + tang 27° = sem 60° (genauer = sem 59° 54‘)
Ersetzt man in dieser Gleichung die Tangenten durch die Quotienten der
gegenüberliegenden durch die anliegende Kathete eines rechtwinkligen Dreiecks,
dessen spitzer Winkel 26° bezw. 27° ist (2 und 2), so wird.
A 2
— 31, 32
sem & =— bb,
log sem @ = log a, + log a, + colog b, + colog b,
Die Werthe a,, a,, b,, b, wurden aus der Gradtafel entnommen. Damit
der Winkel &« nicht immer gleich grofßs würde, sondern sich innerhalb eines
bestimmten Intervalles bewegte (was nöthig war, damit der Fehler f des vier-
stelligen log sem x nicht eine konstante, sondern, wie bei der obigen Ableitung
angenommen, eine zwischen den Grenzen — 0,5 und + 0,5 veränderliche Gröfse
würde), wurden die aus der Gradtafel entnommenen Werthe um einige Einheiten
willkürlich geändert, wodurch es erreicht wurde, da[s sich der berechnete Winkel «
ziemlich gleichförmig auf das Intervall von 59° 50‘ und 60° 10‘ vertheilte.
_ Die folgenden Zusammenstellungen enthalten die Anzahl und Gröfse der
Fehler, wie sie sich aus der Theorie ergeben, und wie sie durch die Erfahrung
bei den 250 Berechnungen gefunden sind.
Die Uebereinstimmung der Anzahl der Fehler, wie sie sich aus der Theorie
ergiebt, und wie sie sich bei der Berechnung ergeben hat, ist in beiden Fällen
augenscheinlich und läfst sich bei einer verhbältnissmäfsig so geringen Anzahl von
Berechnungen nicht besser erwarten. Es scheint, als ob die kleineren Fehler
etwas häufiger vorkämen, als man nach der Theorie erwarten sollte. Es ist das
vielleicht aus dem Umstande, auf den schon in der vorigen Arbeit hingewiesen
worden ist, zu erklären, dafs der Fehler f des vierstelligen Logarithmes von