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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Haltermann: Tägliche und jährliche Periode für Gewitter im Quadrat 3. 169 
Tabelle Il. 
Von Von Von‘ ! Von | Von Von Von Von |: 
8h p—4h a | 8b g—4h p || Ob a—dh a] 8h p-— 120 p 4b g—8ha | 4bp—8hp | 0b a-—12h aj12ba—ıdhp 
343) Eu El si, 23, Bud, Bil, Eu3il „Eu: 
SA Sl 0% SSR 185! Ss % |ESE 0% [5 % |ESS 0% 584] 9% 
< < BI << Bl |< BI M< BB < < < E 
Gerenseitire Vergleiche der 379 Wachen mit Donnerbeobachtungen, 
178 ron 76 120% 101 je 77 om] 66 hm 59 joe) 205 = 
. t f # 
Gegenseitige Vergleiche der 1435 Wachen mit Blitzbeobachtungen, 
. j | ; . 
895 2% 9 | eo 420 od 475 joa 131 | md 318 20 593 jez 842 | 58% 
174 | 469% 
lands liegen, während die im Quadrat 3 vorkommenden, hier behandelten 
Gewitter, wenn sie auch wahrscheinlich von kleinen, unter gewöhnlichen Ver- 
hältnissen an Bord nicht mefsbaren Luftdruckschwankungen begleitet sein werden, 
doch ‚wohl als Wärmegewitter ‚anzusehen sind. Sind sie dieses, so würde freilich 
die Annahme, daß Wärmegewitter nur solche sind, ‚deren Maximum des. Auftretens 
in die Nachmittagsstunden fällt, dahin abzuändern sein, dafs dies für das Meet 
nicht gilt. Im Uebrigen stimmt diese Thatsache eines Gewittermaximums während 
der Nacht recht gut zu jener, zuerst von Dr. Sprung ausgesprochenen Vermuthung, 
dafs, abweichend von den für das Land geltenden Verhältnissen, nachts auf See 
die Luftwärme, von der Meeresoberfläche nach ‚oben hin, stärker .als am Tage 
abnimmt. Dadurch würden aufsteigende, der Gewitterbildung ‚günstige Luftströme 
auf dem Meere am leichtesten während der Nacht entstehen. ‚ 
Für .die jährliche Periode ergiebt sich aus den Angaben der Tabelle, dafs 
das Winterhalbjahr der nördlichen Halbkugel im Quadrate 3 an Gewittern viel 
reicher ist als das Sommerhalbjahr. Die Beobachtungen zeigen, dafs während 
der Zeit von Oktober bis März auf 100 Wachen zehn mit Blitz- und ‚drei mit 
Donnerbeobachtungen kommen, wogegen die ‚entsprechenden Werthe für die Zeit 
von April bis September nur 3% für Blitz und 0,7°% für Donner betragen. 
Diese Thatsache, die, wie aus den eingeklammerten Werthen ersichtlich, mit den 
Resultaten ‚der englischen Arbeit über das Quadrat 3 übereinstimmt, ist etwas 
überraschend. Sie wird aber dadurch erklärt, daß während der Monate August 
and September in dem gröfsten Theile des Quadrats der Südwestmonsun zu wehen 
pdegt, der als nach rechts abgelenktier Südostpassat in der Regel ohne vorher- 
gehende Störung aus diesem ‚entstanden ist, welcher nach der im 15. Jahrgang 
des Archivs der Deutschen Seewarte veröffentlichten Arbeit des Dr. Schlee über 
„Niederschlag, Gewitter und Bewölkung in einem Theile ‚des tropischen Atlan- 
tischen .Oceans“ in diesen Monaten wohl regenreich, aber arm an Gewittern ist, 
Der Regen, welcher ungünstig ist für die Bildung ‚aufsteigender Luftströme, ist 
vielleicht die Ursache der letzteren Eigenschaft. Es verschiebt sich ‚ferner der 
Stillengürtel während dieser beiden Monate oder die ihn bezeichnende Furche 
tiefsten Luftdruckes, welche ja das ganze Jahr hindurch am gewitterreichsten 
ist, nicht selten bis nördlich von 10° N-Br und macht dann das Quadrat 39, 
welches nördlich vom Quadrat ‚3 liegt, verhältnifsmäfsig reich an Gewittern, 
Die Monate Februar und März, in denen der Stillengürtel zuweilen südlich 
vom Aequator ganz aufßserhalb des ‚Quadrats 3 liegt, haben nach..der Tabelle für 
das Quadrat 3 ‚den ‚höchsten Procentsatz der Blitz- und Donnerbeobachtungen. 
Besonders zeichnet sich der Monat Februar durch Häufigkeit ‚des Blitzes. mit 
16% wie des Donners mit 5% vor allen anderen Monaten aus. Im Gegensatze 
dazu ist .der Monat August, mit 1°%o der Wachen mit Blitz und 0°%%. der mit 
Donner, am ärmsten an gewitterhaften Erscheinungen.‘ Im Quadrat 302, welches 
dem Quadrat 3 südlich angrenzt, giebt die englische Arbeit, bei 1106 Windbeob- 
achtungen für Februar, 17 Fälle von Blitz oder Donner, gleich 1,5% an. Da- 
gegen ereignete sich nach derselben Quelle in ‚diesem Quadrat im Monat Sep- 
Ann. d&. Hyär. ete.. 1896, Heft 1Y.
	        
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