Dinklage: Von den Reishäfen in Britisch Birma nach Brasilien.
S. 4018. Schiff „Regulus“, Kapt. G.. Rosenberger, 1892 Mai 28 von
Rangun nach Rio de Janeiro.
Der Passat setzt bereits am 30. Juni in 32° S-Br und 12° O-Lg ein; aber
das Schiff ‚steuert gleich‘ zu westlich und läuft infolgedessen bald wieder
aus der guten Gelegenheit heraus. In 29° S-Br und 5,5° O-Lg kommt der Wind
aus Nord und NW, womit noch längere Zeit ein Kurs südlich von West gesteuert
wird, Das Schiff geht nordwärts nicht über 21° S-Br hinaus und hat auch nur
flaue, umlaufende Winde, erst jenseits 30° W-Lg erhält es beständigere Briese
aus SE bis NE. Hätte, um den Passat zu erhalten, ohne Frage ‚nördlicher
gehen müssen.
Reisedauer bis 20° O-Lg 60, bis Rio 40, im Ganzen 100 Tage.
S. 4254. Schiff „Fanny“, Kapt. J. Bornholdt, 1893 September 16° von
Rangun. nach Rio de Janeiro.
Das Schiff erhält den Passat am 17. November in 26° S-Br und 5° O-Lg.
Derselbe weht erst frisch, wird aber bald flau und hört in 22° S-Br und 14° W-Lg
gänzlich auf. Flaue, veränderliche, sehr oft westliehe Winde begleiten die Fahrt
bis 19° S-Br und 35° W-Lg, wo der nordöstliche Küstenwind einsetzt. „Fanny“
geht erst jenseits 30° W-Lg, von Südwestwind gedrängt, für kurze Zeit über
20° S-Br hinaus. .
Reisedauer bis 20° O-Lg 53, bis Rio 32, im Ganzen 85 Tage, .
S. 4273. Bark „Aurora“, Kapt. J. Zimdars, 1893 Dezember 30 von
Rangun nach Rio de Janeiro.
Der Passat beginnt am 26. Februar in 29° S-Br und 5° O-Lg, ist aber von
25° S-Br und 1° W-Lg bis 23,5° S-Br und 2° W-Lg wieder durch mehrtägige
Stille und westliche flaue Winde unterbrochen und weht auch später meistens
nur flau, obschon das Schiff nordwärts über 20° S-Br hinausgeht. Jenseits
35° W-Lg herrscht viel Windstille.
Reisedauer bis 20°-0-Lg 50, bis Rio 36, im Ganzen 86 Tage.
S. 4243. Bark „Mona“, Kapt. C. G. A. Fesenfeldt, 1894 März 3 von
Rangun nach Rio de Janeiro.
Die Bark erhält schon in 30° S-Br und 15° O-Lg am 8. Mai Südostwind;
da sie aber einen zu westlichen Kurs einschlägt, verliert sie denselben wieder
in 22° S-Br und 1° W-Lg. und hat bis 18° S-Br und 9° W-Lg flaue Briese und
Mallung. Von dort an, wo die Route sich auf etwa 175° S-Br hält, weht
irischer Passat. In der Nähe der brasilianischen Küste hat „Mona“ noch wieder
längeren Aufenthalt durch Südwestwind.
Dauer der Reise bis 20° O-Lg 61, bis Rio 40, im Ganzen 101 Tage.
S. 4329. Bark „Titania“, Kapt. D. Schierloh, 1894 April 14 von Rangun
nach Rio de Janeiro. .
Der Passat setzt am 7. Juli in 27,5° S-Br und 12° O-Lg ein, ist aber von
21° S-Br und 5° W-Lg bis 19° S-Br und 11° W-Lg gestört und darauf sehr leicht.
Erst nördlich von 18° S-Br, welchen Parallel die Bark in 18° W-Lg überschreitet,
findet sie frischere Briese.
Reisedauer bis 20° O-Lg 73, bis Rio 38, zusammen 111 Tage. +
S, 4257. Bark „Birma“, Kapt. F. Hullmann, 1894 Juni 27 von Rangun
nach Rio de Janeiro.
Der Passat beginnt am 7. September in 28,5° S-Br und 9° O-Lg, von
27° S-Br und 1° O-Lg bis 22,5° S-Br und 9° W-Lg ist der Wind aber wieder
westlich und meistens flan; weiterhin in 21° bis 22° S-Br weht‘ frischer Passat,
der jenseits 25° W-Lg eine nordöstliche Richtung annimmt.
Reisedauer bis 20° O-Lg 66, bis Rio 29, im Ganzen 95 Tage. ;
S. 4256. Schiff „Wega“, Kapt. H. Haun, 1894 Juli 16 von Rangun nach
Rio de Janeiro. ©
Erhält den Passat am 17. September in 28° S-Br und 10° O-Lg und behält
gute Briese, obschon das Schiff kaum über 22° S-Br hinausgeht, bis 21° W-Lg.
Als hier der Wind flauer wird, hält „Wega‘“ etwas nördlicher. Westlich von
35° W-Lg weht der Wind frisch aus Ost bis NE.
Dauer der Reise bis 20° O-Lg 57, bis Rio 26, im Ganzen 83 Tage. .
S. 4372. Bark ‚„‚Lilla‘“, Kapt.. M. Kasch, 1894 Oktober 8. von Raugun
aach Santos.