Der Segelhandbuch-Atlas des Stillen Oceans.
Die 31 Tafeln behandeln: 1. Tiefen; 2. Wasserwärme ‘in 400 m Tiefe;
3., 4. Strömungen (Jan. bis März)!) (Juli. bis Sept.); 5. Specifisches Gewicht;
5., 7., 8., 9. Wasserwärme im Febr., Mai, Aug., Nov.; 10., 11. Luftwärme im
Jahre und (Febr., Mai, Aug., Nov.); 12., 13., 14, 15., 16. Luftdruck im Jahre
und (Jan. Febr.), Mai (Juli, Aug.), Nov.; 17. Synoptische Wetterkarten; 18., 19.,
20., 21., 22., 23., 24. Windverhältnisse (Jan., Febr.) (Juli, Aug.), Windgebiete,
Windhäufigkeit für Jan., April, Juli, Okt.; 25. Regenvertheilung; 26., 27., 28.
Magnetismus, Milsweisung, Neigung und MHorizontalkraft; 29., 30. Seglerwege
(Dez., Jan., Febr.) (Juni, Juli, Aug.); 31. Wale.
Der Stille Ocean hat einige Tafeln weniger als der Indische, da die
Regenhäufigkeit in Procenten (I. O. T. 28, 29)?) aus Mangel an Beobachtungen
nicht dargestellt werden konnte und die Luftwärme der vier charakteristischen
Monate, der beim Indischen Ocean vier Tafeln eingeräumt waren (I. O0. T. 11—14),
sich beim Stillen, wo so viel weniger Beobachtungen vorlagen, in viermal kleinerem
Mafesstab. mit. einer Tafel begnügen konnte.
Die einleitenden Bemerkungen behandeln die Quellen, die Gesichtspunkte bei
der Bearbeitung und Hinweise auf einige besonders hervortretende Züge in den Tafeln.
Da die beiden Vorgänger des Atlanten dem Leser genügend bekanut sind,
bedarf es hier keiner allgemeinen Besprechung; nur wenige Punkte mögen deshalb
bei einzelnen Tafeln gestreift werden:
Zu Tafel 1. Die schon im A. O0. T.1 und I. O0. T, 1 behandelten Theile
sehen. nun ganz anders aus als vor. 14 und selbst 5 Jahren, dort haben wir z. B.
die Peru- und Chile-Tiefen neu, hier das Australische Plateau. Der Tonga-Rinne
bleibt allerdings die tiefste Lothung, aber nicht mehr mit 8960 m*) wie in der
Karte und Einleitung, sondern — nach den neuesten Berichten — mit 9427 m
(5155 Faden) in 30° S-Br, 177° W-Lg. Sie geht also noch weiter nach Süden,
als bisher angenommen war. .
Zu Tafel 2 und 5. Gewöhnlich betrachtet man Messungen der Wasser-
wärme in der Tiefe und des specifischen Gewichts an der Oberfläche als eine
Schiffsführern der Handelsmarine zu fern liegende Aufgabe; um so dankenswerther
ist es, wenn sie sich ihr doch unterziehen, wie Kapt. Ringe von der Bark
„Jupiter“ (Einleitung zu T. 2 und 5) und Kapt. Loose von der Bark „Canopus“
(T, 5). . Ein solches Vorgehen verdient besondere Anerkennung und Nach-
ahmung. T.2 in Verbindung mit T..6 bis: 9 zeigt, dafs unter den Tropen das
Wasser in 400 m Tiefe 13° bis 20° C kühler ist als das an der Oberfläche. — T. 5.
Wer nur gelegentlich, nicht fortlaufend, das specifische Gewicht beobachten will,
kann am meisten durch Beiträge aus den östlichen äquatorialen Meerestheilen
des Stillen Oceans nützen; hier mangelt es besonders an Beobachtungen.
Tafel 4. Da die Beobachtungen von Eisbergen und Treibeis in südlichen
Breiten nördlich von der „Aequatorialgrenze häufigeren Treibeises im Südwinter
und Südfrühling“ (Juni bis Nov.), mit Ausnahme der 1892er Trift, zwischen 45°
und 51° S-Br, 175° O-Lg und 170° W-Lg ziemlich spärlich sind, folgen hier noch
einige neuere‘ Beobachtungen.
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Eis.
18955 VI. 5 51,2° S-Br, 160,8° W-Lg.
1895 VIL 7. 51° - S-Br, 117° W-Lg.
1895 VIIL 15.— 18. 498° S-Br, 160,7° W-Lg bis 51,8° S-Br, 140,5° W-Lg.
1895 VE 27.—28. 49° $-Br, 159° W-Lg bis 49,2° S-Br, 151°. W-Lg.
1895 IX. :10.—12. 51° S-Br, 148° W-Lg bis 52° $S-Br, 130° W-Lg.
. Man vergleiche diese zu T. 4 gehörenden Beobachtungen mit der Grenz-
linie in _T. 3. V
Bei Tafel 6 bis 9 ist den Kapitänen, die bisher auf Zwischenreisen
nicht beobachtet haben, Einleitung Seite 10 rechts, Absatz 2, zur Beachtung zu
empfehlen. Wäre es allgemeiner bekannt, wie werthvoll in. vielen Fällen Beob-
achtungen auf Zwischenreisen sind, so würden sie gewils häufiger angestellt.
Vermuthlich wird dabei als bekannt oder unwichtig angenommen, was weder das
eine noch das andere ist.
1) () eine Tafel, ;
%) Atlas des Indischen Oceans,‘“ Tafel 28 und’ 29.
3) Siehe diese Annalen 1895, S. 468.