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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1896. 
ein, namentlich hat die Westküste durch Hochwasser und Deichbrüche sehr 
gelitten. Bei Büsum ist ein größeres Schiff gestrandet. Auch aus Jütland 
werden große Ueberschwemmungen und Unglücksfälle gemeldet. 
Rendsburg, den 7. Dezember. Die KEiderdeiche zwischen hier und‘ 
Friedrichstadt sind an mehreren Stellen gebrochen und haben die Niederungen 
bei Sorge meilenweit überschwemmt. 
Kopenhagen, den 7. Dezember. Aus dem nördlichen und westlichen 
Jütland wird aufserordentliches Hochwasser gemeldet. Zwei Drittel der Stadt 
Nykjöbing steht unter Wasser, ebenso ist die Stadt Lemvig überschwemmt. Bei 
Ferring hat ein Dünenbruch stattgefunden. Der Schaden ist bedeutend. _ 
Gifhorn, den 7. Dezember. In der Lüneburger Heide herrschen schwere 
Schneestürme; der Verkehr stockt. 
Schwerin i. M., den 7. Dezember. Gestern abend und vergangene Nacht 
traten hier heftige Gewitter auf, begleitet von reichem Schneefall und Sturm, 
Die Telegraphenleitungen sind mehrfach gestört. 
Berlin, den 7. Dezember. Nach amtlicher Mittheilung sind infolge Sturmes 
fast sämmtliche oberirdische Telegraphenleitungen unterbrochen. Die gesammte 
telegraphische Korrespondenz erleidet bedeutende Verzögerung. Auch aus den 
östlich gelegenen Gegenden werden Betriebsstörungen der Telegraphen gemeldet. 
Berlin, den 7. Dezember, (R. T.) Um Mitternacht zog ein heftiges 
Gewitter, das von grellen Blitzen und starken Donnerschlägen begleitet war, über 
Berlin. (GHeichzeitig trat starker Schneefall ein. 
Einiges über das Seezeichen- und Beleuchtungswesen in Schweden. 
Von Korv.-Kapt. z. D. DARMER, Küstenbezirks-Inspektor für Ost- und Westpreufsen. 
(Schluls.) 
(Hierzu Tafel 1 und 2.) 
II. Beleuchtungswesen, Nebelsignal- Apparate. 
Leuchtfeuer-Apparate. Von den Leuchtfeuern in Schweden waren im 
Jahre 1894 6 mit Linsenapparaten erster, 13 mit Apparaten zweiter und 21 mit 
Linsenapparaten dritter Ordnung ausgerüstet, wobei die Annahme zu Grunde 
gelegt ist, dafs der lichte Durchmesser des Mantels bei den erstklassigen 
Feuern 1,84, bei den zweit- und drittklassigen 1,40 und 1,00 m beträgt. ; 
Die Linsenapparate vierter Ordnung haben 0,50, die der fünften 0,375 
und die der sechsten Ordnung 0,30 und 0,20 m lichten Durchmesser und sind 
3l Feuer mit Apparaten vierter, 24 mit Apparaten fünfter und 136 mit Apparaten 
sechster Ordnung ausgerüstet. . 
Aufserdem gab es 1894 noch 44 Feuer mit Spiegelapparaten, 43 Laternen- 
feuer und 34 Fischerfeuer oder Feuer unbekannten Charakters. . 
Die neueren Leuchtapparate sind meist französischen Ursprungs, Das 
Haus Barbier, später Barbier & Co. in Paris, hat vom Jahre 1863 bis 1893 allein 
36 Leuchtfeuer-Apparate nach Schweden geliefert und zwar 4 Apparate erster, 
4 dritter, 14 vierter, 13 fünfter und einen sechster Ordnung. 
Stationen. Von den aufgezählten Feuern wurden am Schlusse des Jahres 
1894 auf Kosten des Staates 270 Stationen bedient, wogegen die übrigen von 
Kommunalbehörden oder Privatpersonen unterhalten wurden. Hiervon ent- 
fallen auf die Lootsendistrikte von Lule& 15, von Sundsvall 22, von Stockholm 66, 
von Norrköping 45, von Kalmar 22, von Malmö 19, von Göteborg 64 und von 
Gotland 17 Stationen. Hieraus ergiebt sich, dafs in den Distrikten Stockholm 
und Göteborg, wo die Schiffahrt durch die Scheeren-Fahrstrafsen eine ausgebreitete 
ist, auch die meisten Leuchtfeuer brennen. ; 
Personal. Zur Bedienung dieser Feuer waren erforderlich 96 Feuer- 
meister, 274 Feuerwärter und 77 Hülfsfeuerwärter, 
Feuermeister (Fyrmästare) werden nicht nur die Vorsteher der Leuchtfeuer- 
Etablissements, sondern auch die Schiffsführer der Feuerschiffe genannt. Letztere
	        
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