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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

110 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1896. 
nur wenig über 57° S-Br hinaus —, den Wind viel hartnäckiger aus der west- 
lichen Richtung antrifft, als der südlicher stehende Mitsegler. Nachdem „Sterna“ 
den Meridian von Kap Horn am 15. Juni in 57,2° S-Br überschritten hat, erreicht 
sie 55° S-Br in 80,2° W-Lg und ebenso 50° S-Br in 81° W-Lg erst am selben 
Tage, den letzteren Parallel genau zur selben Stunde mit „Urania“. . Dauer 
der Rundfahrt 23 Tage und 23 Stunden, 6 Tage und 5 Stunden mehr als die 
des Schiffes. 
Bark „Meridian“, Bark „Prompt“, Bark „Paul Isenberg‘“ und Schiff „Susanne“. 
Von diesen vier Mitseglern geht „Meridian“ durch die Strafse Le Maire, 
die übrigen gehen alle um Kap St. John herum. 
Bark „Meridian“, Kapt. J. Traulsen, 1893 August 7 um 3a 50° 8S-Br 
in 643° W-Lg, mit steifer bis stürmischer Briese aus NNW bis West nach der 
Straße Le Maire, passirt dieselbe am Vormittage des 8. August. Südlich der 
Strafe setzt Sturm aus West ein, und es bleibt anhaltend stürmisch aus West 
bis SW, zeitweilig orkanartig wehend, bis zum 13. August, während welcher 
Zeit die Bark eher zurücktreibt als anvancirt. Später ist der Wind mäliger, 
veränderlicher und wiederholt — in der südlichen Depressionshälfte — östlich. 
Kap Horn wird am 14. August, 55° S-Br in 79,5° W-L@ am 19. August und 
0° S-Br in 80,8° W-Lg am 21. August um 11"p passirt. Dauer der Rundfahrt 
L4 Tage und 20 Stunden. 
Bark „Prompt“, Kapt. M. Grapow, überschreitet 50° S-Br in 64,5° W-Lg 
an demselben 7. August um 2*a und passirt Kap St. Jolnm am Nachmittag des 
3. August. Steht, durch stärkeren Gegenstrom versetzt, am 10. August schon 
um 3 Grad in Länge gegen „Meridian“ zurück, Dies wird später noch mehr, 
da „Meridian“, südlicher stehend, das Südwestlichholen des Windes besser aus- 
nutzen kann. Am 15, August beträgt der Längenunterschied in den Positionen 
der beiden Mitsegler schon 5'/» Grad, am 18. schon über 10 Grad. 55° S-Br 
überschreitet „Prompt“ zwei Tage später als „Meridian“, wird dann noch lange 
durch anhaltende Stürme aus Nord und NW aufgehalten und erreicht 50° S-Br 
in 84° W-Lg erst am 30. August um 10"p. Fahrtdauer 23 Tage und 20 Stunden. 
Gewinn der Bark „Meridian“ auf dem Wege durch die Straße neun Tage. 
Sie erreicht Iquique noch einen Tag früher als ihr Mitsegler Valparaiso. 
Kin zweiter und ein dritter Mitsegler, die Bark „Paul Isenberg“, Kapt. 
J. C. Biet, und das Schiff „Susanne“, Kapt. D. Gerdau, überschritten 50° S-Br 
zwei Tage früher, am 5, August. Sie trafen die Verhältnisse etwas günstiger 
als sie später waren, verloren jedoch auf dem Wege östlich von Staaten-Land, 
den sie einschlugen, gegen „Meridian“ jeder einen Tag. 
Schiff „Undine“ und Bark „Luna“. 
Schiff „Undine‘“, Kapt. H. Otto. 1893 August 31 um 11*a 50° S-Br in 
65° W-Lg, steuert bei mäfsiger nordwestlicher Briese nach der Strafse Le Maire, 
„September 2 um 4"a drehten nördlich der Strafse bei bis 5*a, segelten dann 
weiter und sichteten gegen 6"a Land. Setzten unseren Kurs auf die Berge 
„Drei Brüder“. Um 2*/"p standen am Eingange der Strafse. Von 3* bis 4"p 
sotale Windstille, trieben stark nach Staaten-Land hinüber. Hoher, kurzer See- 
gang aus SW und West. Gegen 5"p kam Briese aus NW durch; steuerten nach 
Peilungen durch die Strafse.“ September 4 passirt das Schiff mit nördlichem 
Winde in Sicht von Kap Horn. Der Wind bleibt vorwiegend nordwestlich, 
wächst verschiedentlich, aber meistens nur für kurze Zeit zum Sturme an, worauf 
er für kurze Zeit nach West oder SW holt. Erst vom 17, September au, in 
58° S-Br und 76° W-Lg, beginnen südwestliche Winde anhaltender zu wehen, so 
Jafßs das Schiff besser vorwärts kommen kann, Es erreicht 55° S-Br in 79,5° W-Lg 
am 21. September und 50° S-Br in 796° W-Lg am 23. September um 10*p. 
Dauer der Umsegelung 23 Tage und 11 Stunden. 
Bark „Luna‘“, Kapt. M. Nielsen, überschreitet 50° S-Br in 645° W-Lg 
ebenfalls am 31. August, und zwar um 9"a, passirt am 2. September östlich von 
Staaten-Land und am 4. September die Länge von Kap Horn, am selben Tage 
wie „Undine‘“, aber in einer etwa 2 Grad südlicheren Breite. Von hier an ver- 
liert die Bark bedeutend. Mit den anhaltenden nordwestlichen Winden, die sie
	        
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