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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Dinklage: Durch die Strafse Le Maire. 
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Schiff „Drehna“, Kapt. J. Haesloop, schneidet 50° S-Br in 64,7° W-Lg 
2 Tage später, am 18. Januar um Mittag, setzt den Kurs östlich von Staaten-Land 
und passirt Kap St. John am 21. nachmittags, Kap Horn am 28. Januar, 55° S-Br 
in 79° W-Lg am 7. Februar und 50° S-Br in 81,5° W-Lg am 10. Februar 
um 3° p. Macht die Rundfahrt in 23 Tagen und 3 Stunden, ziemlich gleich 
mit „Nesaia“, 
Bark „Ruthin“, Kapt. H. Hamer, überschreitet. 50° S-Br in 64,3° W-Lg 
noch 2 Tage später, am 20. Januar um Mittag, steht am 22. vormittags bei Kap 
St. John und am 27. Januar in Sicht von Kap Horn, hat hier „Drehna‘“ also 
schon überholt. „Ruthin‘“ gewinnt diesen Vorsprung ‚erstens dadurch, dafs er 
näher um Kap St. John herumgeht, und dann vornehmlich, weil er mit dem 
am 25. Januar wehenden Winde aus West bis WSW fortwährend südwärts segelt 
und infolgedessen, als der Wind am nächsten Tage auf SSW holt, Kap Horn 
einen Schlags klariren kann, während „Drehna“, die drei Wachen hindurch nord- 
wärts gelegen hat, bei dem südlichen Winde kreuzen mufs. Die Mittags- 
positionen sind: 
Januar 25, Januar 26. Januar 27. 
„Drehma“ 56° 29’ S-Br u. 64° 42' W-Lg, 55° 54' S-Br u. 65° 46’ W-Lg, 56° 20‘ S-Br u. 65° 43‘ W-Lg. 
„Ruthin“ 56° 11‘ „ „ 63°59' „ 56°36' ;„ „65°26'' „ 56°29 „ „68° 6 
Am 28. Januar hat „Ruthin“ auch „Nesaia‘ schon eingeholt, am 29. sind 
die beiden Schiffe auf ungefähr 57” S-Br und 70° W-Lg in Sicht von. einander, 
Am 1. Februar erhalten beide bei tiefem Barometerstande östlichen Wind und 
steuern damit, wie rathsam, zunächst recht nach Westen,  „Nesaia‘“ hält diesen 
Kurs aber auch noch fest, als der Wind südlich holt, während „Ruthin‘“ vollweg 
nach NW steuert. Er macht damit vom 1. bis zum 3. Februar neben 
612° Länge 3° 42' Breite gut, „Nesaia‘“ mit derselben Länge aber nur 1° 16‘ 
Breite. Dieser Vorsprung vergröfsert sich durch günstigere Gelegenheit und 
vielleicht auch ‘etwas besseres Segeln später‘ noch mehr. „Ruthin“ schneidet 
50° S-Br schon. am 5. Februar um 3" p, 3 Tage vor „Nesaia“ und 5 Tage vor 
„Drehna“. Dauer der Fahrt 16 Tage 3 Stunden, 7 Tage und 8 Stunden weniger 
als die der „Nesala.“ 
Bark „Lina‘*, Schiff „Palmyra‘* und Bark ‚Pamelia‘, 
Bark „Lina“, Kapt. C. Friedrichsen, überschreitet 50° S-Br in 65,7° 
W-Lg am 19. Februar 1893 um 11* a, durchsegelt die Strafse Le Maire am 
21. Februar zwischen 9% und 11* a bei steifem Westwind und herrlichem Wetter, 
erhält darauf den steif bleibenden Wind aus NW, womit „Lina‘“ noch am Abend 
desselben Tages Kap Horn passirt; die Bark schneidet ferner 55° S-Br in 80,8° 
W-Lg am 3. März und 50° S-Br in 80,5° W-Lg am 6. März um 5" a, mach% die 
Rundfahrt in 14 Tagen und 18 Stunden. 
Schiff „Palmyra‘‘, Kapt. G. Schlüter; 50° S-Br in 65,2° W-Lg am 
18. Februar um 6" p, bei Kap St. John Februar 20 um Mittag, Länge von Kap 
Horn in 57,2° S-Br am 22. Februar, 55° S-Br in 78,6° W-Lg am 5. März, und 
50° S-Br in 80,7° W-Lg am 7. März um 2*a. Rundfahrt 16 Tage 8 Stunden. 
Bärk „Pamelia“, Kapt. Dehnhardt; 50° S-Br in 65° W-Lg am 16, Februar 
um 4',.Kap St. John am 18. Februar, Kap Horn in 56,6° S-Br am 19. Februar, 
55° S-Br in 79,5° W-Lg am 4. März und 50° S-Br in 80,3° W-Lg am 7. März 
um 2*a. Rundfahrt 18 Tage 22 Stunden. 
„Lina“ gewinnt gegen „Palmyra“ 1 Tag und 14 Stunden; wie es scheint 
nur infolge der geringeren Länge ihres Weges. Gegen „Pamelia“ 4 Tage und 
4 Stunden. ' Der Verlust des letzteren Schiftes entsteht vornehmlich dadurch, 
dafs es durch die anhaltenden nordwestlichen Winde während der ersten Zeit 
der Rundfahrt zu weit nach Süden gedrängt wird. Infolgedessen macht es einen 
größeren Umweg und kann schliefslich, da es schon so südlich steht, auch den 
aus gleicher Richtung bleibenden Wind nicht mehr ausnutzen. „Lina“ kommt 
nur‘ für kurze Zeit über 57° S-Br hinaus, ihre höchste angesegelte Breite ist 
57,6° Süd; dagegen gelangt „Palmyra‘“ bis 58,5° Süd und „Pamelia‘“ bis 59,3° 
Süd. ‚Die Segelfähigkeit dürfte bei den drei Schiffen gleich sein.
	        
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