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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

Klima des Kamerun-Hafens, 
37 
so wird der Unterschied zwischen der wärmsten und kältesten Stunde, also die 
periodische Tagesschwankung der Lufttemperatur, etwas gröfser sein. 
Die tägliche Temperaturschwankung im OÖberflächenwasser ist erheblich 
kleiner: der Ueberschufs der Wassertemperatur über die Lufttemperatur ergab 
sich im Mittel, wie folgt: 
4a 8b a 12a 4’p 8b p 12" p 
22° 1,9° 0,5° 05° 1,3° 1,9° 
Bewölkung und Regenwahrscheinlichkeit erreichen in Kamerun im Juni 
und Juli — also in der Regenzeit — ihren höchsten Werth vor Sonnenaufgang 
und nehmen von da bis etwa 5"p ab, die Bewölkung um */e ihrer Größe, die 
Regenwahrscheinlichkeit sogar um fast ”/s derselben. 
Umgekehrt ist die allerdings stets geringe Windstärke am Morgen am 
kleinsten, um 4" p am gröfsten. 
Um die ‚Verschiedenheiten zwischen den benutzten sieben Jahrgängen 
einigermafsen erkennen zu können, mögen hier deren Mittel aus diesen Monaten 
einzeln folgen. Es ergiebt sich daraus ein Einflufs der Bewölkung auf die 
Temperatur, vor Allem auf die der Wasseroberfläche; die vier trüberen Jahr- 
gänge ergeben: Luft 24,52, Wasser 25,62, Differenz 1,10; die drei minder trüben: 
Luft 25,28, Wasser 26,84, Differenz 1,56° C. 
Mittel aus Juni und Juli in Kamerun. 
1885 
1886 
1887 
1888 
1889 
1890 
1891 
Mittel 
Bar. 
761,5 ı 
7611 
762,0 
762,3 
761,4 
761,8 
761,5 ' 
761,7 | 
Luft- 
temp. 
25,36 
25,41 
24,32 
24,51 
25,65 
24,68 
24,72 
924,95 
Wasser-| Die. 
temp. 
Bewöl-| 
kung 
27,10 
26,72 
25,837 
25,69 
27,46 
26,06 
25,79 
1,74 
131 
1,05 
1.18 
L81 | 
1,38 
LO7 
8,05 
8,03 
8,25 
9,28 
7,75 
7,70 
5,£&1 
26,31 | 136 1 8,27 
Zahl der Tage 
23 im Juni, 11 im Juli 
17 2 
8 I» » 
:9 5 
20 1 , 
+7 
14. 
128 = 
144 
Die procentische Häufigkeit der einzelnen Bewölkungsgrade an den sechs 
täglichen Beobachtungsterminen ergiebt sich in diesen Monaten, im siebenjährigen 
Mittel, wie folgt: 
alas 4Abp | shp |12p 
Bewölkung == 0 ü 0 a u 
= 4 0 8 Ö 0 Ö 
- 28 24 |28 | 54 | 64 | 55 
= 9 14 3/20 2» 
--10 |62 [57 | 36 | 25 | 4 
n 
‘4 
Das viel seltenere Auftreten ganz bedeckten Himmels am Nachmittage ist 
es also, was die Abnahme der mittleren Bewölkung von 4"a zu 4*p bedingt. 
Was schließlich die Windbeobachtungen betrifft, so zeigt die folgende 
Tabelle die ; 
Procentische Häufigkeit der Windrichtungen (exkl. Stille). 
4ha |} 
8ba | © 
ı2ha | ® 
4hp | 0 
gh pP a 
12h 
N 
NNE| NE ENE| E | =sx] SE Issx! Ss saw lswlwsw| ww I waw NwiNNw 
PS | 20 
> | 29 | 
1ı 41 1 
Oo! 0 
4 0 
11 5 
N 
X 
2 
I 
3 
0 
D 
> 
A 
5 
8 
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2 
40 
u 
13 
15 
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0 
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