Deimling: Segelanweisung für die Kamerun-Mündung.
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gleichen Aussehen wie die eben genannte liegt zwischen Tonne No. 1 und H in
den Peilungen: Bwape-Bake NNO'/20, Falsches Kap-Bake 050/20.
Der Hafen von Kamerun ist durch nachstehende vier Treibbaken (kleine
Bojen) markirt: .
1. Eine schwarze Treibbake, mit schwarzem Fähnchen als Toppzeichen,
in welchem sich ein I befindet, in folgenden Peilungen: Gouvernements-Flagg-
stock SO3/40, Jols-Bake SW 458.
2. Eine ebensolche Treibbake, mit einer II im Fähnchen, in den Peilungen:
Gouvernements-Flaggstock SW*/S, Jantzen & Thormählen-Flaggstock SzO.
3. Eine rothe Treibbake, mit Toppzeichen A, in den Peilungen: Gouverne-
ments-Flaggstock SW, Jantzen & Thormählen-Flaggstock 0!/8.
4. Eine ebensolche Treibbake, mit Toppzeichen B, in folgenden Peilungen:
Jantzen & Thormählen-Flaggstock in SW*/4S, Hikori-Flaggstock in NzZW'4W.
Beim Einlaufen sind die rothen Tonnen an St. B., die schwarzen an B. B.
zu lassen.
Die Tonnen der Barre (s. No. 10 und 11) werden den jeweiligen Wasser-
verhältnissen auf der Barre entsprechend verlegt,
Anweisung für das Einlaufen in die Kamerun-Mündung. Von
Westen kommend, steuere man Kap Debuntsha an, da bei der flachen Küste
sich weiter südlich keine auf gröfsere Entfernungen sichtbaren Peilobjekte bieten.
Von Süden kommend, halte man bei weniger sichtigem Wetter gut frei von der
Küste auf die Ambas-Bucht zu, da auch hier keine Objekte zum Peilen vor-
handen sind und mehrfach ein Südoststrom bis zu 1 Sm Geschwindigkeit beob-
achtet wurde.
In beiden Fällen suche man dann mit Landpeilungen die Ansegelungs-
tonne. Von dieser führt der Kurs NO% N auf die Bake bei Kap Kamerun, wobei
Tonne A: dicht mit St. B.-Seite passirt wird. Dieser Kurs wird beibehalten, bis
Suellaba-Bake 0S0'/:0 peilt.
Man steuert dann ONO*%40 auf Tonne E, welche jedoch bei nicht ganz
klarem Wetter schwer zu finden ist, Als Marke zum Auffinden der Tonne E
kann ein senkrechter Abschnitt in den Baumkronen östlich der Mbenda-Spitze
dienen. Wenn man denselben ca !/2 Strich an St, B. hält, kommt man auf
Tonne E. Man achte auf dieser Strecke auf den Strom, welcher SW—NO setzt;
besonders stark setzt der Ebbstrom über die flachen Stellen von Suellaba hin-
weg, und halte man daher Tonne B gut frei an St. B.
, Von Tonne E nach Tonne F ist der Kurs NNO®%40. Man findet Tonne F
leicht mit Hülfe des trogartigen Ausschnittes in den Baumkronen westlich von
Mukalatanda-Bake, welchen man ca !/ Strich an B. B. läfst, um auf Tonne F zu
kommen. Auch auf dieser Strecke muß man dem Strom, welcher sehr ungünstig
zur Kursrichtung setzt, Beachtung schenken.
Von Tonne F steuere man nicht direkt auf Tonne G, sondern zunächst
mit NO!AN auf die Telegraphentonne, die sehr gut auszumachen ist, diese an
St. B. lassend. Man bleibt auf diese Weise gut frei von den flachen Stellen
südlich Ges Fahrwassers. Von der Telegraphentonne führt NOz0O*/2O-Kurs auf
Tonne G.
Nach Passiren der Tonne G steuere man direkt auf die Prisu a Loba-Bake;
dieser Kurs ist 0/2N und führt dicht an der Tonne No. 1 vorbei, welche an
B. B. bleibt. Der Kurs wird so lange beibehalten, bis man in die Linie Bwape-
Bake—Falsches Kap-Bake kommt; dann steuere man NO*%/40, wobei Tonne No. 2
eben an B.B. bleibt. Ein anderes Mark zur Kursänderung ist das Offenerscheinen
des Bwape-Kriek. .
Sobald Tonne No. 2 passirt ist, ändere man den Kurs direkt auf die Mitte
der Barre; der Flaggstock des Gouvernements soll bei der Kursänderung
O0NO0*/40 peilen,.
Nach Passiren der Barre steuere man auf die Mitte des Hafens zu. Als
Anhalt hierfür dienen die im Hafen verankerten Hulks bezw. die daselbst liegenden
Schiffe, Die Jofs-Platten-Tonne lasse man gut frei an St. B. Die 5 m-Grenze
wird im Hafen durch die Hafenbetonnung bezeichnet.
Ankerplätze. Gute Ankerplätze sind überall im Hafen vor den Fak-
toreien zu haben in einem Abstand von 200 bis 300 m vom Strande, Ist man