Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1894.
Osten und Gemahlin, Gmünden;. W. G. Davis, Cardoba, Argentinien; A. Rig-
genbach, Professor, Basel; Professor Freiherr von Richthofen und Gemahlin,
Berlin; Sr. Exzellenz Graf Waldersee mit Gemahlin, Altona; A. C. Murray,
Kapt. R. N., London; Graf Attems, Professor, Gratz; Rudolph Crasemann,
Präsident der Handelskammer, Hamburg; F. R. Brandt, Präses des schulwissen-
schaftlichen Bildungsvereins, Hamburg, mit einer Anzahl Vereinsmitglieder; der
Reichskommissar Dr. C. Peters, Berlin; Graf Dürkheim Mont- Martin,
Hannover; Carlos Friederich aus Paraguai; der königl. bayerische Ministerial-
rath Koppelstetter, München; Oberingenieur Rifler, München; Professor
Dr. Sprung, Potsdam; Direktor Hepites, Bukarest; u. A. m.
Der Assistent des Kaiserlichen Marine -Observatoriums in Wilhelmshaven,
Herr Emil Stück, hielt sieh in den Tagen vom 23. bis zum 26. Mai an der
Seewarte auf zur Untersuchung der nach Angabe des Direktors von dem Mecha-
niker Zschau angefertigten magnetischen Apparate. Diese Apparate waren be-
stimmt für eine auf hoher See vorzunehmende magnetische Aufnahme der östlichen
Ostsee, welche im Laufe der Monate Juli bis September an Bord des Tonnen-
legers „Heppens“ ausgeführt worden ist. Nach Beendigung der Arbeit wurde
der in Rede stehende Apparat abermals auf der Seewarte durch Herrn Stück
untersucht; es geschah dies in den Tagen vom 12. bis 19. Dezember.
Von der Königlichen Gewehr-Prüfungs-Kommission in Spandau war der
Direktor der Seewarte in seiner privaten Eigenschaft ersucht worden, zwei Distanz-
Messer einer Prüfung zu unterwerfen; indem er diesem Ansuchen nachkam, wurden
die einschlägigen Untersuchungen auf dem Dache, bezw. auf dem Südthurme der
Deutschen Seewarte in den Herbst- und Winter-Monaten ausgeführt. Zur Unter-
stützung in dieser Aufgabe wurde ihm der Sergeant Siel vom 14. Jäger-Bataillon
auf einige Zeit beigegeben, sowie auch Herr Hauptmann Bossert von der Ge-
wehr-Prüfungs-Kommission in den Monaten August und Dezember mehrere Tage
an der Seewarte weilte, um sich an den Beobachtungen und den Untersuchungen
mit den Distanz-Messern zu betheiligen.
Herr Kand. Puls (jetzt Dr. Puls) hielt sich zum Studium in der Seewarte
auf, Derselbe arbeitete an seiner Doktor-Dissertation, wobei er das hydrogra-
phische und meteorologische Material des Archivs der Seewarte benutzte. Der
rumänische Gelehrte Bungetzianu hielt sich im Auftrage seiner Regierung zu
Studienzwecken längere Zeit an der Seewarte auf und widmete sich namentlich
der Einübung mit den Instrumenten unter Benutzung der Bibliothek.
III. Die Einrichtungen der Deutschen Seewarte.
1. Die Einrichtung der Zentralstelle,
Auch im Berichts-Jahre wurden Reparaturen an dem Dienstgebäude in
ziemlich erheblichem Umfange ausgeführt. Neueinrichtungen sind nicht getroffen
‚worden, sowie auch über die Beschaffung neuer Apparate und Instrumente Wesent-
liches nicht zu berichten ist.
2. Nebenstellen der Seewarte und deren Einrichtungen.
Durch die Einordnung der Hauptagenturen der Seewarte in Bremerhaven,
Neufahrwasser und Stettin wurden Veränderungen in der Eintheilung der Räum-