514 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1895.
auf dem Strande Ojos de agua, in der Nachbarschaft des Kaps Sta. Maria. Tvrift
rund 960 Sm nach ungefähr SW in 64 Tagen.
Eingesandt vom Kerl. Konsulat in Montevideo.
v) Ausgesetzt von dem Dampfer „Banda“, Kapt. J. Schuldt, auf der
Reise von Suez nach Bombay am 13. November 1894 auf 17° 50‘ N-Br und
66° 45’ O-Lg, nicht mit Sand beschwert; gefunden von dem Herrn U. Malcolm
Jones, Deputy-Assistant-Political Agent in Bulhar, Somaliland, am 12. April 1895
auf dem Strande bei Bulhar in ungefähr 10° 24‘ N-Br und 44° 24' O-Lg. "Trift
in 150 Tagen 1375 Sm nach WSW%4AW.
Eingesandt vom Ksrl. Konsulat in Aden.
w) Ausgesetzt von der Bark „Olga“, Kapt. C. Christensen, auf der Reise
von Brisbane nach London am 9. Januar 1895 auf 33° 35‘ S-Br und 152° 30‘ O-Lg,
nicht mit Sand beschwert; gefunden von W.O. Patterson am 31. Januar 1895
eben südlich. des Feuerthurmes von Kiama N. S. W. auf ungefähr 34° 40' S-Br
und 150° 53‘ O-Lg, am Strande liegend. Trift in 9 Tagen 103 Sm nach SW!AW.
Eingesandt von dem Astronomen Herrn H. C. Russell in Sydney.
x) Ausgesetzt von S. M. S. „Falke“ durch Korv.-Kapt. Heinrich v. Moltke
auf der Reise von Suva (Fiji-Inseln) nach Apia (Samoa-Inseln) am 28. November 1894
auf 16° 47‘ S-Br und 179° 16’ W-Lg, mit Sand beschwert; gefunden von Irlimone
Cawaru am 22. Dezember 1894 bei Notakala an der Südostküste der Insel Zamea
(wahrscheinlich Ngamea und demnach auf 16° 47‘ S-Br und 179° 45‘ W-Lg), am
Strande liegend. Trift unter der letzteren Annahme in 24 Tagen 28 Sm nach West.
Eingesandt vom Reichs-Marine-Amt.
y) Ausgesetzt von der Brigg „J. H. Lübken“, Kapt. E. J. Schoone, auf
der Reise von Hamburg nach Puntarenas C. R. am 5. Februar 1892 auf
3° 52’ S-Br und 85° 38‘ W-Lg; gefunden am 28, September 1894 von dem Fischer
Philip Johnson, wohnhaft am Bloomfield-Flusse, an der Küste von Queensland,
bei den Hope-Inseln, auf 15° 44‘ S-Br und 145° 27‘ O-Lg, ohne nähere Angabe,
unter welchen Umständen, auch ist nicht gesagt, ob die Flasche beschwert war
oder nicht. Trift auf dem loxodromischen Wege in 2 Jahren, 7 Monaten und
25 Tagen oder 966 Tagen 7620 Sm nach W128,
Eingesandt vom Kerl. Deutschen Vice-Konsulat in Cooktown.
z) Ausgesetzt von dem Vollschiffe „Katharine“, Kapt. B. Spille, auf der
Reise von Cardiff nach Santa Rosalia am 3. September 1892 auf 2° 22‘ N-Br und
109° 22‘ W-Lg; gefunden am 10. September 1894 von einem Eingeborenen an
der Südspitze der Insel Ailuk (Radack-Gruppe, Marschall-Inseln) auf 10° 12‘ N-Br
und 170° 5‘ O-Lg, auf dem Strande liegend. Trift in 2 Jahren und 7 Tagen
oder 737 Tagen W!/.N 4827 Sm.
Eingesandt von dem Herrn Brum in Legieb durch Vermittelung des
Kapt. H. Reuter, Führer des der Jaluit-Gesellschaft gehörenden Schoners „Flink“.
Notizen.
1. Ueber einige Inseln des Paumotu- und des Tahiti-Archipels
bemerkt Kapt. H. Spiesen von der Bark „Eilbek“ in seinem meteorologischen
Journale der Reise von Guayaquil über Papiete und Raiatea nach Ponta Delgada,
Azoren, das Folgende:
„Tatakoto-Insel erstreckt sich von ONO nach WSW und ist 22 bis
24 Sm lang. Das östliche Ende ist mit hohen Kokospalmen bewachsen, während
der übrige Theil nur kleine Bäume trägt und sich nur eben aus dem Meere erhebt.
Auf der Ostseite stand eine sehr hobe Brandung; dieselbe wurde früher wahr-
genommen als die Insel selbst. Die Strömung setzte in der Nähe mit ein bis
zwei Knoten Fahrt nach nördlicher Richtung; Wind zur Zeit SE, stürmisch.
Tauere. Die Inselgruppe Tauere besteht aus zwei gröfseren und einer
Anzahl kleinerer Inseln und erstreckt sich von Ost nach West. Die Inseln sind
sämmtlich mit Bäumen bewachsen und erheben sich nur sehr wenig über die
Meeresoberfläche. Auch hier machte sich die Brandung früher. als das Land
bemerklich. Die Strömung setzte mit derselben Stärke nach Norden.
Mehelia ist eine sehr hohe Insel in Form eines abgestumpften Kegels,
welcher oben mit drei kleinen Hügeln besetzt ist. Auf dem nordwestlichen Ende