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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 23 (1895)

68 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1895. 
der ganze Himmel mit einem Feuerschein überzogen, und es schossen helle 
Strahlen, ähnlich denjenigen eines elektrischen Scheinwerfers, von Nord nach Süd 
und von Ost nach West über den Himmel, während sich helle Wolken um das Zenith 
lagerten. Nach Verlauf einer halben Stunde verschwand die Erscheinung all- 
mählich, zuerst noch dann und wann einen hellen Strahl entsendend und zuletzt 
im Norden einen nach und nach verblassenden Schein zeigend. Das ganze Schau- 
spiel gewährte einen grofsartigen Anblick und dauerte etwa °/4 Stunden.“ 
4. Tiefe Lothung im Stillen Ocean. Eine tiefere Stelle als irgend 
eine bisher bekannte ist neulich von I. Br. M. Vermessungsschiff „Penguin“ 
gefunden worden. Unglücklicherweise war die Beobachtung nicht vollkommen, 
da ein Fehler im Draht sein Zerreifsen verursachte, nachdem 4900 Faden (8961 m) 
ausgelaufen waren, ohne dafs der Grund erreicht war. 
Commander Balfour berichtet, dafs sich dies in 23° 40‘ S-Br, 175° 10°‘ 
W-Lg zutrug, ungefähr 60 Sm nördlich von einer Lothung von 4428 Faden 
(8098 m), die Kapt. Aldrich im Jahre 1888 ausführte. Ein früherer Versuch, 
Grund zu erreichen, war durch einen ähnlichen Unfall mit dem Draht mifslungen, 
als 4300 Faden (7864 m) ausgelaufen waren und der aufkommende Wind nebst 
See zur Zeit eine Wiederholung des Versuches unmöglich machte. Da die tiefste 
bisherige Lothung in der Nähe Japans 4655 Faden (8513 m) beträgt, so ist 
wenigstens soviel sicher, dafs die Tiefe an der vorher genannten Stelle mindestens 
245 Faden (448 m) größer ist. 
Man darf hoffen, dafs bald ein erfolgreicherer Versuch, die wirkliche Tiefe 
zu finden, gemacht werden wird. (Gezeichnet: 28. Sept, W. J. L. Wharton, 
„Nature“ 1895, S. 550.) 
Eingänge von meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen 
Seewarte im Monat Oktober 1895. 
Von Schiffen der Kaiserlichen Marine. 
S. M. Schiffe und Fahrzeuge: 
1. „Seeadler‘“, Kommandant Korv.-Kapt. v. d. Groeben. Geführt auf der 
Ostafrikanischen Station. 
2. „Blitz“, Kommandant Kapt.-Lieut. Gercke. Geführt in der Nord- 
and Ostsee. 
3. „Bayern“, Kommandant Kapt. z. See Kirchhoff. Geführt in der Nord- 
and Ostsee. 
4. „Marie“, Kommandanten Korv,-Kapts. Freiherr v. Lyncker und 
Credner, Geführt an der Westküste Südamerikas, in Ostasien, im Mittelmeere 
und in Nordeuropäischen Gewässern. 
5. „Loreley“, Kommandanten Korv.-Kapt. Grolp und Kapt.-Lieut. Gühler. 
Geführt im Mittelmeer, ) 
6. „Wolf“, Kommandant Kapt.-Lieut. Kretschmann. Geführt auf der 
Östasiatischen Station. 
7. „„Iitis‘‘, Kommandant Korv,-Kapt. Graf v. Baudissin. Geführt auf der 
Ostasiatischen Station. 
8. „Wolf“, Kommandant Kapt.-Lieut. Kretschmann. Geführt auf der 
Ostasiatischen Station. 
9. „Hohenzollern“, Kommandant Kapt. z. See von Arnim. Geführt in 
der Nord- und Ostsee. 
10. „Bayern‘“, Kommandant Kapt. z. See Kirchhoff, Geführt in der Nord- 
and Ostsee, 
2. Von Kauffahrteischiffen. 
a. Segelschiffe: 
1. Bremer Vollschiff „Nixe“, Kapt. H. Fettjuch. Lizard — Iquique, 
24/12 1894—20,3 1895, 86 Tage. Iquique—Lizard, 9/6—19/9 1895, 102 Tage. 
2. Braker Bark „Amazone‘“, Kapt. H. Morifse. 50° N-Br — Sydney, 
24/11 1894—24/2 1895, 92 Tage. Sydney—Lizard, 8/5—23/8 1895, 108 Tage. 
3. Hamburger Bark „Lugenie“, Kapt. FF. G. Crantz. Lizard—Brunswick, 
26/6 —5/8 1895, 40 Tage. Brunswick—Lizard, 18/8—2/10 1895, 45 Tage.
	        
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