Schrader: Inhaltsberechnung von Fässern und Bojen.
Erläuterungsbeispiel: Gegeben 1= 152 cm, D = 87 cm, d = 62 cm
0,1471
1= 152 log = 21818
D= 87 » = 1,9395
d= 62 » = 1,7924
log f = 6,9644
log I = 2,8781
1 =— 7553 1
“11
Die Südpolarreise des „Antarctic“.”)
Von C. EGEBERG BORCHGREVINK.
(Mit einer Kartenskizze.)
Als der Dampfer „Antarctic“ im letzten September Melbourne verliefs, um
in den südlichen. Meeren Wale zu fangen, hatte er auch Herrn C, Egeberg
Borchgrevink an Bord, der eine wissenschaftliche Reise in diese Breiten unter-
nehmen wollte. Er hatte beabsichtigt, die Reise als Passagier mitzumachen, aber
da dies Platzmangels wegen nicht ging, verheuerte er sich als Matrose. Während
der Reise wurde ihm aber in seinen wissenschaftlichen Arbeiten jede Hülfe
gewährt, und in‘: einer Sitzung der „Königlichen Geographischen Gesellschaft
Australasiens“ in Melbourne am 19. März hielt er einen interessanten Vortrag,
von dem uns folgender Auszug zugesandt worden ist: ;
Der „Antaretic“ verliels Melbourne am 20. September 1894 und ankerte
in Hobart am 2. Oktober. Wir verliefsen den Hafen am folgenden Tage und
beabsichtigten ursprünglich, ein paar Wochen Pottwale in der Gegend des Süd-
westkaps von Tasmanien zu jagen. Da-wir keine antrafen, steuerten wir nach
der Royal Company-Insel. Am 18. hatten wir zum ersten Male Schnee an Bord.
Er kam in schweren Böen und brachte ein großes Exemplar . von Diomedea
exulans oder dem grofsen Albatrofßs an Bord, wo er bis zum Aufklaren des
Wetters Schutz suchte. . Nachts war Mondschein, mit ganz klarem Himmel und
am 12 Uhr zum ersten Mal das Südlicht sichtbar. Mit weils glänzenden, von
West nach Ost rollenden Wolken bildete es sich zu einer glänzenden Ellipse
aus, mit einer Höhe von 35° über dem südlichen Horizont. Ä
Der „Antarectie“. war zur Zeit in der Nachbarschaft der Macquarie-Insel,
also in ungefähr 54° Breite; das Südlicht schien seine Leuchtkraft beständig von
Westen zu erhalten, und die Stärke seiner Lichtwolke erreichte alle 5 Minuten
einen höchsten Werth. Nach dem Verlauf dieser Zeit erstarb es plötzlich, um
seine frühere Pracht und Schönheit während der. folgenden 5 Minuten wieder zu
gewinnen. An unseren altmodischen Kompassen konnte ich in der Nacht wenig
oder keinen Einfluß ‚erkennen; die Erscheinung dauerte bis 2 Uhr, wo sie
sich allmählich in zunehmendem Nebel verlor. Da der Seegang schwer und. die
Aussicht, durch eine Landung wesentlichen Nutzen zu erzielen, gering War,
steuerten wir am 22. auf die Campbell-Insel zu: und ankerten im Nordhafen am
Abend des 25. Oktober, wechselten am folgenden Tage den Ankerplatz weiterhin
nach dem Perseverance-Hafen, um unsere Wasserbehälter zu füllen und unsere
letzten Vorbereitungen vor der Abreise nach dem Süden zu treffen. Die Campbell-
Insel: zeigt schon ‚aus weiter Entfernung ihren vulkanischen Ursprung und
Charakter, da wellenförmige Höhenzüge in zahllosen kegelförmigen Gipfeln Höhen
von 300 bis 2000 Ful (90 bis 600 m) über der See erreichen. Obwohl die
Insel von See aus trostlos genug aussieht, zeigt das niedrige Land am Fufs der
Höhen reichen Pflanzenwuchs. Während ich dort auf Enten jagte, die es in
grofsen Mengen gab, traf ich drei Schnepfen an (Gallinago Australis), und es
gelang mir, sie zu bekommen.
Am 31. Oktober gingen wir ankerauf und sandten dicht am Südufer der
Insel. ein paar Boote’ auf die Suche nach Seehunden aus. Bei dieser Gelegenheit
schlux eins der Boote in der Brandung voll und war. sofort an den Felsen zer-
4) Uebersetzt. und Kartenskizze entnommen aus. dem „Geographical Journal“, Juni 1895
Q 382%. London.