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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 23 (1895)

Tollert; Untersuchung einiger Nickelstahl-Panzerplatten von S. M. S. „Odin“. 1357

Die Isodynamen dieser Platte (Fig. 12) drängen sich nach dem Rand und
in den Ecken zusammen. Der größte Theil des inneren Feldes umschließt die
Kurve von 0,75. Innerhalb dieser sind zwei schwächere Stellen, eine gröfsere
am oberen und eine kleinere am unteren. Bei ersterer sinkt H‘ von 0,50 auf
0,34 und unten weiter bis auf 0,22 nahe der linken Ecke. Diese geringe Richtkraft
 mag Ursache sein, dafs sich die Nadel dort nicht so leicht einstellte, wie
dies die Kurve in Figur 11 links unten vermuthen läfst. ;
Die Beobachtungen außerhalb der Platte weisen gröfsere Werthe von H‘ im
äufseren Felde auf. Besonders fällt dies links oben bei der auslaufenden Spitze auf.
Es wäre interessant, die Ursache zu ergründen, durch welche die Magunetisirung
 der Thurmplatte „T,“ abweichend von den übrigen untersuchten Platten
herbeigeführt worden ist. Letzteres wird wohl durch die Bearbeitungsweise und
in der Fabrik erfolgt sein, da eine Bewegung dieser Platten nach deren Ueberführung
 nicht wieder stattgefunden hat. -

Ablenkungs- und Schwingungsbeobachtungen einer Magnetnadel zur Untersuchung der
Richtung und Stärke des Magnetismus in Nickelstahl-Panzerplatten.
Tabelle 1 (Fig. 1 bis 3),
jegenstand der Untersuchung: Nickelstahlplatte „JE“ vom Breitseit-Panzergürtel S. M. S. „Odin“. Schlufsplatte an B. B. mitschiffs,
Länge 6500 mm. Breite 2100 mm. Dicke 21% mm. Gewicht 19 300kg. Datum der Beobachtung: 10. 8,94. H = 1,8.

ı Richtung AB der:
Platte

zum nach |
magne- Ta
. oriumtischen
 Ein- |
Meridian! stellung

el

{36° 0|

270

3

|

3
3

”
2360

DD

= 3

Richtung
).E. zum
Meridian
N12°O

»

ßB

80 |

ad

- a

15
1 |

|

Das
Nordande
 der

Magnetnadel

zeigte

181,5
180
209
208,5
221,7
282,5
3,5
325
267
327
349,5
43

46,5
185

115
158

240
195
204
261
274

Differenz

Ablenkung der
Magnetnadel aus
dem magnetischen
Meridian nach
West | Ost
Si +

der
Ablesungen
links = —
rechts = +

P

— 88,5
— 90
— 61 .
— 66,5
— 48,3
+12,5
+ 3,5
—35 ;
—93
—33
— 10,5
+43
446,5.
5

52,5
54
25
30,5
12,3

48,5
39,5
1,0

3,0
25,5
79

89,5

— |
a

+60
+15
+24
+81
+94

72
27
36
93
106

Zeit von
10 Schwingungen der
Horizontalnadel
ze | 3,
am

Hieraus

Vor
HH. = 77

' eisenfreien | Beobach-Ort
 tungspunkt

Sek. Sek.
20,90 | 19,40

2.05

20,80
24,20
24,70
31,30
39,40
29,40
25,80
16,00

1,82
1,34
1,28
0,80
0,51
0,91
1,18
3,07

28,40
42,00
45,60
38,00
33,00
21,30 |
20,20

0,79
0,44
0,38
0,54
0,72
1,73
1,93

45,20
56,70

0,38
0,24

43,20 0,42
55,40 0,26
53,90 0,27
41,00 0,47
35,10 0,64

BP
» ]

Bemerkungen

Nordende (N. E.) der Nadel
nach unten. Gegengewicht
 (Gg.) ganz am
Südende (S. E.). 1)
Gg. mehr nach der Mitte.

Gg. dicht heran auf S, E.

Ecke. Gg. vom 5. E, entfernt.
Ecke, Mit Gg. N. E. beschwert.

Gg. dicht heran an N. E.
Gg. entfernt vom N, E.
Gg. abgenommen.
Gg. abgenommen.
Gg. auf N. E. dicht heran.
.\cke, Gg.aufS.E, abgerückt.
Gg. auf S..E. weitergerückt.

Ausgefallen.

i) Die Bemerkungen „Gg. dicht heran auf S. E, bezw. N.E.“ bedeuten, dafs das Gg. auf diesem Polende nach der Mitte
jer Nadel gerückt worden ist.
            
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