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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1895,
li. Die Galgatange-Leitfeuer (beim Dorfe Punthavn). Das Rücken-
feuer ist ein weißes festes Feuer, welches über einen Winkel von 14° nach
jeder Seite der Verbindungslinie leuchtet. Feuerhöhe 70 Fufs, Sichtweite 13'/2 Sm,
weißer runder Thurm auf Galgatange. Das Vorfeuer ist ein festes Winkelfeuer,
welches ein grünes Licht zeigt über Skarvetange und südlich frei von den Aufsen-
gründen. Weifßes Licht über dem Fahrwasser und rothes Licht gerade frei
nördlich um und über Hodde Pynt und den aufßserhalb dieses liegenden Schären.
Feuerhöhe 43 Fufs, Sichtweite 13'/» Sm für das weile, 11 Sm für das rothe und
9 Sm für das grüne Licht. Das Feuer ist auf einem weifsen, viereckigen, 10 Fufs
hohen Gebäude angebracht, welches S 69° O, 425 Ellen entfernt vom Rücken-
[euer, steht.
2. Tveraa-Leitfeuer. Das Rückenfeuer ist ein rothes, über einen
Winkel von 8° nach jeder Seite der Verbindungslinie leuchtend. Die Südkante
des Leuchtwinkels zeigt frei nördlich von den Gründen vom Galgatange-Nordufer.
Feuerhöhe 47 Fuß, Sichtweite 10 Sm. Das Feuer ist auf einem weifsen, 24 Fufs
hohen Eisengestell angebracht, welches 470 Ellen von Zveraa-Kirche in Richtung
N 85° W steht. Das Vorfeuer ist ein rothes festes Feuer, welches ein ver-
stärktes Licht in Richtung der Feuer-Verbindungslinie zeigt und ein gewöhnliches
Licht über den Fjord von Hodatange durch Süd bis gegen Hvidanaes. Feuer-
höhe 20 Fufs, Sichtweite 9 Sm; weißes, rundes, 12 Fufs hohes Feuerhaus; dieses
steht S 44° O0, 55 Ellen vom Rückenfeuer ab. Brennzeit vom 20. Juli bis zum
20. Mai.
Die Galgatange-Feuer N 69° W in Eins gehalten, führen in den Fjord
hinein durch tiefes Wasser, bis die Feuer von 7veraa in Eins kommen, worauf
liese, N 44° W in Eins gehalten, durch tiefes Wasser bis zum Ankerplatz aufsen
von Tveraa führen.
Ankerplätze, Innerhalb des Holmo kann man im Fjord überall ankern,
Die meist benutzten Ankerplätze sind die bei Zveraa und Hvidanaes. Auf dem
ersteren Ankerplatz liegen große Schiffe am besten südlich von der östlichen
Brücke des Dorfes und so weit ab, dafs Hodatange und Hodde Pynt gerade in-
einander laufen. Der Haltegrund soll weiter innen minder gut sein.
Weiter aufsen findet man im Fjord gute Ankerplätze in Ordevig und
westlich von Kjeldevigsholm,
Hafenzeit ist bei Tveraa 62“; der Fluthwechsel beträgt bei Springzeit 4 Fufs.
Kvalbofjord. Das Fahren im Kvalboafjord bietet keine Schwierigkeit, denn
man kann sich vor einer mitten im Fjord liegenden Schäre Namens Fleesen,
welche bei Ebbe an der Oberfläche des Wassers gesehen wird, hüten. Die See
brandet nahezu immer auf ihr. Man halte gut Süd um diese Klippe herum, bis
der nördliche Abhang von Grunsfjeld (am inneren Ende des Fjords) mit Kvalbg-
Kirche in Eins peilt. Schiffe, welche Kohlen haben wollen, können auf der
südlichen Seite querab von einer kleinen Bucht ankern, innerhalb von Kap Rauen
auf 8 Faden oder weniger Tiefe je nach der Gröfse des Schiffes. Der Halte-
grund zoll jedoch besser auf der anderen Seite des Fjords sein. aufßserhalb der
Kirche, wo man in 5 bis 7 Faden Wasser ankert.
Der Fjord ist offen für östliche Winde, welche schwere See und Brandung
an der Küste erzeugen. Im Sommer, wo kaum oder selten schweres Wetter
eintritt, liegt man jedoch ziemlich sicher, umsomehr, als der Haltegrund ein
guter ist. Mit westlichem Winde fallen starke Bergböen auf den Fjord, weshalb
es für den südlichen Ankerplatz auf jeden Fall nothwendig ist, eine Vertäuung
nach Land zu haben, da der Grund sehr steil abfällt.
Kvalvig. Nördlich von Kvalbofjord und getrennt von diesem liegt bei
dem vorspringenden Miavenaes eine Bucht Namens Kvalvig. Die Tiefen sind
hier gering abnehmende von 15 auf 6 Faden Wasser, Sandgrund; da aber die
Bucht nach Osten offen ist und dort schwere See und Brandung stehen, so kann
es nicht empfohlen werden, sie, ausgenommen im Nothfall, aufzusuchen. Man
möge dort auf der Nordseite ankern, 1 Kabllg. von Land, halbwegs innerhalb
der Bucht in ungefähr 8 Faden Wasser. Sandgrund-.
Suderg-Westseite hat keinen Hafen oder Ankerplatz, da es von Felsen
amgeben ist. Die Küste ist rein innerhalb eines Abstandes von einer halben