accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 23 (1895)

296 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1895.

mittags bis Nordwest zu drehen. Das Oberflächenwasser gehorcht diesem Druck.
Aus diesem Grunde ist die Küste les Landes für Treibobjekte ein Punkt der
Antrift, welcher in dieser Hinsicht kaum seines Gleichen findet.
Nahe der Küste existirt eine Art von Gegenwirkung, welche die
Geschwindigkeit aufhebt und die Landung verzögert. Um letztere zu erleichtern,
ist die Hülfe starker Seewinde erforderlich.
Nach den Routen treibender Objekte, welche nur kurze Zeit im Wasser
waren, betragen die Geschwindigkeiten in der Mitte des Golfs von 5 bis zu 6 Sm
in 24 Stunden, innerhalb 30 Sm von der Küste 2 bis 3 Sm pro Tag. Mit starken
westlichen Winden haben die Geschwindigkeiten 6 Sm in 24 Stunden nicht
überschritten. CC

Bericht über die achtzehnte auf der Deutschen Seewarte im
Winter 1894.—95 abgehaltene Konkurrenz-Prüfung von
Marine-Chronometern.

An der in Gemäfsheit der von dem Herrn Chef der Kaiserlichen Admiralität
 unter dem 2. Dezember 1875 erlassenen Instruktion für die Deutsche
Seewarte innerhalb der Tage vom 10. November 1894 bis 19. April 1895 in der
der Leitung der Hamburger Sternwarte unterstellten Abtheilung IV der Seewarte
 veranstalteten achtzehnten Konkurrenz-Prüfung von Marine-Chronometern
hatten sich nachstehende Fabrikanten durch Einlieferung von denselben angefertigter
 Instrumente betheiligt:

Fabrikant
E. Bröcking
W. Bröcking
Hermann Diedrich
W. G. Ehrlich
A. Kittel
F. Schlesicky

Wohnort
Hamburg
Hamburg
Geestemünde
Bremerhaven
Altona
Frankfurt a./M.
Im Ganzen 30 Chronometer.

Zahl der Chronometer

Außerdem war noch ein Chronometer eingesandt worden, welches aber
wegen eines äufseren Fehlers während der Prüfung dem Fabrikanten zurückgegeben
 werden mufßste.
Bei den Uhren waren alle in dem Konkurrenz-Ausschreiben vom Juli v. J.
enthaltenen Bedingungen bezüglich der Konstruktions-Angaben und Zeichnungen,
des letzten Reinigungstermins ete. erfüllt, und aufserdem hatten sämmtliche
Herren Fabrikanten eine schriftliche Erklärung über die Anfertigung dieser Instrumente
 in der eigenen Werkstatt und selbständige Durchführung der Haupttheile,
 Unruhe, Spirale und Hemmung, wie Ausführung der Reglage abgegeben,
Die Chronometer wurden während der Untersuchungszeit jeden zweiten
Tag um 10 Uhr durch den Abtheilungs-Assistenten, Herrn Dr. C. Stechert,
mit den Normaluhren der Sternwarte auf chronographischen Wege, unter
Benutzung der zu diesem Zwecke eigens hergerichteten telegraphischen Verbindung
 zwischen beiden Anstalten, verglichen; außerdem wurde an jedem
Dekadentage zwischen 10 und 11 Uhr vormittags eine zweite Vergleichung zur
Herstellung einer unabhängigen Kontrole mit Hülfe des Chronographen der
Sternwarte ausgeführt. Die zur Ermittelung des Standes der Normaluhren nothwendigen
 Zeitbestimmungen wurden von Herrn Dr. Stechert an den Meridian-Instrumenten
 der Sternwarte angestellt.
Das Verfahren bei der Prüfung, insbesondere die Anordnung der Temperatur-Intervyalle,
 war analog dem bei den früher auf der Abtheilung IV abgehaltenen
 Konkurrenz-Prüfungen beobachteten; doch wurden, in Gemäfsheit der
von Seiner Excellenz dem Herrn Chef der Kaiserlichen Admiralität bestätigten
Beschlüsse der zweiten, im Juli 1887 in Hamburg abgehaltenen Chronometer-
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.