Mohn: Studien über Nebelsignale,
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In der unteren Schicht wie oben. In der oberen wird k‘ negativ, mit Aus-
nahme von der Richtung nach Luvard, wo k‘ == 0. Hier wird k == — 0,00003102,
und nach Formel (21) X, = 1,211‘. In diesem extremen Fall wird also das Signal
in allen Richtungen gehört, mit Ausnahme von Luvard, wo man direkt nichts
hört in gröfseren Abständen als 2,211 Sm. Der Schallschatten ist zu einer
Linie reducirt.
Wir schliefsen diese Reihe von Beispielen mit dem folgenden Fall ab,
in welchem die untere Schicht Temperatur-Inversion hat, die obere nicht, und
die Geschwindigkeit des Windes in beiden Schichten zunehmend mit der Höhe ist.
Ex, 16.
h= 10m, z= 5m. 8 = 40m. d = 45m, (Tafel Fig. 29,)
100 4t = —0,6°. 100 4e = — 0,25 mm. 100 4w = LOmp.S,
L00 4t'= 06°. 100 2e’ = 00'25mm. 100 4w'=— 1L0mp.5
Lee
Do‘
Dwars
Da
Luvard
k
0°
lu —
30 1
45 bo
30 —
37°17 ) —
,o —
30 —_
195 —
2943’ | 0
120 +
195 4-
w +
165 +
180 +
kK' x ı Xr Formel
a)
x
»
5
>»
2,063‘
2,257
2,916
5,078
0
+
+
+
|
21
21
21
91
Kal
7,226’
1,326
1,084
3,987
0,909
I
In der Richtung p = po’ = 67° 17' springt X, plötzlich mit wachsendem
p von unendlich zu 2,063‘. In diesem Punkt ist eine Spitze. Die Richtung
po = 112° 43‘ ist Asymptote zu der normalen und zu der anomalen Totalreflexion-
Schattengrenzkurve. Die Werthe von X findet man in Ex. 9, 10, 11 wieder,
wo k dieselben Werthe hat wie in Ex. 16 (Inversion) und in Fig. 16 der Tafel,
Aus den angeführten Beispielen ersieht man, dafs die Abnahme der Wind-
geschwindigkeit in der oberen Schicht die Folge hat, dafs der Schallschatten
sich in zwei Theile scheidet, deren Grenzen verschiedener Art sind. An der
Leeseite ist Schatten bis an der durch Totalreflexion bedingten Grenze, zwischen
dieser und der normalen Grenze ist volle Hörbarkeit, und dann kommt, zumal
auf der Luvseite, wieder Schatten, aulsen begrenzt durch Brennlinie. Weiter
nach Luvard herrscht volle Hörbarkeit. Die Richtungen der verschiedenen
Grenzen sind bestimmt durch die Grenzwinkel p, und po‘. Inversion der
Temperatur in der unteren Schicht kehrt alle Grenzen nach Luvard hin.
Der zweiten Reihe von Beispielen, welche ich gerechnet habe, liegt die
Voraussetzung zu Grunde, dafs die Grenzebene zwischen der unteren und oberen
Schicht in derselben Höhe liegt wie der Schallgeber, dal also a = 0 ist. Hier-
durch kann man die Wirkung einer tieferen Lage der Grenzebene beurtheilen.
Setzten wir a = 0, bekommen wir die folgenden Formeln:
Zweite Reihe. a=0. No. 1. k positiv, k‘ positiv.
No. 1a. Das Ohr in der unteren Schicht
_Ya+YVz
X vr
No. 1b. Das Ohr in der oberen Schicht. Gleichung (5) geht über in
Da
_ gi
m V h zZ
2 „we +>
"Lo