Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1895.
An der Togo-Küste waren die Windverhältnisse dieselben wie während
der Reise,
In der Regel nahm der Wind in den Nachmittagsstunden wenig an Stärke
zu und flaute nachts bis auf Stärke 1 wieder ab.
Die Rückreise wurde am 23. März angetreten; auf derselben wurden vor-
wiegend südwestliche Winde angetroffen.
Das Wetter war während der ganzen Reise gut, Barometer und Thermo-
meter der Jahreszeit entsprechend. Regen wurde nicht beobachtet, dagegen
nachts häufig Wetterleuchten in NO. Der Himmel war meist theilweise bewölkt.
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bo) Stromverhältnisse. Es wurden vom Verlassen des Kamerun-Flusses
bis zur Rückkehr folgende Stromversetzungen beobachtet:
von
16. März, 12b mittags
17. März, 12h mittags
15. März, 12h mittags
19. März, 12b mittags
20, März, 6h 30m a
20. März, 2h p
99, März, 2b p
22, März, 6h pn
23, März, ih 306
23. März, 5b 30m pD
24. März, 12b mittags
25. März, 12b mittags
Datum
015
17. März, 12h mittags
18. März, 12% mittags
19. März, 12h mittags
20. März, 6b30ma
20, März, 23h np
22, März, 2hp
292, März, 6hp
23. März, 1h 30m p
23. März, 5b 30m p
24. März, 12h mittags
25, März, 12h mittags
26. März, 12b mittags
Zwischen
Breite | Länge
39°51/N!9°280
3955 N 7°10'0
3°55’N 7°10' 0
4°238'N5° 60
4°23N 5° 6O
5°49' N‘ 3°100
5°49' N 13°100
6917 Ni2° 70
5° ME 70
6°13‘N|1°370
'Rhede von Klein-
Popa
Klein- |
Popo |! Lome
Rhede von Lome
Lome |
Klein-
Popo
6°13'N
3°90' N
1°37'C
3°16' C
5° 20 N ;3°16'C
4° 35N'5°35C
4° 8‘ N |5°350
[3° 50 N 89400
Strom-
Strom-
stärke in
Sm p.h
richtung
N46°50 0.45
N87°50' 063
N3°O 0,75
88490 | 095
N 75°O
1,60
SÖstlich
1.0—1,5
Ost
1.30
östlich
1,0—1,5
Ost |! 130
N7°5'W
0,36
N9°0O
0,40
| 8S80°0 | 0,80
Bemerkungen
Etwa 1 Sm von der
Küste ab
Etwa 1200 m von der
Küste ab
Etwa 1 Sm von der
Küste ab
Etwa 1000 m von der
Küste ab
Etwa 1 Sm von der
Küste ab
Siehe den 18.—19.
c) Die Küste zwischen Whyda und Lome bietet einen sehr gleich-
mäfsigen Anblick: steil abfallenden Sandstrand, darüber ziemlich gleich hohes
Buschwerk, von einzelnen Gruppen hoher Laubbäume oder Palmen unterbrochen.
An dem steilen Sandstrand steht durchweg eine schwere Brandung.
Ein Verkehr mit eigenen Schiffsbooten an der Küste ist ganz ausgeschlossen.
Nur ortskundige, mit der Brandung vertraute Leute vermögen Boote ohne Gefahr
für die Besatzung wie Boot durch die Brandung hindurchzubringen. Als Boots-
besatzungen werden meist Schwarze von der Kru-Küste, aber auch Togo-Leute
verwendet.
Haie sollen aufserhalb der Brandung häufig sein und oft gefangen werden.
Dieselben gehen jedoch nicht durch die Brandung, und sieht man auch die
Schwarzen unbekümmert um Haie ihre schwere Arbeit in der-Brandung verrichten.