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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 23 (1895)

230 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1895, 
mit geometrischen Verhältnissen, welche denjenigen am Regenbogen gleichkormen, 
wir haben einen Minimum-Ablenkungsstrahl in der Schattengrenze (Maximum der 
Intensität beim Regenbogen) und paarweise, auf verschiedenen Wegen kommende 
Strahlen, die in einem Punkte zusammenstofsen und zur Interferenz kommen 
können (die überzähligen Ringe beim Regenbogen). Die abnorme Schattengrenze 
in der Vertikalebene bildet eine Umhüllungslinie oder Brennlinie, wie man es 
in der Optik nennt. Zu den Interferenzen der äufseren Strahlen komme ich 
später zurück. 
Die Gleichung der Brennlinie könnte man nach den gewöhnlichen geo- 
metrischen Methoden suchen und daraus für einen bestimmten Werth einer 
Ordinate (d oder z) die entsprechende Abscisse X als Hörweite berechnen. Für 
meine Absicht, eine Reihe von berechneten Bildern des Schallschattens in einem 
bestimmten Niveau dem Leser vorzulegen, bin ich dieser Methode nicht gefolgt, 
sondern bin auf die Weise vorgegangen, dafs ich für jeden Fall die Minimums- 
rechnung ausgeführt und darauf den entsprechenden Werth von X berechnet habe. 
Da die Gleichung (8) in Bezug auf & von höherer Ordnung ist, mufs sie 
durch Prüfung und Approximation gelöst werden. Wenn man eine gröfsere 
Reihe Berechnungen mit denselben Werthen von a und d (oder z) zu machen 
hat, kann man sich die Arbeit wesentlich dadurch leichter machen, dafs man für 
eine Reihe von Werthen von & den Werth von 2 (1 + y) oder den Logarithmus 
nach der Formel 
€ € 
sa +) YA + VA 
berechnet und danach auf quadrirtem Papier eine Kurve konstruirt mit & als 
Abscissen und 2 (1 + 7) als Ördinaten, oder umgekehrt, Aus einer solchen Kurve 
kann man dann für jeden Werth von 2 (1 + y) den entsprechenden Werth von & 
herausnehmen, und zwar, wenn der Mafsstab grofs genug ist, mit einer Genauigkeit, 
die eine nachträgliche Approximation überflüssig macht. Als Beispiel nehme ich 
a= 40m und d=— 45m. In diesem Fall ist der kleinste Werth von € gleich 45 m, 
denn mit gröfseren Werthen wird die Gleichung (7) oder (8) imaginär. 
Wenn &£ sehr grofs wird, werden die beiden Glieder, woraus 2 (1 + 7) zu- 
sammengesetzt ist, nahe gleich Eins, und die Summe von beiden hat den Grenz- 
werth 2 für e gleich unendlich. 
Die Rechnung giebt die folgende Tabelle: 
a = 40m d — 45m 
20+7) 
45 m 
46 
47 
48 
49 
50 
55 
© 
9,5512 
7,4389 
6,4495 
5,8333 
5,3983 
4,2601 
MM 
50 
70 
80 
90 
L00 
CC 
a+) 
4,2601 
3,7320 
3,2006 
2,9253 
2,7559 
2,6393 
2 0000 
No. 3b. Das Ohr in der oberen 
Schicht. Hier sind zwei Fälle zu unter- 
scheiden, nachdem der Strahl sich von 
der Schallquelle abwärts oder aufwärts 
bewegt. 
X 
mem 
= 
a ta a a 
Ar 2 
a 
+ 
rn 
Im ersten Fall haben wir nach 
Figur 7 
MM 
Dig. 
A XG 9 } 
a 8, ve 
„5 Kl = Dia TV 
4? x uk 
Kal = DB (q + 002 = (—) RO —- Fl e— Or 0E 
3" 
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