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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 23 (1895)

E 
Mohn: Studien über Nebelsignale, 
Ya Vz 
Xıp = Vadt+bde—cecdw ecosp 
| 
79 
Dies ist die normale Hörweite, welche man hat in dem Falle, dafs die 
Schallwellen nur eine Schicht mit konstanten vertikalen Temperatur-, Feuchtigkeits- 
und Windgeschwindigkeits-Gradienten zu durchlaufen haben, 
Bei der Diskussion von der Gleichung (2) rechne ich immer Aw positiv, 
weil die Luftschichten in ihrer horizontalen Bewegung um so mehr verzögert 
werden, je näher sie an der Erdoberfläche sich befinden. 
Da cos p für die gleichen Werthe von p denselben Werth hat, sei p 
positiv oder negativ, wird die Schattengrenze symmetrisch um die Linie Lee— 
Schallgeber—Luvard. Dagegen giebt p und 180° -+ p verschiedene Werthe der 
Hörweite, mit Ausnahme von p == 90°, oder Aw = 0, das heifst: In der Regel 
sind die Hörweiten ungleich grofs in diametral entgegengeseizten 
Richtungen von dem Schallgeber. 
Wir betrachten besonders die folgenden Fälle: 
At und Ae positiv. Die Temperatur und der Dunstdruck nehmen nach 
oben ab. 
Ist Aw =0, welcher Fall auch Windstille einschließt, wird die Schatten- 
grenze ein Kreis, dessen Centrum der Fufßspunkt der Schallquelle auf das Niveau z 
and dessen Halbmesser, die Hörweite 
(3) YE+Vz 
= LI 
Vadt+b 4e 
Ist a At + be > 6 Aw, erhält X in allen Azimuthen einen endlichen 
Werth. Die Hörweite wird am gröfsten in Lee, wo p= 0, am kleinsten zu 
Luvard. Die Schattengrenze hat eine ellipsenähnliche Form. (Tafel 3, Fig. 1, 
2, 3 und 4.) 
Ist a At + be = cAw, wird X unendlich in Lee (p= 0), und die 
Schattengrenze nimmt eine parabelähnliche Form an. (Tafel 3, Fig. 5.) 
Ist a 4t + b4e <c Aw, wird k und % negativ, wenn 
wep> 8 de 
das ist: von Lee ab bis 
(4) 
a4dt+b 4e => t08Po 
8? = — zz — 
Zwischen Lee und po, welchen Winkel ich den Grenzwinkel nenne, 
werden die Schallstrahlen konkav zur Erde und die Hörweite unendlich. Der 
Grenzwinkel liegt im 1. und 4. Quadranten. In der durch den Grenzwinkel p, 
bestimmten Richtung werden die Strahlen gerade Linien, die Hörweite unendlich, 
und hier ist der Uebergang zu den endlichen Hörweiten, für welchen die 
Bedingung gilt: 
pP > po 
cos p < dt + ode (Tafel 3, Fig, 6, 7 und 
Dwars (p = 90°) wird 
x Ya Ve_ 
Va 4t+bd4e 
also unabhängig von Aw, und hat denselben Werth wie bei windstiller Luft nach 
Formel (3). 
8.) 
In dem 2. und 3. Quadranten, zwischen Dwars und Luvard, wird k immer 
positiv, und X bekommt einen endlichen Werth, der um so kleiner wird, je 
mehr man sich zu Luvard nähert. In Luvard (p = 180°) hat die Hörweite ihren 
kleinsten Werth. (Tafel 3, Fig. 6 bis 8.) Die Schattengrenze zwischen dem 
Grenzwinkel und Luvard bekommt eine hyperbelähnliche Form, doch mit In- 
flexionspunkt.
	        
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