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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 23 (1895)

Magnetische Beobachtungen in dem deutschen Küstengebiete im Jahre 1894. 177 
den Bestimmungen, welche im Observatorium in Wilhelmshaven ausgeführt werden. 
Es wird — abweichend von dem Gebrauche in dieser Hinsicht in früheren Jahren 
— von einer zusammenfassenden Uebersicht auch dieser Beobachtungen hier ab- 
gesehen, weil anderswo eingehend darüber berichtet werden wird. 
Von den magnetischen Beobachtungen im südöstlichen Theile der Ostsee 
wurde eingangs schon gesprochen; ein Bericht über die Ergebnisse wird später 
folgen, wenn die Reduktionen durchgeführt sein werden. 
Magnetische Beobachtungen an der Ostküste und Westküste von Afrika. 
(Deutsches Schutzgebiet.) 
Wir verweisen hier auf die magnetischen Beobachtungen, welche in dem 
Berichte für das Jahr 1893 in den „Annalen der Hydrographie und Maritimen 
Meteorologie‘, März 1894, veröffentlicht worden sind. Im Jahre 1893/94 sind 
von den Offizieren S. M. S. „Möwe“ mit dem Reise-Theodolit von C, Bamberg 
die nachfolgenden Bestimmungen der magnetischen Deklination ausgeführt worden. 
Niororo . 
Kilwa . 
Kiswore . 
Lindi . . 
Mikindani - 
O-Lg 
S-Br | y. Gr. 
7° 36,5‘ | 39° 41,0‘ 
8° 44,5‘ |39° 24,9 
9° 25,5‘ |39° 36,6‘ 
10° 0,0: 
39° 43,7 | 
10° 
16,5‘ 
40° 7,5' 
Datum 
(893 Dezember 14 
1894 Januar 22 
1893 Dezember 13 
1894 Januar 21 
1893 Dezember 12 
1893 Dezember 9 
1894 Januar 14 
1893 Dezember 6 
1894 Januar 19 
Korrigirt für 
tägl. Gang 
9° 1783 W 
9°11,4 W 
9° 37,7 W 
9° 34,0‘ W 
10° 5,3 W 
10° 23,0‘ W 
10° 14,1‘ W 
10° 16,4‘ W 
10° 7,2 W 
Es ist ersichtlich, dafs die Differenzen der reducirten Beobachtungen er- 
heblich gröfser sind, als sie in Wirklichkeit auftreten können, was seinen Grund 
in verschiedenen Ursachen haben kann, die sich der diesseitigen Beurtheilung 
entziehen. Leitet man Mittelwerthe daraus ab und reducirt dieselben auf das 
Jahr 1895,0, so ergeben sich für die magnetische Deklination die folgenden Werthe: 
Niororo. 9° 12‘ W, Kilwa 9° 34‘ W, Kiswore 10° 4‘ W, Lindi 10° 17‘ W, Mikindani 
10° 10° W. 
Von dem Vermessungs-Fahrzeuge S. M. S. „Möwe‘‘, Korv.-Kapt. Hart- 
mann, liegen noch folgende Beobachtungen vor: 
Deklinations-Bestimmungen: 
Station 
Sansibar . . 
Sansibar . . 
Sansibar . . 
Sansibar . . 
FunguTongone 
Tanga . . 
FunguTongone 
FunguTongone 
Maziwi. . . 
Dar-es-Salam . 
S-Br 
O-Lg 
vr. Gr. 
6°10,5/! 39° 11,5‘ 
3° 10,5‘ | 39° 11,5‘ 
3° 10,5‘ 139° 11,5’ 
39 10,5‘ | 39° 11,5‘ 
917,0‘139° 7,7 
‚9 0,0‘|39° 7,0 
3° 17,0‘ | 39° 17,7 
5° 17,01 39° 17,7 
5° 30,5‘ 39° 4,0’ 
3947,8' 39° 837 5 
Datum 
1894 Juni 29 
Juli - 
% 20 
August 16 
Mittlere 
Ortszeit 
ah Oma 
%36mMa 
\h48m a 
‚ha 0m 
»h17mp 
53h 35m p 
5b 8m pp 
5h1ı5mp 
2h450 
4b 18m p 
Beobachter 
Lieut. z. S. Meurer 
» ® 
Steuermann Hoppe 
Lieut. z. S. Hahn 
Lieut, z, S. Meurer 
J.-Steuerm.Scheibe 
Lieut. z. S. Meurer 
Lieut. z. S. Hahn 
Lieut. z. S. Meurer 
Steuermann Hoppe 
Deklination 
zur Zeit 
der 
Beobachtung 
8° 45,1’ W 
8° 45,7‘ W 
3° 43,7‘ W 
8° 44,9‘ W 
3° 33,7‘ W 
8° 21,5‘ W 
39 33,8‘ W 
8° 37,3‘ W 
8° 34,1 W 
80 54,6‘ W 
Es wurde überdies eine Anzahl Beobachtungen an der Station Lindi über 
die magnetische Deklination und Inklination ausgeführt, welche in folgender 
Tabelle im Original wiedergegeben werden. 
Ann. d. Hydr. etc... 1895, Heft Y.
	        
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