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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 23 (1895)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1895.

Wind und Wetter im Antarktischen Meere südlich von
Kap Horn, 1893/94.
Die Dampfer „Hertha“, Kapt. Evensen und „Jason“, Kapt. Larsen,
Eigenthum der Dampfer-Gesellschaft „Oceana“ in Hamburg, waren, mit Ausnahme
einiger Zwischenreisen nach den Falklands-Inseln, von Anfang November 1893
bis Ende Februar 1894 zwischen 60° und 69° S-Br, 48° bis 76° W-Lg mit dem
Walfisch- und Robbenfang beschäftigt. Aus ihren Tagebüchern, jüngst erschienen
in den „Mittbeilungen der Geographischen Gesellschaft“ in Hamburg, 1891/92,
Heft II, 1895,%) Seite 281 bis 298, sind die folgenden Wetterangaben abgeleitet.
Bei der „Hertha“ sind nur die westlich von 60° W-Lg, bei dem „Jason“ nur die
östlich von diesem Meridian gemachten Beobachtungen verwerthet, um gleichzeitige
 Doppelbeobachtungen zu vermeiden. Jene gelten also für den Meerestheil
 westlich von Graham-Land und von den nordwärts vorliegenden Inseln, dem
Dirck Gherritz-Archipel, diese für den östlichen Meerestheil.

November 1893 f D. „„Hertha‘**, Kapt. Evensen, 60° bis 69° S-Br, 60° bis 76° W-Lg.
bis Februar 1894 | D. „Jason“, Kapt. Larsen, 60° bis 68° S-Br, 60° bis 48° W-Leg,

SL | ' 1 | ver- , Zahl
Wind | x am) Else Ss 'sw wlnw steile! än- | der
stärke | derl. | Beob.

x x A 1a
Mittl, Richtung [5 9% 5
und Resultante |S 5 3

Wind in Procenten, Stürme nach der Zahl.

‚Hertha | 1—3 [15| 6 —| 3,1011 ‘18, 19 | 18 | — | 62
"Jason“ '1—3{ 8!11110: 9 10 10'110‘ 7'222 ı 383) 206

‚Hertha* | 4—7 | 30. 9 1] 4} 4! 8/9126 — 1] —] 58
"Jason“ 14-7 | 9/10, 8| 7110!10 19127! — 1 — N! ın

„Hertha“
„Jason“

2] 281 14 || 37 9l'ıs!22| 9 | = | 120
1—12l 8111 9) 81111 101l14.16 12 1 1ıl 381

„Hertha“
„Jason“

‚Stürme 2| az) zz zz
:Stürmel — | 21—1— ‘21 —

|
‚N 69° W 3500| 9 48
S 38°E 30%| 30 } 27

N 19° W. 52% | 23 ; 43
IN 62° W 28%) 25 | 56

N 35° W 40% 17 | 44
N 71° W 1000| 28 | 40

Wetter in Procenten.

„Hertha“
„Jason“

CC

F

mM

a

nl

5/23 [19 5|4| 5| 3736 ‘1
| 1928 /21| 7 |14| 2] ij 8) | |

102
273

Hieraus ergiebt sich für das Verhältnifs der Häufigkeit der Winde Folgendes:
Gute Segelwinde (Stärke 4 bis 7) wehten im ganzen Gebiet doppelt so
häufig aus westlicher als aus östlicher Richtung (Verhältnifs 99 : 48).
Flaue Winde (1 bis 3) wehten im östlichen Theil („Jason“) ebenso häufig
aus östlicher wie aus westlicher Richtung (30 : 27), im westlichen Theil dagegen
(„Hertha“) überwogen die westlichen Richtungen bei Weitem über die östlichen
 (48 : 9).
Reine Nordwinde überwogen entschieden über Südwinde im Westen (23 : 7),
reine Südwinde über Nordwinde kaum merklich im Osten (11 : 8).

‘) Petersen, Joh., Dr.: Die Reisen des „Jason“ und der „Hertha“ in das Antarktische
Meer 1893/94 und die wissenschaftlichen Ergebnisse dieser Reisen, mit einer Karte von L. Friederichsen.
— Friederichsen, L.: Begleitworte zur Karte des Dirck Gherritz-Archipels.
            
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