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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 23 (1895)

132 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1895, 
die stündliche Fortbewegung also etwa 20 Sm. Eine ähnliche Vergleichung ergiebt 
für „Placilla“ und „Dorade“ eine Entfernung der Schiffsorte in ostnordöstlicher 
Richtung von 92 Sm, und da der Zeitunterschied hier 3!/4 Stunden beträgt, eine 
stündliche Schnelligkeit der Fortbewegung von 30 Sm. „Placilla’s“ bezüglicher 
Schiffsort peilte ferner von „Arethusa’s“ NO0zO, und die Entfernung war gleich 
145 Sm, der Zeitunterschied war 5 Stunden und die stündliche Fortbewegung 
auch hier 30 Sm. Die Punkte endlich, in denen bei „Dorade“ und „Euterpe“ 
die Windveränderung geschah, lagen 96 Sm recht Nord und Süd voneinander 
und da der betreffende Zeitunterschied 5 Stunden betrug, scheint hier die 
Schnelligkeit der Fortbewegung etwa 20 Sm gewesen zu sein. Es war also auch, 
wenn die Schiffe auf demselben Meridian standen, Unterschied für die Zeit der 
Windveränderungen da. Die Fortbewegung des Ortes niedrigsten Luftdruckes 
kann daher nicht recht nach Ost erfolgt sein, denn wäre dieses der Fall gewesen, 
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so mufste das Umspringen des Windes für die auf gleicher Länge liegenden Orte 
auch nahezu gleichzeitig geschehen sein. War dagegen aufser Breiten- auch 
Längenunterschied bei zwei von den hier zusammengestellten Schiffsorten vor- 
handen, so nahm die berechnete Schnelligkeit der Fortbewegung des Minimums 
um die Hälfte, bis zu 30 Sm in der Stunde, zu; deshalb und auch weil die Wind- 
veränderungen bei allen Schiffen von westlicher oder nordwestlicher nach süd- 
licher oder südöstlicher Richtung erfolgten, erscheint die Annahme berechtigt, 
dafs dies Niederdruckgebiet sich nach angenähert nordöstlicher Richtung mit 
etwa 30 Sm Schnelligkeit in der Stunde bewegt hat, 
Als die Schiffe bei dem am 26. Juli einsetzenden frischen Südostwinde 
nach SW segelten, beobachteten sie eine rasche Zunahme des Luftdruckes. 
Während der nächsten 24 Stunden stieg er um 10 mm, bis schliefßslich unweit 
von 33° S-Br ein höchster Stand von 776 mm beobachtet wurde. Sowie dieser 
erreicht war, nahm der bis dahin wehende frische Südostwind rasch an Stärke
	        
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