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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 23 (1895)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1895. 
doch durch von ihm unabhängige Unfälle so angeschwellt sein. In Deutschland 
jedenfalls bot er aufser der erwähnten Druckabnahme um volle 37 mm nicht 
mehr viel Besonderes; wohl aber legte er im Laufe seiner Zersetzung, die 
während des 30. und 31. Dezembers vor sich ging, den Grund zu der völlig 
vom Verlauf des Novembers und Dezembers 1894 abweichenden Gestaltung der 
Monate Januar und Februar 1895, mit deren oft wiederholten Schneefällen und 
starken Frösten. Dafßs der Umschwung an manchen Orten, wie in Hamburg, 
gerade in der Neujahrsnacht vor sich ging, machte ihn um so eindrucksvoller, 
The „Ex Meridian“ 
ireated as a problem in dynamics, with a method of finding the reduction by 
means of tables in ordinary use, also „A short method of finding by inspection 
the time when a heavenly body has its >»Maximum Altitude« taking into account 
ihe speed of the ship“ by H. B. Goodwin, M. A. (Formerly examiner in nautical 
astronomy at the Royal Naval College, Greenwich). 
Unter diesem Titel erschien vor Kurzem bei George Philip & Son in 
London eine kleine Abhandlung, welche in gegenwärtiger Zeit wohl die Beachtung 
des nautischen Publikums verdient. 
Zunächst erklärt der Verfasser, was er unter dem Ausdruck „A problem 
in dynamics“ versteht, und zwar an einem Beispiel der Interpolation einer Sonnen- 
deklination aus den Angaben des „Nautical Almanac“, Er fafst dabei die 
Aenderung der Deklination auf als eine Bewegung der Sonne in nord—südlicher 
Richtung, die sich zusammensetzt aus einer gleichförmigen und einer beschleunigten 
Bewegung, d. h. er umgeht das Verfahren der Interpolation mit zweiten Differenzen 
and führt dafür eine andere Anschauungsweise ein, die unseres Erachtens dem 
praktischen Seemann nicht leichter verständlich sein wird als das erste Verfahren. 
Abgesehen von diesem Umstande ist die in Rede stehende Abhandlung 
zweifellos sehr schätzenswerth. 
Von der bekannten Thatsache ausgehend, dafs die beobachtete gröfste 
Höhe eines Gestirns, falls dieses eine in kurzer Zeit sehr bemerkbare Aenderung 
der Deklination hat, oder aber, dafß das Schiff mit dem Beobachter in meridio- 
naler Richtung mit grofer Schnelligkeit sich bewegt, nicht die Meridianhöhe ist, 
sucht der Verfasser die deshalb an die beobachtete Höhe anzubringende Korrektion, 
um diese auf die Meridianhöhe zu reduciren, auf möglichst einfachem Wege und 
zwar thunlichst durch direkte Entnahme aus Tafeln zu finden. 
Die in Deutschland in der praktischen Navigation gebräuchlichen Methoden 
der Reduktion einer in der Nähe des Meridians beobachteten Höhe auf die 
Meridianhöhe selbst sind die mittels der sogenannten Kulminationssekunden oder 
die Delambre’sche Methode, nach welcher die an die beobachtete Höhe an- 
zubringende Korrektion 
Ah — 908 P cos d 2 sin? 5 
 sin(g?—d) sin 1“ 
. . 2sin?z . 
ist, wobei dann die Gröfse in 17 aus einer besonderen Tafel entnommen wird. 
Beide Methoden sind im „Handbuch der Navigation“, herausgegeben vom Hydro- 
zraphischen Amt der Kaiserlichen Marine, Seite 275 f., unter der Ueberschrift 
„Circummeridian-Höhen“ gegeben. 
Herr Goodwin legt zu demselben Zweck die Formel zu Grunde 
R — 08 p cosd sin’ 15 hr 
 2sin(g—d) sin 1” 
wo R die Reduktion auf den Meridian und h den in Zeitminuten ausgedrückten 
Stundenwinkel bezeichnen (siehe Godfray’s „Astronomy“). Diese Formel er-
	        
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