Exponirte
Punkte:
Nieuwediep
Hoek: van Holland
Hellevoetshuis
Bruinisse
Weiter land-
einwärts:
Rotterdam
Spijkenisse
Moerdijk
Dordrecht
Krimpen
Schoonhoven
Gorinchem
Zuider Zee:
Elburg u
Kampen |
Köppen: Der Sturm vom 22, Dezember 1894.
103
Ohr Sept.| Jan. | Dez. | Jan.
{825 | 1853 | 1855 1862 1863
Dez.
1863
Febr.' Dez. ! Jan. | Okt.
1867 (867 1877 1881
Dez. | Febr. Dez,
1883 ! 1889 [1894
242 | 194
314 | 294
207
2920
192
9280 | 270 |
197
280
118
225
220 |
160
290
296
202
315
318
968
194
370
272
248
210 202
295*' 300
321 | 316
2360 | 340
255
352
358
88
|
315 | 311
3218
296
269
306
99%
200
353
48
320
293
358
238
391
332
320
240 |
320
290
304
310 |
298
268
270
256
336
209
307
330
316
329
316
330
249
2904
283
330
307
303
305
399
312
298
355
334
239
335
358
325
315
365
341
345
M6
365
341
325
371
340
348
324
347
263
295
307
341 |
365
335
316
312
330
oT}
330
273
309
286
315
325
306
304
260
207 |
346 | 230 ] 265 | 273 | 263 | 293 | 175 | 365 | 325 297 | 320 280
335 | 240 | 285 | 283 | 276 | 285 | 189 | 247 | 304 | 300 | 307 | 268
260
253
Bei Betrachtung dieser Zahlen springt uns der Gegensatz dieser Sturm-
Auth gegen die Fluth vom Februar 1867 in die Augen. Bei letzterer spielte
offenbar das Oberwasser des Rheins eine weit gröfsere Rolle; in Gorinchem und
Schoonhoven war sie 52 bezw. 12 cm höher als die des letzten Dezembers; in
Nieuwediep und Hellevoetsluis überstieg dagegen die letztere jene von 1867 um
volle 137 bezw. 133 cm, und war die von 1867 die schwächste von den aufgeführten
13 Fluthen. Entsprechend dem war auch der Wasserstand am Hoek van Holland
diesmal 11 em höber als in Rotterdam, während er im Sturm von 1889 hier 25 cm
höher war als dort. Die geringe Wasserführung der Ströme war auch die Ursache,
dafs die Fluth auf den unteren Stromstrecken bei Dordrecht, Schoonhoven und
Gorinchem unter der von 1889 blieb.
Ueber die Sturmfluth in der Elbmündung geben an derselben Stelle zwei
Mittheilungen von Herrn Wasserbau - Inspektor (jetzt Professor) Bubendey
(„Centralblatt der Bauverwaltung“ No. 1, 7 und 8) Auskunft. In Hamburg ist zwar
durch die in den letzten 30 Jahren (besonders auch beim Zollanschlufs) erfolgte
Höherlegung vieler Straßen der Umfang der überschwemmten Verkehrsstrecken
wesentlich vermindert worden, und hat die Fluth gerade in dem Augenblick Halt
gemacht, als das Wasser die Höhe der Kaimauern erreicht hatte. „Immerhin sind
aber manche älteren Straßen Hamburgs und die grofse Elbstrafse Altonas der Ueber-
schwemmung ausgesetzt gewesen, und viele Kellerräumlichkeiten wurden unmittelbar
oder mittelbar durch den Rückstau des Wassers der Entwässerungskanäle oder
durch Drängwasser gefüllt. Dafs das rasche Steigen des Wassers an einem
Sonntag Morgen und zur Zeit des Niedrigwassers der Mondfluth stattfand, . be-
wirkte dabei, dal die überraschten Einwohner nicht allein in vielen Fällen keine
Zeit fanden, ihre Möbel und sonstigen Habseligkeiten rechtzeitig zu bergen,
sondern dafs auch viele Waarenkeller vollliefen, ohne daß es möglich war, die
eingelagerten Waaren zu räumen.“
Die gröfsten Höhen, die das Hochwasser in den letzten 40 Jahren in
Cuxhaven und in Hamburg erreicht hat, sind, von dem nahezu‘) auf einem und
demselben Niveau Hegenden Nullpunkt beider Pegel aus gemessen, wie folgt:
23. Dezember 1894 12. Februar 1894 15, Oktober 1881 2, Januar 1855
in Cuxhaven 752 cm 728 cm 780 cm 7719 cm
in Hamburg 801 760 ,, 816 ,, 862 ,,
Höher noch, auf 874 cm, stieg das Wasser in Hamburg am 3. bis 4. Februar 1825.
Nach neueren Bestimmungen liegt der Cuxhavener Nullpunkt 7 cm unter dem Hamburger.