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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 23 (1895)

Ann. d. Hydr. ete., XXIIT. Jahrg: (1895), Heft 1 
Die elektrische Verbindung von Feuerschiffen mit der Küste, 
Der gütigen Vermittelung des Kaiserlich Deutschen General-Konsulats zu 
London verdankt die Direktion der Seewarte auf ihre am 22. November v. J. 
unter Hinweis auf die „Nachrichten für Seefahrer“ 1894,.No. 2629, ausgesprochene 
Bitte amtliche Angaben über den Kabelanschlufs englischer Feuerschiffe, Das 
betreffende Schreiben des „Trinity House“ an das General - Konsulat vom 
3, Januar d. J. lautet in der Uebersetzung, wie folgt: 
„Im Auftrage des Board bestätige ich Euer Hochwohlgeboren den 
Empfang Ihres Briefes etc. über elektrische Verbindung zwischen Feuerschiffen 
und dem Lande und über die Einzelheiten des Planes, der vom „Trinity House“ 
für die Verbindung gewisser ihm unterstellter Feuerschiffe mit dem elektrischen 
Telegraphen-System des Landes angenommen ist. 
In Beantwortung desselben bin ich beauftragt, Ihnen mitzutheilen, dafs 
die Verbindung durch ein unterseeisches Kabel vom Lande bewerkstelligt ist, 
das durch eine besondere Art von Wirbel (wie in beifolgender Zeichnung), ein 
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Patent der „Telegraph Construction and Maintenance Company“, in das Feuer- 
schiff geleitet wird. An diesem Wirbel sind vier Mooring-Ketten befestigt, 
welche nach vier in verschiedenen Richtungen ausgelegten Schirm- oder Martins- 
Ankern von je 3 Tonnen Gewicht führen. Die beiden Ankerkeiten des Feuer- 
schiffes werden am oberen Theil des Wirbels eingeschäkelt, welcher frei vom 
Grunde gehalten werden mufs. Das elektrische Kabel führt mit reichlichem 
Spielraum durch ein Loch in der. Mitte des Wirbels, hinauf über den Bug des 
Feuerschiffes und nach einer drehbaren Trommel im Zwischendeck.‘) ; 
Das Schiff kann so herumschwojen, ohne dafs die Mooring-Ketten und das 
Telegraphenkabel so leicht unklar werden. Es mufs noch bemerkt werden, dafs 
die am Grunde scheuernden Theile des Telegraphenkabels häufig erneuert werden 
müssen und daß die schon erwähnten beiden Ankerketten zwischen Schiff und 
Wirbel sehr stark in Anspruch genommen werden. 
Dieses System ist in Gebrauch bei vier Feuerschiff-Stationen des „Trinity 
House“, nämlich: Goodwin (North Sand Head) am Nordende von Goodwin 
Sands, Shipwash und Kentish Knock bei der Einfahrt in die Themse und Haisbro 
1) Die hier im Text geschilderte Ausführung stimmt mit der Zeichnung D, wenn man sich 
anten vier statt der drei Schäkel denkt, 
Ann. d. Hydr. ete., 1895, Heft I.
	        
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