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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

Magnetische Beobachtungen. in dem deutschen Küstengebiete im Jahre 1893. 83 
Als Mittelwerth. ergiebt. sich aus den Beobachtungen mit beiden. Magneten 
der Werth. für die angegebene Epoche 0,18004C.6.8. Aus den Ablenkungs- 
Beobachtungen allein erhält man für die ‚angegebene Epoche den Werth 
0,18000 C. &. 8. Mit Beziehung auf die Letzteren ist .zu bemerken, dafs bei der 
Ableitung derselben die Werthe von u, wie sie sich aus den unmittelbar vorher- 
gehenden vollständigen Beobachtungen ergeben. hatten, ‚benutzt worden; sind. 
‘Der Werth: der Horizontal-Intensität‘ im Kompafs-Observatorium der See- 
warte‘ war für 1892,6 zu 0,17956 C. G. S. "abgeleitet worden. Danach würde sich 
die Zunahme, - auf ein ‘Jahr “berechnet; auf. 0,00051 C:'G:; S.‘ stellen.‘ Aus dem 
Bericht über das Jahr 1892 ergiebt sich gegen das vorhergehende Jahr (1891,5) 
eine sehr unbedeutende Zunahme - der- Horizontal-Komponente. “Zwischen 1890,5 
und 1891,5 ergiebt sich eine Zunahme, von .0,00013, woraus gefolgert . werden 
könnte, dafs. die Zunahme der Horizontal-Komponente. zwischen den ‚Jahren 
1890,5. und 1893,5. im Mittel etwa‘ 0,00021 C, G. S.. betrüge,‘ ein Werth,.-der in 
Anbetracht der. Thatsache, dafs wir uns gegenwärtig. in Norddeutschland in der 
Nähe..eines Wendepunktes in Beziehung auf das in Frage. stehende Element des 
Erdmagnetismus befinden, noch um ein Erhebliches zu .grof. sein dürfte, ‚weshalb 
die Bestätigung aus. den Beobachtungen benachbarter Observatorien noch zu 
erbringen sein wird. (Siehe weiter unten.) 
Rostock. ‘Der Direktor der Navigationsschule Herr. Dr.: Wiese‘ hat die 
magnetischen. Beobachtungen unter denselben Bedingungen, wie diese schon. öfter 
erläutert sind (vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“ 1892, Seite 5, 1893, Seite 11), während 
des. Berichtsjahres ‚durchgeführt. ‘Die Verwendung von Nadel l und II bei jeder 
einzelnen Bestimmung ist auch in diesem Jahre beibehalten, ebenso die Zeit der 
Beobachtung ungefähr zur Zeit des Minimüums am Vormittage und des Maximums 
am Nachmittage. N 
4. Die unten folgende erste Reihe giebt ‚das Mittel aus den direkten Beob- 
achtungen, die zweite jene, welche nach der Wilhelmshaven-Periode auf Tages- 
mittel redueirt sind.- 
“ 1893 
11° 56° W, 1° 3,7 W, 
„1° 3,2‘ W, ıl° 1,2°W. 
„1° 46 W, 11° 3,4 W. 
11° 50‘ W, 11° 3,5 W. 
11° 6,0‘ W, 1° 52 W, 
11° 5,8‘ W, 11°; 5,0 W. 
11° 10‘ W, 10° 59,0 W 
10° 59,7‘ W, 10° 58,1’ W. 
11° 04 W, WR W, 
45 8‘ W, : 6 05 W., 
11° 3,31‘ W,, » 11° 1,84 W. 
„Da die. Mittelwerthe für 1892 zu 11° 8,4‘ bezw. 11° 6,6‘ gefunden sind, 
so würde sich die Aenderung zu 5,1‘ bezw. 4,8‘ abnehmend ergehen. - 
‘ Barth. Die von dem Navigationslehrer Herrn Skalweit in den unten 
aufgeführten Monaten angestellten Beobachtungen haben folgende‘ Mittelwerthe 
ergeben: a3 
18 
Beobachtungen, 'd. 
Januar 1—16 d = 10° 5341’ W 
Juni - ‘ 14-—30 © ‘10° 50,65‘ W. 
Juli‘ = 1—21 7‘ 10° 50,80‘ W; 
September — "10° 50,53‘ W. 
Oktober — 10° 50,12‘ W. 
1893,50 = 10°,51,10. W.. 
Der entsprechende Werth. für 1892,5° betrug 10° 558‘ W,- die jährliche 
Abnahme also 4,7. “00 . 5 
_ In der Zeit vom ' 14; Juni. bis 16, Juli 'sind einige Reihen von Inklinations- 
Bestimmungen vorgenommen, .die als‘ Mittel 67° 57,1‘ ergeben haben. Da, die 
Inklination‘ im Vorjahre zu 67° 56,3‘ bestimmt ist, ‚so‘ würde- sich. danach‘ eine 
jährliche Zunahme’ von 0,8‘ ergeben.
	        
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