accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

Die Witterung an der deutschen Küste im. Januar 1894. 
Stat. 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
Hu 
1 WNEINEIENE/E ‘ESE!SE|SSE!S ISSW| SW |WSWI W |WNW [NW |NNw [Stille 
Bork. 
Wilh,. |. ‚4 
Seit. 10 | 1.1 
Jam; F4') 492 
BB 
nf 
KA) 
MY 
3 
3 
0 
® 
A 
= 
* 6 
17 17] 
6 
3 
6 
0 
I a4& 
122 
24: | 3 
11 | 
10 
io 
[9 
Kiel: 0 
Wus, {1 
Swi. [0 
2 
16 
19 
S 
eo 
WR 
1° 
I 
18 | 
12 
13 | 5 
4 
AL 
Züg. | 2-/- 01,1 3112 13 2 6 | 26 15-4. 3 a 2. 0. 
Neu. | 2].0 111.9 0 0 8] 427 11 ).261 9 | 4 9[513 | 
Mem. {1]| 412] 2|0[ & 20 | 17 8 | 7|15| 6]5|0'0| 01 
Mittl.. 
Windstärke 
(Beaufort) 
82[2p 18» 
3,9 3,8 14,1 
4,5| 4,1 18,5 
3,0 2,9 8,1 
3,51 2,7 13,0 
3,4| 3,5 |3,% 
3,5/ 8,7 :. 
4,5| 4,4 14,3 
253432 
2,512,5 2,1 
3,5/3,5 |3,5 
79 
Die "Monatsmittel der‘ Temperatur‘ werden für September bis April als Mittel aus 
Hs (8:8. + 2'p. +8 p:) und 1/2 (8 a, + 8 p.), für‘ die Monate Mai bis August als Mittel aus 
I/a (Max, -+ Min) und 1/2 (8 a. +8 p.) berechnet, wo 8 a., 2 p., 8 p., Max: und -Min.. der Reihe nach 
jas Mittel der Temperatur um 8 a., 2p., 8p., bezw. der täglichen. Maximum- und Minimum- 
Temperatur bedeuten. - Die übrigen Mittel sind als arithmetische Mittel aus den je drei Termin- 
werthen abgeleitet. Sa . 
Die Temperaturänderungen von Tag zu Tag bedeuten die mittlere: Veränderung. der 
Temperatur für Zeiträume von 24 Stunden ohne Rücksicht auf das Vorzeichen. ‘.‘ 2 N 
‚Die Tage :mit Niederschlag werden gezählt auf Grund der Angaben des. Regenmessers, 
ohne Rücksicht auf die Natur der Niederschläge. „A . 48 
‚Von den vieljährigen Mitteln beziehen sich die für Temperatur’ und Niederschlag zu 
Grunde gelegten 15 jährigen: auf den Zeitraum 1876/90, die 30jährigen des Luftdrucks auf den Zeit- 
raum 1851/80, während die vieljährigen- Monatsmittel der Windgeschwindigkeit aus:allen. bis 1891 
2inschl.. vorhandenen Anemometer-Registrirungen ‚abgeleitet wurden; hierbei kamen für Hamburg und 
Borkum die : ersten Jahrgänge Registrirungen nicht in Betracht, da die jetzige Aufstellung der Anemo- 
meter von. der ursprünglichen zu erheblich abweicht, um vergleichbare Werthe zu geben; . 
Als Sturmnorm sind untere Grenzwerthe für die stündliche Geschwindigkeit bei stürmischen 
Winden zu verstehen, welche in Beiheft II des „Monatsberichtes der Deutschen Seewarte, Jahr- 
gang. 1890“ abgeleitet wurden. Als Tage mit Sturm wurden diejenigen Tage gezählt, an welchen 
die ‚mittlere Windgeschwindigkeit im Mittel, mindestens. ‚einer Stunde die betreffende Sturmnorm 
erreichte oder übertraf. ; . 
: Wo Störungen im’ Gange der Anemometer vorkamen, ohne dafs die durchschnittliche stünd- 
liche Geschwindigkeit für. diese Zeit ermittelt. werden konnte, .sind die Monatsmittel. der Wind- 
geschwindigkeiten ‚kursiv ‚gedruckt; die. Daten .der Tage mit derartigen Störungen, an welchen 
stürmische Winde ‚beobachtet wurden, ‚sind, mit. Fragezeichen versehen. oder in Klammer, hin- 
zugefügt, ebenso für Rügenwaldermünde, welches kein Anemometer besitzt. " ° VE 
°” *: Durch‘ kursive Ziffern ‘sind allgemein alle Werthe gekennzeichnet, bei deren Ableitung 
interpolirte oder ergänzte Zahlen mitbenutzt werden mulsten.. ı u + 
Starkes Steigen des Luftdruckes über Nordeuropa leitete zu Beginn des 
Monats eine Periode scharfen Frostes ein. Ein Kern höchsten, 780 mm über- 
steigenden Luftdruckes lagerte am Morgen des 2. Januar über Mittelskandinavien 
und beherrschte bereits die ganze Nordhälfte des Erdtheils; kalte nordöstliche 
Winde führten starke Abkühlung herbei, in ganz Deutschland war über Nacht 
Frost eingetreten, in‘ Memel herrschten bereits‘ 13°° unter Null. Der‘ starke 
Temperaturrückgang war in den ersten Tagen von mäfsigen, an der Nordsee 
geringtügigen Niederschlägen begleitet, dann trat am 4. an der ganzen Küste 
trockene, heitere Witterung ein, welche sich im Osten bis zum 13. und 14. erhielt, 
während an der Nordsee heiteres Wetter.meist nur am 4., 5. und 14. beobachtet 
wurde und an den Tagen vom 8. bis 12. vielfach, am 13. durchweg, bis ein- 
schliefslich der westlichen Ostseeküste Nebel auftrat. 
Indem die Nordostwinde bis zum 4. anhielten und dann eine Drehung 
nach Südost erfuhren, nahm die strenge Kälte schnell zu und erreichte bald am 
5. und 6., in Memel am 4., ihren höchsten Werth, an der Küste betrug die 
gröfste Kälte —23° in Neufahrwasser am 5. Der Frost hielt an der Ostsee bis 
zum 15., an der Danziger Bucht, bis zum 16., an der Nordsee, mit Unterbrechung 
am 11. und 13., bis zum 14. an.  Sturmstärke, 8 bis 9, erreichten die östlichen 
Winde, nach den Beobachtungen an den Signalstellen, nur an den ersten fünf
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.