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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

Knipping: Beaufort’s Windstärke-Skala in Metermal(s. 
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Gleicht man diese Werthe durch eine Kurve aus, welche durch den An- 
fangspunkt O0 geht und sich der Linie AB immer mehr nähert, ohne sie zu 
erreichen, so erhält man nach derselben angenähert: 
Beaufort-Grade 0 1 . 2 34.5 6 7 8 910 11 22 
Meter i. d. Sekunde 0 1 2 4 6 8 10513 16 20 25 325 50 
Grenzwerthe 0515 3 5 . 7 9 11,5 145. 18 225 28 39 vo 
Für die Anemometer der „Gazelle“ und der deutschen Küstenstationen gilt 
bestimmt, für Mauritius und Manila höchst wahrscheinlich der dreifache Sehalen- 
weg als Windweg. 
An Bord 5, M, S. „Elisabeth“, Kommandant Kapt. z. S. von Wickede, 
wurden im Herbst und Winter 1877 im nordwestlichen Stillen Ocean während 
des Verlaufs von vier schweren Stürmen mit demselben Anemometer Beobachtungen 
angestellt. Bei zweien dieser Stürme lag die „Elisabeth“ auf der Rhede von 
Yokohama, *) während der beiden letzten war sie in See. Die Resultate der 131 
Messungen sind in folgender Uebersicht enthalten: 
Beaufort-Grade 0—11 2 2—3 3 3—4 4 4—5 5 5—6 6 6—7 7 7—8 8 8—9 9 9—10 10 10—11 11 11—12 12 
nt a, Sek a} 05 17 — 3,7 — 63 49 45 9,2 8,4 11,5 11,0 13,9 15,3 16,7 19,0 22,0 21,2 23,6 23,8 28,7 31,4 30,8 
Zahl der Beobachtungen 3 3 — 2. — 2 1.2 3 4 7 14 10 15 20 20 8 5 7 1 2 1 
Kurvenwerthe 15 3 4,5 7 8,5 10,5 13,5 165 20 25 
Mittel der 3 kleinsten Werthe BA x ; 9,8 7,1 96 9,712,313,0213 19,7 18,3 
Mittel der 3 gröfsten Werthe } für die Grade 6 bis 10 einschl. { ‚95 122 17% 199201221227 229 28% 
Das Anemometer wurde je 30 Sekunden lang dem Winde ausgesetzt, in 
Zwischenzeiten von ganzen, halben oder viertel Stunden während dieser Stürme. 
Diese Beobachtungen der „Elisabeth“ bestätigen die lange und systematisch 
durchgeführte Reihe der „Gazelle“, sind aber ihrer Kürze wegen oben nicht mit 
benutzt. 
In dem Werke „Geophysikalische Beobachtungen der Plankton- Expedition. 
Von Prof. Dr. 0. Krümmel“ bespricht der Verfasser in dem Abschnitt „Be- 
obachtungen mit dem Anemometer“, S. 20, 21, auch die anemometrischen Be- 
obachtungen der „Gazelle“ und äufsert sich dahin, daß die Bearbeitung der 
letzteren nur mit großer Vorsicht und kritischer Umständlichkeit vorgenommen 
werden könne, also sehr viel Zeit beanspruche. Da nun die „Gazelle“-Werthe 
die Grundlage des Textes oben bilden, mögen die Hauptpunkte der Besprechung, 
so weit sie für den Text in Frage kommen, hier etwas beleuchtet werden. 
Es wird bemerkt, dal die Bestimmungen zwar in extenso, aber nicht auf 
Kurswinkel und Geschwindigkeit korrigirt, veröffentlicht seien. 
Für die im Text benutzte Tabelle „beim Winde“ bedarf es, wie schon 
erwähnt, keinerlei Korrektion. Auffallenderweise wird diese Tabelle, in welcher 
die wichtigsten Vergleichsdaten fertig bearbeitet vorliegen, überhaupt nicht er- 
wähnt, obwohl eine Auswahl und Bearbeitung von „unzweifelhaft gut erscheinenden 
Beobachtungen der »Gazelle«“ vorgenommen wurde. Der Verfasser scheint also 
die Tabelle übersehen oder nicht ernst genommen zu haben. 
Die Windstärke sei vielfach nicht mit einem Skalentheil bezeichnet, son- 
dern in gewissen Grenzwerthen eingeschätzt, die oft die halbe Beaufort-Skala 
umfassen. . 
Aus dem „Gazelle“-Werk wurden zur Probe drei beliebige Seiten heraus- 
gegriffen, mit den Einschränkungen, nur Beobachtungen in See und auf jeder 
Seite auch hohe Windstärken. Eine Auszählung auf Seite 157, 167, 183, höchste 
Windstärken bezw. B 10, 8—9, 8—9, 50 Tage in See, 302 Beobachtungen, ergab 
folgendes Resultat: 
Schätzungen 
in vollen in den Formen 
Beaufort- 0—1 0—2 0—3 
Graden 1—2 ete. 1—3 ete. 1—4 etc. 
Procente 44 50 5 1 Summe 100. 
i) Vgl; diese Annalen 1877, S. 556, 1878, S. 80, und Berichtigung dazu 1893, S. 408,
	        
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