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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 6 (1878)

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Ankerplatz. Schiffe mit einem Tiefgang von 5,5m können auf 6,4 bis 
7,0m Wasser ankern, wenn das Ende der Mole !/a Sm entfernt SO'4L0O peilt. 
Schiffe mit grösserem Tiefgang müssen %/4 Sm entfernt von dem Molenende, 
wenn dieses Ost peilt, ankern; daselbst sind 7,9 bis 8,2m Wasser. Kleine 
Fahrzeuge müssen, wenn sie nicht längsseit der Mole liegen können, 1! Kblg 
vom Molenende entfernt, auf 3 bis 3,7m Wasser ankern, wenn das Molenende 
SSO peilt. Auf die Erleuchtung des auf der Mole stehenden Gasthauses während 
der Nacht kann man sich nicht verlassen, 
Zwischen der Insel Wardang und Rocky Island ist ein Fahrwasser, in 
welchem gegenwärtig 2,7m Wasser sich befinden, welches sich jedoch seit 1867 
so sehr in Richtung und Tiefe verändert hat, dass die Benutzung desselben 
nicht angerathen werden kann; man hat deshalb auch von einer Betonnung 
desselben Abstand genommen. 
2. Hafen Rickaby. 
Beschreibung. Dieser Hafen, in welchem auch eine Mole erbaut werden 
soll, liegt an einem Sandstrand in 34° 40‘ 30“ S-Br, 10 Sm südlich der Spitze 
Gawler. Der Strand, welcher frei von vorliegenden Klippen ist, ist beinahe 
4 Kblg lang; nördlich desselben befindet sich eine grosse Anhäufung von 
Klippen, welche je nach der Gezeit über oder unter dem Wasser sind. Die 
am meisten hervorspringende Stelle derselben ist '/z Sm N'/2W von dem Nord- 
ende des Strandes und 4 Kblg westlich der Hochwassergrenze einer Sandbank, 
Die Hochwassergrenze am Strande erstreckt sich NzW-—SzO, und hinter der- 
gelben erheben sich zwei kahle Sandhügel, von denen der eine 18 und der 
andere 17m über Hochwasser hoch ist. Nordwärts erstreckt sich die Hochwasser- 
grenze nach NO; hinter dieser liegt ein niedriges Ufer, welches mit Casuarinen 
bedeckt ist. Von dem Südende des Strandes erstreckt sich die Küste 3 Kblg 
weit SSW bis zu einer Felsspitze; von letzterer Spitze ziehen sich 1 Kblg weit 
Klippen hin, welche bei Niedrigwasser trocken fallen; 2 Kbly nach Westen der- 
selben sind nur 0,6m Wasser und das äussere Ende des Riffes, auf welchem 
3m Wasser sind, und an welchem nahebei an der Aussenseite 6 bis 6,7m Wasser 
sich befinden, liegt 2!/2 Kblg in West von der Felsspitze entfernt. Südlich des 
südlichen Sandhügels am Strande ist eine Schlucht, durch welche man die Häuser 
von Rickaby von Westen aus sehen kann. Hierauf beginnen wieder Sandhügel, 
von denen der am meisten in die Augen fallende !/2 Sm südlich des Strandes 
liegt, 21m hoch und am Gipfel mit Casuarinen bestanden ist. 
Lothungen. Von dem reinen Sandstrande ist die 5,5m- (3 Faden-) Linie 
im Allgemeinen nur 1% Kblg entfernt. Mehrere felsige Stellen mit 4,9 bis 
5,5m Wasser und von 5,8 bis 7,3m Tiefe umgeben, liegen weiter nach See zu, 
ungefähr 4 Kblg in West vom Strande. Noch weiter hinaus ist der Grund sehr 
unregelmässig, aber nirgends trifft man weniger als 6,‚1m Wasser, und 1 Sm von 
der Küste entfernt findet man 9m Tiefe, 
Segelanweisung. Von Norden kommend. Von 1 Sm südlich der Insel 
Wardang aus, ist der Kurs nach dem noch 10 Sm entfernten Hafen SO!/40. 
Von Süden kommend. Von 1 Sm NW von der Spitze Corny aus, ist der 
Kurs nach dem noch 27!/2 Sm entfernten Hafen NOz0*40, aber ein Schiff darf 
die Spitze Corny nicht eher westlich von SWzW in Peilung bringen, als bis 
dor Berg Gore, welches der höchste Berg im Süden der Spitze Zurton ist, Süd 
peilt, da es sonst nicht das flache Wasser im südlichen Theil der Hardwicke- 
Bucht vermeiden würde. Ein grosses Schiff muss in einem Abstande von 5/4 Sm 
von der Küste auf 7,3 bis 8,2m Wasser ankern, wenn der südliche Sandhügel 
am Strande, auf welchem ein Pfahl steht, Ost peilt. KEin kleines Schiff dagegen 
kann 2 Kblg von der Küste auf 6.4m ankern, wenn der Sandhügel gleichfalls 
Ost peilt. 
Um alle Untiefen zu vermeiden, muss ein Schiff stets so lango wenigstens 
1 Sm von der Küste abbleiben, bis der südliche Sandhügel zwischen ONO 
und SO peilt. Westwärts von dem Hafen ist ungefähr 70 Sın weit freies Wasser, 
so dass, wenn ein Sturm aus dieser Richtung weht, ein Schiff leicht in die 
Lage kommen kann, die Anker zu schlippen, es ist aber genügend Platz vor- 
handen, um unter Segel zu gehen,
	        
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