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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

Wislicenus: Die Küste von Tonkin. 
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ist; man mufs in gutem Abstande von ihr entfernt bleiben. Die Westküste dieser 
kleinen Insel hat Untiefen, die bis 2 Sm von der Küste abliegen. 
In dem Passe, der Chum -lan-shan von Sha-pak-wan trennt, worin man 
Tiefen von 11 bis 16 m findet, liegt eine blinde Klippenspitze ungefähr 2 Kabllg. 
westwärts von dem Inselchen B; auf diese Spitze hat der „Hamelin“ im Jahre 1883 
aufgestofsen. Nach der Kanalseite zu endet die Spitze mit 0,9 m Tiefe. 
Um diese Spitze zu passiren, mufs man den Gipfel des Inselchens Katoi- 
chao links frei von dem Klippeninselchen halten, das auf der französischen Karte 
mit A bezeichnet ist. 
Der innere Ankerplatz. Zwischen Sha-pak-wan und Chum-lan-shan liegt 
für Schiffe mit weniger als 6 m Tiefgang ein gegen Osten und Westen von diesen 
beiden Inseln, gegen Norden von Katoi-chao, Afo-chao und mehreren Inselchen 
geschützter Ankerplatz. Er ist gut bei nördlichen Winden, aber offen gegen süd- 
liche und gegen Dünung aus Süd. Man gelangt auf diesen Ankerplatz durch den 
Kanal von etwa !/2 Sm Breite, der die Südwestspitze von Choum-Jan-shan von 
einem ostwärts von Sha- pak -wan liegenden Inselchen trennt. Man steuert 
NNW, wobei man sich vor den Spitzen hüten mufs, die durch brandende Klippen 
auf 3 Kabllg. verlängert werden, sowie vor der spitzen Klippe, die schon erwähnt 
wurde. Man ankert auf 8 bis 10 m Tiefe nordwestwärts von dem Inselchen, in 
dessen Nähe die spitze Klippe liegt. 
. Man kann auf offener Rhede ostwärts von Choum-lan-shan und westwärts 
von Sha-pak-wan ankerın. ; 
Gezeiten. Das Hochwasser bleibt gegen das bei Do-Son hier um ungefähr 
2h 8”. zurück. Die Ströme sind in.ihrer Richtung sehr veränderlich, 
Die Inseln Lo-Shu-Shan. Diese Gruppe hat drei gröfsere Inseln: Tai- 
Shan-tao, die südlichste, von mittlerer Höhe, scheint frei von Gefahren zu sein; 
Im- Shan, weniger hoch als. die vorige, deren Ränder besonders im Osten und im 
Westen mit Gefahren umgeben sind, und Lo-Shu-Shan, die gröfste und nördlichste 
Insel der gleichnamigen Gruppe. 
Lo-Shu-Shan hat mehrere Gipfel, deren gröfster 187 m hoch ist. Die Insel 
ist an ihrer Nord- und Ostküste mit Gefahren besetzt; an der Ostseite hat der 
„Pluvier“ auf eine bei Springtide-Niedrigwasser in die Wasserlinie kommende 
Bank gestofsen. Man kann unter der Südwestküste der Insel auf 13 m Tiefe, 
Grund schlickiger Sand, ankern; dort findet man leidlichen Schutz während des 
Nordostmonsuns. 
Das Riff Sam-Ha-Pai (die drei Zähne) liegt etwas mehr als 5 Sm in ONO 
von Lo-Shu-Shan. Es hat thatsächlich drei Spitzen, wovon eine bei Springtide- 
Niedrigwasser in die Wasserlinie kommt, während die anderen beiden gleichzeitig 
0,2 und 1,1'm trocken fallen. Auf einer vierten Spitze, die nicht trocken fällt, 
hat man 0,3 m gelothet. Diese Spitzen fallen ringsherum steil ab und liegen 
ungefähr 200 m voneinander entfernt. 
Die Deckpeilung der Klippe westwärts von Tai-Shan-tao mit der Ostspitze 
von Im - Cham führt nordwestwärts von dem Riffe frei; trotzdem thut man gut, 
uam jenes Riff in SO zu lassen, diese Deckpeilung offen zu halten, weil man in 
dieser Entfernung die Klippe westwärts von Tai-Shan-tao nicht deutlich genug 
erkennen kann, um sie genau in der Deckung mit der Spitze halten zu können. 
Brandung hat man 1 Sm südwärts von San-Ha-Pai gemeldet. 
Gezeiten. Auf den Inseln Lo-Shu-Shan bleibt das Hochwasser ungefähr 
um 30 Minuten gegen die Hochwasserzeit von Do-Son zurück; das Niedrigwasser 
tritt ungefähr 2 Stunden früher ein. Der gröfste Fluthwechsel beträgt 4 m. 
Vom Kap Pak-long bis zur Strafse von Hainan. 
Das Kap Pak-long. Dieses Kap, 13 Sm in ONO von Tsieng-mui-tao, ist 
ein sehr auffälliger Vorsprung des Hochlandes, das die Sandbänke und die Gegend 
westwärts davon nach Osten zu begrenzt. Hinter dem Kap erhebt sich ein 
Gebirgszug von 1500 bis 2000 m Höhe. Untiefen verlängern das Kap seewärts 
2 Sm nach Süden hinaus.
	        
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