accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

52 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1894. 
auf Ersteren und 580 auf Letztere. Diese war vorzugsweise auf dem westlichen 
and mittleren Theil des Beobachtungsfeldes beschränkt; auf dem nordöstlichen 
vergleichweise selten. Die Dünung aus dem südwestlichen Viertel ist mit 40% 
für die westliche und 49°, für die östliche Gebietshälfte die häufigste, dann 
folgen die südöstliche mit bezw. 33 %%o und 32 9%, die nordöstliche mit 22 % 
and 19 % und die nordwestliche mit 5°. Letztere ist allein auf der westlichen 
Seite vorgekommen. Die größte Häufigkeit der Dünung besteht im Winter, 
dann wird dieselbe in der Reibenfolge: Frühling, Sommer, Herbst geringer. 
Die nordöstliche Dünung herrscht besonders auf der östlichen Hälfte des in Frage 
stehenden Meerestheils, und zwar im Sommer. Im Westen kommt dieselbe selten 
vor. Im Winter sind im Osten Südost- und Südwest-Dünungen überwiegend, 
Letztere aufser im Winter auch im Frühling auf der Westhälfte des Beobachtungs- 
ebietes. 
5 Die mittlere Jahrestemperatur der Meeresoberfläche des ganzen Gebiets 
beträgt 22,6° und ist demnach 0,9° höher als die der Luft. Die mittlere Monats- 
temperatur derselben erreicht mit 24,6° im Februar ihren Höhepunkt, ‚die 
niedrigste (20,5°) fällt in den Monat August. Es ist also im Allgemeinen eine 
Zunahme der Meerestemperatur von September bis Februar, eine Abnahme von 
März bis August vorhanden, übereinstimmend mit dem Verlauf der mittleren Luft- 
temperatur. Dahingegen bleibt der Eintritt der höchsten und der niedrigsten 
mittleren Monatstemperatur der Meeresoberfläche der Abschnitte h und a einen 
Monat hinter demjenigen der Lufttemperatur zurück. Auf den drei westlichen 
Abschnitten hält sich die mittlere Jahrestemperatur der Meeresoberfläche auf 20,8°, 
dann erfolgt eine sich steigernde Zunahme bis 26,7° im Abschnitt h. Im Sommer 
sinkt dieselbe von der Küste nordostwärts bis nach 165° O-Lg, dann steigt sie 
bis zur Grenze des Beobachtungsfeldes. In den anderen drei Jahreszeiten ist 
von der Küste Australiens bis zu den Samoa-Inseln eine ununterbrochene Zu- 
nahme der mittleren Meerestemperatur vorhanden. 
Das absolute Maximum von 32,0° ist im Monat Februar im Abschnitt g, 
das absolute Minimum von 14,0° im Monat August im Abschnitt a beobachtet. 
Die mittlere Strömung hat am häufigsten eine Richtung zwischen Süd und 
West, nämlich 45 %o derselben; dann folgen der Reibe nach Süd-—Ost mit 23 °%, 
Nord—West mit 17 % und Nord—Ost mit 15 °/o. 
Die nordöstliche Strömung (zwischen Nord und Ost) vertheilt sich ziemlich 
gleichmäßig über das ganze Gebiet und tritt am häufigsten im Winter auf, die 
südöstlichen und südwestlichen Strömungen kommen von Australien bis nach 
170° O-Lg fast mit gleicher Häufigkeit vor, weiter nordostwärts ist Erstere selten, 
Letztere oftmals vorhanden. Die Jahreszeiten für südöstliche Ströme sind be- 
sonders Winter und Frühling, südwestliche sind vorzugsweise im Sommer beob- 
achtet. Die nordwestliche Strömung erscheint am meisten zwischen 170° O-Lg 
und 175° W-Lg, und zwar besonders im Sommer und Herbst. In der Nähe der 
australischen Küste ist diese Strömung selten, zwischen den Tonga- und den 
A hat sich eine mittlere Strömung nach dieser Richtung gar nicht 
ergeben. 
Allgemein läfst sich der Satz aufstellen, dafs auf der südwestlichen Hälfte 
des Beobachtungsfeldes die Strömung hauptsächlich nach dem östlichen Halb- 
kreise, auf der nordöstlichen Hälfte desselben nach dem westlichen Halbkreise 
gerichtet ist. 
Ein 
Beitrag zur Entwickelungsgeschichte der aulsertropischen 
Cyklonen, 
Von E. KNIPPING. 
Die deutsche Bark „Dorothea“, Kapt H. Th. Möller, erreichte auf einer 
Reise von Corinto nach Havre im Jahre 1890 die polare Grenze des Südost- 
passates im Stillen Ocean am 26. April in 29° S-Br, 106° W-Lg, etwa 150 Sm
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.