accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

Wislicenus: Die”Küste von Annam. 
dem wird dieser Kanal mit Vorliebe von den Schiffen benutzt, die gegen den 
Monsun andampfen, weil sie darin schwächeren Strom und geringeren Seegang 
finden, und weil die Platte Britto für Schiffe mit grofsem Tiefgange gefährlich ist. 
Die Bank Britto. Die Bank ist nach einem portugiesischen Kapitän 
benannt, der darauf strandete; sie liegt 10Sm von der Küste und hat etwa 
1'/a Sm Durchmesser. Auf der Bank Britto sind mitten zwischen 4 bis 5 m- 
Stellen zwei Spitzen mit nur 3m, deren eine an der Westkante und deren 
andere an der ÖOstkante der Bank liegt; eine dritte Spitze mit nur 2,5 m Tiefe 
liegt beim Südende der Bank, ganz dicht an der 10 m-Grenze. Rings um die 
Bank herum findet man 11, 15 und 17 m Tiefe, 
Der Berg Tai-ku ist, wenn man ihn sehen kann, eine gute Landmarke, 
um westwärts oder ostwärts von der Bank Britto zu passiren; die Kuhinsel 
dient ebenfalls demselben Zwecke. Doch um nordwärts oder südwärts von der 
Bank zu bleiben, giebt es keine andere Landmarke als den Gipfel von Ba-ke; 
ihn mufßs man südwärts von West halten, um nordwärts von der Bank zu passiren, 
und nordwärts von N 80° W, um südwärts von der Bank zu bleiben. 
Zwei Heultonnen wurden 1892 an den nordöstlichen und nordwestlichen 
Rändern der Bank Britto ausgelegt. Die nordwestliche Tonne wurde einige 
Monate später vom Seegange vertrieben, und die nordöstliche Tonne verschwand 
1893. Wenn sie auch wieder ersetzt sind, so kann man doch nicht mit Sicherheit 
auf die Lage der Tonnen rechnen. 
Segelanweisung. Wenn man seewärts von der Bank Britto passiren 
will, so mufs man 15 Sm vom Lande entfernt bleiben, sobald man querab von 
dieser Gefahr ist; man darf dabei nicht auf kleinere Tiefen als 31m kommen. 
Da man gezwungen ist, sich so weit vom Lande entfernt zu halten, dafs man 
die Landmarken nicht mehr erkennen kann, so ist man nicht im Stande, wenn 
man seewärts von der Bank passirt, den Augenblick genau zu erkennen, wo man 
rei von den Gefahren der Bank ist. Deshalb thun die Schiffe, die vom Kap 
Saint-Jacques herkommen oder die vom Osten kommend auf dieses Kap zulaufen, 
zut, die Durchfahrt im Norden von der Bank zu wählen; jedoch thut man klug, 
nur bei Tage diesen Kanal zu benutzen. 
Von Westen kommend. Wenn man das Kap Tiwan in einem Abstande 
von 4 Sm passirt hat, steuere man ungefähr rw. N 75° 0, um aufßserhalb von den 
kleinen Untiefen zu bleiben, die vor der Küste und etwa 6 Sm in SSW vom 
Kap Ba-k6 liegen. Auf diesem Kurse findet man ziemlich regelmäfsige Tiefen; 
weiter nordwärts würde man Untiefen haben, die man vermeiden mufßs. Wenn 
man den Gipfel vom Kap Ba-ke Nord peilt und ungefähr 7 Sm davon entfernt 
ist, drehe man ungefähr auf den Kurs rw. N 65° 0. Ohne zu sehr auf die Tonnen 
der Bank Britto, falls sie überhaupt ausgelegt sind, zu rechnen, lothe man oft, 
bis man die Kuhinsel in rw. N'4O in Eins mit den Bergspitzen nordwärts von 
dieser Insel hat. Man ist dann auf Tiefen von 14 bis 16 m; man drehe nun auf 
N 55° O0, wobei man nicht versäume, darauf zu achten, dafs der Bug etwas rechts 
frei von der Spitze Ke-ga sein muß. Wenn in diesem Augenblicke die Tiefe 
auf 18 bis 19 m zunehmen würde, so wäre man der Bauk Britto zu nahe, und 
man müfßste mehr nordwärts halten. Wenn man dagegen, ehe man den Meridian 
der Kuhinsel erreicht, Tiefen von 11 bis 12 m finden würde, so wäre man der 
Bank zu nahe, die vor der Küste liegt. 
Von Osten kommend. Wenn man in etwa 2 Sm Abstand die Spitze K€-ga 
passirt hat, steuere man rw. S 55° W und vermeide dabei, die Spitze ostwärts 
von NOzO zu peilen; mit diesem Kurse suche man die Tiefe von 14 bis 15 m 
auf, die man finden wird, wenn die Kuhinsel NNW peilt; ınan halte sich auf 
diesen Tiefen, wie vorhin beschrieben worden ist. Die Bank Britto ist passirt, 
wenn die Insel im Norden bleibt und die Bank von 5,5 m vor der Küste, wenn 
dieselbe Insel zw. N 35° O peilt. Man manörrire nun so, dafs man 7 Sm südwärts 
vom Kan Ba-ke und dann 4 Sm vom Kap Tiwan bleibt. 
Pulo Cecir de Mer und Pulo Sapate sowie die Bank Holland sind 
im englischen „China Sea Directory“ von 1889 ausführlich beschrieben.
	        
No full text available for this image
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.