Die Witterung an der deutschen Küste im November 1894.
469
Niederschlag, mm
Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit
Stat.
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Datum der Tage
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Stat.
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
Mittl.
Windstärke
(Beaufort)
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Tal. die Erläuterungen bei der Januartabelle, Seite 79,
Bei hohem mittlerem Luftdruck verlief der Monat mild und trüb, in der
ersten Hälfte reich an meist geringfügigen Regenfällen, in der zweiten Hälfte
vielfach nebelig und sonst vorwiegend trocken, mit häufig starken, doch selten
stürmischen Winden,
Fast bis Monatsschluß erhielt sich im hohen Nordwesten über dem Ocean
niedriger Luftdruck, welcher seinen Wirkungskreis theils unmittelbar, theils durch
Vermittelung von Theilminima nach Europa ausdehnte, und zeitweise die Witterung
fast des ganzen Erdtheils beherrschte. Die Küste befand sich am 3. bis 16.
sowie 20. bis 21. im Bereich des Depressionsgebietes, zu Anfang des Monats
jedoch, wie vom 17. bis 19. und 22. bis 27. im Gebiet von Russland westwärts
vordringenden hohen Druckes, in den letzten Tagen aber wieder im Bereich eines
über Lappland wandernden tiefen Minimums.
Am 1. war das Wetter an der Küste trocken, vielfach heiter, die Morgen-
temperaturen lagen, wie noch am 2. unter der Normale, dann trat regnerisches
und mildes Wetter ein.
Die Morgentemperaturen überschritten am 3. die Normale und blieben
mit vereinzelten Ausnahmen über derselben bis Monatsschlufs, ausgenommen
am 26. bis 28. Während der Herrschaft der Depression regnete es vom 3, bis
L3. fast täglich, jedoch von geringem Betrage, an der Nordsee und westlichen
Ostsee auch noch am 14, und 15. In grofser Ausdehnung trat Nebel an der
Küste am 3., 7. und 11. auf, Die Winde wehten vielfach stark, zumal unter
dem Einfluß der Theilminima, doch wurden in der ersten Dekade stürmische
1) Das Anemometer in Neufahrwasser funktionirte unvollkommen und lieferte einen zu
niedrigen Werth im Monatsmittel.
2) Vgl. Fußnote S. 355.