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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

462 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1894, 
wärts, aufserhalb des Stadtgebietes liegen mehrere Düngerfabriken, an deren 
Magazine die Schiffe oft ausladen. Der Fluß hat hier viele kurze Biegungen. 
Die Verholung der Schiffe im Hafen besorgt ein kleiner Dampfer, dessen 
Kapitän zugleich die Lootsendienste dabei verrichtet. Die Eigenthümerin dieses 
Schleppers, der auch mit grofsen Saug- und Druckpumpen versehen ist, nennt 
sich die Diamond Salvage & Wrecking Company; sie hat außerdem zwei 
Schwimmkrähne mit Dampfbetrieb, von denen der kleinere oft zum Löschen von 
Ballast sowie zum Aus- und Einnehmen von Ladung benutzt wird. Die Trag- 
kraft des gröfseren wird wohl nicht ganz 10 Tonnen erreichen. 
Unser Schiff war zu */6: Pence mit 5% per Pfund Baumwolle befrachtet, 
und hatten wir für Pressen, Stauen, Werftbenutzung und Markiren pro Ballen 
1,08 Doll. zu bezahlen. Dies ist immerhin billiger als in anderen Häfen der 
Vereinigten Staaten, wo man meistens 1,20 Doll. dafür zu zahlen hat. Es wird 
auch gut geprefst und gestaut in Wilmington, so dafs dieser Ort bei gleichen 
Frachtraten den Vorzug verdient, da auch bis zu 10° mehr Baumwolle ein- 
genommen werden soll. Für Stauen von Harz wird jetzt 4 Cents pro Fafs 
gerechnet, da die Stauer eine Vereinigung unter sich abgeschlossen haben. 
Terpentin kostet 6 Cents. Für Ballastlöschen zahlt man 10 Cents pro Tonne 
an Krahngeld, Die Steine kann man mitunter verkaufen, sonst, doch frei aus 
dem Schiffe genommen, abgeben. Steine kosteten uns, ins Schiff geliefert, 
1,15 Doll., von der Werft durch die eigene Mannschaft übergenommen, 0,75 Doll. 
die Tonne. Zur näheren Information lasse ich unsere Unkostenrechnung folgen: 
Einkommend mit Kainit von Stettin: 
Zollpapiere 3,17 Doll., Hafenmeister 3 Doll. ..... 
Löschen mit Krahn 126,31 Doll., 40 Tonnen Ballast 46 Doll. 
Lootsengeld ein (16’/2 Fuß) 113,00 Doll., nach See . . 
Dampfer ein und aus 199,25 Doll., im Hafen 48 Doll. . 
Depesche an den Rheder 1,55 Doll., Werftgeld 12 Doll. 
Quarantänekosten in Southport . . . ... 
Protest 2,00 Doll., Einklarirung 10 Doll... . 
6,17 Doll. 
172,31 
113,00 
247,25 ,, 
= 1355 
= 3500 
= 1200 » 
Summa 597,28 Doll. 
65,70 Doll. 
17,44 , 
18,00 ‚, 
30,94 
442,32 
=— 3543,48 , 
= 8105 
= 6646 
= 9750 
Summa 4362,89 Doll. 
Sämmtliche Unkosten 4960,17 Doll. 
Die ausgehende Ladung bestand aus 3281 Ballen im Gewicht von 
1 585 888 engl. Pfund. 
Ausgehend mit Baumwolle: 
Lootse nach See (13'/2 Fuß) 63,00 Doll., Zollabgabe 2,70 Doll. 
Konsulat 14,94 Doll., Kleine Sache 2,50 Doll. . 
Notar, Hospital und Doktor . . 2... 2.0... 
Wasser 14,00 Doll., diverse Depeschen 16,94 Doll. 
2'/a °/o Befrachtung und 2'/2 °% Adresse . 
Pressen, Stauen ete. . ...... 
Kommission auf Vorschufs 214% . 
Assekuranz auf Vorschufßs 2% . . .. 
130 Tonnen Steinballast von der Werft . 
Von Valparaiso über Callao nach Honolulu. 
Aus dem Reisebericht S. M. S, „Arcona“, Kommandant Kapt. z. S. HOFMEIER. 
(Hierzu Tafel 7.) 
Während der Dauer der Reise von Valparaiso nach Callao (7. bis 
13, Juli 1894) war der Wind Süd bis SSE, nur am 11. Juli in ca 19° S-Br 
und 75,5° W-Lg überwiegend ESE und am folgenden Tage, 60 Sm vom Lande, 
während einiger Stunden östlich. Die Windstärke ging von 7 am ersten Tage 
auf 5 herunter und blieb stetig bis zum 12. Juli, an welchem Tage der Wind 
bis auf 3 abflaute.
	        
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