Fulst: Methoden zur Berechnung der Höhe eines Gestirns,
5
4;
sin z ,
dz =— sin (g — 0) * 0,5
Man umgeht diesen Fehler am besten dadurch, dafs man von vornherein
die. Breite um 1‘ verändert, wodurch, zumal bei geringen Höhen, ein nur un-
bedeutender‘ Fehler entsteht.
12. — Hiermit dürften diejenigen Methoden, die eine rein logarithmische
Berechnung zulassen, ziemlich vollständig aufgeführt sein. Es giebt nun noch
andere, die aufser den gewöhnlichen Logarithmentafeln noch besondere Tafeln
für den natürlichen Sinus und Cosinus oder den natürlichen Sinusversus erfordern.
Die eine Methode benutzt direkt die Grundgleichung
sinh = sin # sind + cos # cos d cos t
die andere die Gleichung
sin h == cos (g — d) — 2 cos g cos d sem t
und die dritte die Gleichung
vers z = vers (pp — 0) + 2 cos p cos d sem £
Ueber diese Methoden ist nicht viel zu sagen. Sie geben alle drei
brauchbare Resultate. Bei den beiden ersten Methoden muß die Rechnung
auf 5 Decimalen durchgeführt werden, so dafs ein Einschalten nicht zu umgehen
ist. Grofse Höhen lassen sich trotzdem‘ nur ungenau bestimmen. Die letzte
Gleichung giebt bessere Resultate und erfordert nur eine Rechnung mit 4 Deci-
malen, so dafs man hier ein Einschalten während der Rechnung vermeiden kann.
Welche von diesen vielen Methoden eignet sich am besten zum Gebrauch?
Bleibt man bei der Forderung stehen, dafs die Methode unter allen Umständen
eine Rechnung auf ganze Minuten erlauben soll, so bleibt nur die Wahl zwischen
wenigen (Art. 2, 4, 7, 8, 10), unter denen sich nicht eine befindet, die eine
Rechnung mit vierstelligen Logarithmen zuläfst, und die alle selbst noch beim
Gebrauch fünfstelliger Logarithmen für gewisse Höhen ungenaue Resultate geben.
Unter diesen Methoden zeichnet sich besonders die in Art. 4, ohne an Genauig-
keit hinter den anderen zurückzubleiben, durch besondere Einfachheit aus, wes-
halb sie vor allen übrigen den Vorzug verdient.
Will man aber die Rechnung mit weniger als fünf Decimalstellen durch-
führen, so muß man zwischen einer der drei Methoden 5, 6 und 11 wählen.
Bei allen dreien darf man nicht auf ganze Minuten rechnen, wenn @ — d sehr
klein ist. Da man aber bei der Rechnung nach den beiden ersten Methoden
weniger in der Logarithmentafel zu blättern hat, und da sich hier das Einschalten,
wenn es erforderlich ist, bequemer und genauer bewerkstelligen läßt (log tg x
and log sec x haben in diesem Falle nahezu dieselben Unterschiede), so würde
ich jenen beiden Methoden den Vorzug vor der letzteren geben, zumal wenn
man die in der Fußnote zu Art. 5 angegebene Formel benutzen kann, da sich
dann die Berechnung weit einfacher gestaltet.)
+) Welch’ schlechte Resultate die Methode 11 ergeben kann, selbst wenn man die Rechnung
auf Zehntelminuten durchführt, zeigt folgendes Beismniel:
; = S5st 29m 478
= 8°45N
d= 8°40 N
m aa
log sem = 3,63776
log cos == 3,99492
log cos = 9,9950L.
log cosec = 12,83730
log 32 =- 0,30103.
log tg = 12,76602 .
log tg = 6,85281
log tg = 12,99668
8 = 9,84949
ia = 40° 3,7 log tg = 9,92475
ı = 80° 7,4
a = 9° 52,6!
54,0'
- BA Br
=
1 (e )=
In Wirklichkeit ist die Höhe 8° 42,4‘, so dafs man durch obige Rechnung dieselbe um
mehr als 1° fehlerhaft erhalten hat.