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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1894,
als ein scharf begrenztes Band, welches nach und nach verblafste und verschwand.
Der Schweif hatte erst die Gestalt eines Bandwurms und nahm später die eines
fliegenden Nebelstreifens an. Mit dem bewaffneten Auge blieb die Erscheinung
noch etwas länger als eine leuchtende Wolke erkennbar.
2. Nichtvrorhandensein der Mc Cluer-Untiefe im südlichen Ein-
gange der Djilolo-Passage, Kapt. H. Wächter vom Schiffe „Philadelphia“
schreibt am 1. Januar 1893 in seinem meteorologischen Journal: „Passirten um
2 Uhr nachmittags, bei mäfsigem Nordnordwestwinde und klarem Wetter auf
B. B.-Halsen bei dem Winde segelnd, die Stelle, an der in der Karte von James
Imray & Son „Eastern passages to China and Japan Chart No. 5,“ etwa
10 Sm im 0ONO0'/40 von der Insel Pisang die Untiefe Mc Cluer eingetragen ist.
Trotzdem wir die Kekik- und Pisang-Insel stets in Deckung hielten und uns
somit auf der Linie befanden, die nahe an der Mc Cluer-Untiefe vorbeiführt,
waren doch keine Anzeichen irgend welcher Art von flachen Wasser wahr-
nehmbar. Dahingegen konnten wir später, nachdem wir über den anderen Bug
gegangen waren, die Brandung auf der Dukes-Bank in einer Entfernung von
mindestens 2 Sm sehen.“ In dem „Indian Archipelago and China Directory,“
von Findlay, dritte Auflage, London 1889, ist die Untiefe Mc Cluer noch angegeben,
doch als zweifelhaft, während sie in der bis 1887 verbesserten Britischen
Admiralitäts-Karte No. 942A nicht mehr aufgeführt ist,
Eingänge von meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen
Seewarte im Monat Dezember 1893.
1. Von Schiffen der Kaiserlichen Marine.
S. M. Schiffe und Fahrzeuge:
1. „Württemberg“, Kommandant Kapt. z. S. Fischel. Geführt in heimischen
Gewässern,
2. „Bussard‘“, Kommandanten Korv.-Kapts. Gertz und Flichtenhöfer.
Geführt in heimischen Gewässern und auf der australischen Station.
3. „Falke“, Kommandanten Korv.-Kapts Stiege und Becker. Geführt
auf der westafrikanischen Station.
4. „Sperber“, Kommandanten Korv.-Kapts Fofs und Fischer. Geführt
auf der australischen Station,
2. Von Kanffahrteischiffen.
a. Segelschiffe:
1. Bremer Vollschiff „/Fidelio“, Kapt A. Barenborg. Fair Island —New
York, 1/7—153/8 1893, 43 Tage. Philadelphia— Gibraltar, 19/9— 18/10 1893,
29 Tage.
5 Bremer Bark „Elisabeth Rickmers“, Kapt. J. Heins. Lizard—Diamond
Island, 11/1—28/4 1893, 707 Tage. Rangoon-— 45° N-Br in 16° W-Lg, 25/5—
24/9 1893, 122 Tage.
3. Hamburger Bark „Oscar“, Kapt. G. Piltz. Lizard—Sydney, 29/7—
8/11 1892, 102 Tage. Sydney—Jaluit (Marshall-Inseln) 8/12 1892—15/1 1893,
38 Tage. Jaluit—Ponape (Carolinen-Inseln) 27/2—3/3 1893, 4 Tage. Ponape—
Yap (Carolinen-Inseln), 11/3—19/3 1893, & Tage. Yap--Singapore, 4/4—18/5
1893, 44 Tage. Singapore—Lissabon, 5/7—14/11 1893, 132 Tage.
4. Bremer Bark „Paul Isenberg‘‘, Kapt. J. C. Biet. 50° N-Br—Honolulu,
10/6 —30/9 1898, 172 Tage. Honolulu — San Francisco, 21/10 — 8/11 1893,
18 Tage.
5. Bremer Bark „Paul Rickmers‘“, Kapt. 0. Tack. 50° N-Br—Lombok-
Straße, 29/1—20/5 1893, 171 Tage. Lombok-Straße — Makassar, 20,5—28/5
1893, 8 Tage. Makassar—Diamond Island, 29/6—21/7 1893, 22 Tage. Bassein
—Lizard, 9/8—26/11 1893, 109 Tage,
6. Bremer Vollschiff „Siam“, Kapt. A. Garlichs. 50° N-Br-—Callao,
27/3—16/6 1892, 81 Tage, Callao — Juan de Fuca-Stralße, 31/8 —29/10 1892,