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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

Krümmel: Ueber einige neuere Beobachtungen an Aräometern, 
160,98 S$ = 1,020:40,. und für 0,007 ccm mehr Volum verringert: sich das. S 
um = — 0,000:05, also. S%. = 1,020:35. 
. Mir scheint folgende Anordnung bequemer, da nur zwei Tabellen zu 
berechnen sind, nämlich aufser der schon erwähnten für die Glasausdehnung noch 
eine zweite, die unmittelbar aus den Skalenwerthen (mm) das specifische Gewicht 
ergiebt. Es werden dazu lediglich die Su für die beiden Grenzpunkte der 
am Aräomer 53 verwendeten Skalenstrecke (105 und 15 mm) wirklich aus- 
gerechnet und dann die zwischenliegenden Werthe: einfach mit Differenzen inter- 
polirt. So erhalte ich beispielsweise für ein Gewicht des: Aräometers 53 plus 
Aufsatzgewicht III (— 173,9093 g, noch: ohne Kapillarwelle) die specifischen 
Gewichte i 
; ‚für 15mm 1,005727, 
; für 105 mm 9:622, 
also für jeden Millimeter 0,0004327 Zuwachs, woraus dann eine, Tabelle für das 
Aufsatzgewicht III sehr rasch und genau (mit Vernachlässigung der über die 
fünfte Decimale hinausgehenden Ziffern) zu entwerfen ist. Für mein Aräothermo- 
meter 53 waren demnach ein Dutzend solcher Tabellen zu interpoliren, eine 
Arbeit, die, einmal gemacht, den Gebrauch des Instruments aufserordentlich an- 
genehm gestaltet. 
nr Doch bedürfen die nach diesem Aräometersystem erhaltenen specifischen 
Gewichte noch einer besonderen Korrektion, die am besten, ehe man die zweite 
Tabelle ausrechnet, anzubringen ist, nämlich. die Gewichtskorrektion des Aräo- 
meters durch Hinzufügung des Gewichts der Kapillarwelle. Kür destillirtes 
Wasser fanden wir dies Gewicht 7 == 8,01 mg, für Seewasser vom specifischen 
Gewicht == "1,028 zu 7,08 mg. Wenn man nun die durchaus zulässige Annahme 
macht, dafs-dieses Gewicht y mit wachsendem specifischen Gewicht des Seewassers 
linear abnimmt,‘ so könnte man, am besten. durch graphische Interpolation, die 
verschiedenen y für die einzelnen Stufen des specifischen Gewichts bestimmen. 
Aber man kann sich auch darauf beschränken, die beiden Korrektionswerthe zu 
berechnen, die dem specifischen Gewichte hinzuzufügen sind bei der Dichte = 1,000 
und 1,028, und dann danach, ebenfalls am besten graphisch auf Koordinatenpapier, 
die Korrektion für die zwischenliegenden Werthe von S interpoliren. Für 
S = 1,000 ist diese Kapillarkorrektion = + 0,000:0465, bei S = 1,028 
aber :-+ 0,000:0405; wohlverstanden für eine Stengeldicke von 3,092 mm, wie sie 
unser Aräometer 53 besitzt; für dickere Skalenstengel würde auch diese Korrektion 
wachsen. Die graphische Interpolation giebt als Korrektionen beispielsweise 
für das Aräometer 53 plus Aufsatzgewicht III: ; 
zuerst 1,005:727 + 0,000:046 = 1,005:773, bei 15 mm; 
sodann 1,009 622 + 0,000:045 = ‘- 9667, bei 105. mm. 
Erst danäch ist dann die‘ betreffende Tabelle und analog die anderen ausgerechnet 
worden, - ; \ 
Hiermit wird also eine Beobachtung mit Aufsatzgewicht III sich folgender- 
mafsen abspielen: z. B. Ablesung der Skala = 61,6 mm bei 12,7°. Temperatur- 
kerrektion .des: Glaskörpers = + 2,8 mm, also korrigirter- Stand =— 64,6 mm. 
Damit in die Tabelle II ‚eingegangen, ergiebt für 64,0:.1,007:89, und für 0,4 mm 
die kleine Tafel der Proportionaltheile -+ 0,000:02, also SP = 1,007:91. Die 
ganze Operation ist durchweg im .Kopfe auszurechnen, während man bei 
Buchanan’s Tabellen schwerlich ohne Bleistift und Papier davonkommt. 
Allerdings bedarf es nun noch der Reduktion der Sa auf Sys Hier- 
für..bietet die von mir .in meiner.ersten Aräometerarbeit gegebene Tabelle der 
specifischen Volumina des Seewassers!) die erforderlichen Unterlagen, und die 
zugehörige Korrektionstabelle*) wird mit leichter Mühe benutzbar, wenn man: die 
Glaskorrektion, die in den dort gegebenen Zahlen enthalten ist, wieder entfernt. 
Ich, persönlich benutze danach entworfene graphische Tafeln, nach Art der dem 
genannten Aufsatze für oceanisches Wasser in Lithographie beigefügten. — Dalfs 
4925 
dit It 
1) „Annalen, der Hydrographie etc,“, 1890, S, 389, Volumtafel I, 
2) Aräometertafel, ebenda, S. 392 als Tafel II: die Glaskorrektionen stehen S. 391;
	        
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