32 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1894.
bis zu den letztgenannten Rocks lief ein starker nördlicher Strom. Das Wetter
wurde wieder sehr dick, und es regnete heftig.
In den nächsten Tagen befand sich das Kanonenboot in einer schweren
südwestlichen Dünung. Um 4*p wurden die Redfields Rocks an St. B. gesichtet,
und nun der Kurs auf Oo-Sima abgesetzt. Dies Kap kam am nächsten Tage bei
einer Durchschnittsfahrt von 6 Sm um 2* 30” p in Sicht. Das observirte Besteck
am 2. Oktober ergab keine Stromversetzung, trotzdem der Kurs W*4S mw. war,
fast genau in der Richtung des Kuro-Siwo-Stromes. Ein Einflufs dieses Stromes
war also während dieser Zeit nicht zu konstatiren, auch war keine Erhöhung
der Wassertemperatur zu bemerken. Um 5*p war das Siwo-Misaki-Feuer querab,
und es wurde nun mit Kurs NW’'AN und 5 Sm Fahrt bei genügend sichtigem
Wetter und Mondschein durch den Kii-Kanal gesteuert. Die Fahrt im Kü-Kanal
ist bei etwas unsichtigem Wetter schwierig, da auf eine Strecke von 40 Sm keine
Feuer in Sicht kommen, und ein starker Strom dortselbst setzt. Gegen 8a den
3. Oktober wurde die Isumi-Strafse passirt und nachmittags gegen 3 Uhr auf
der Rhede von Kobe geankert.
Das Kanonenboot verblieb in Kobe bis zum 17. Die Witterung war
während des Aufenthaltes dortselbst sehr ungünstig, vielfach regnerisch mit
wechselnden, zum Theil heftigen Winden. Am 14. herrschte ein äußerst stür-
misches Wetter in Kobe. Nachdem es drei Tage lang fast ununterbrochen geregnet
hatte, setzten am Abend des 13. bei fallendem Barometer an Stärke zunehmende Böen
aus nördlicher und östlicher Richtung ein, und am Morgen des 14. nahm der Wind
stetig zu bei sehr stark fallendem Barometer; auf der Rhede kam schnell eine
hohe See auf. Ich ließ Stängen und Raaen streichen, Dampf aufmachen, ent-
moorte die Ketten und machte seeklar, konnte jedoch auf dem Ankerplatz ver-
bleiben, da das Schiff nicht trieb, und nach wenigen Stunden der Wind plötzlich
wieder abnahm. Derselbe sprang später (5* 30” p) auf südliche Richtung um, was
sich schon vorher bemerkbar machte durch eine aufsergewöhnlich hohe Temperatur.
Am folgenden Tage regnete es noch stark, und trat dann, um 8* p, plötzlich das
schon lange erwartete, schöne und klare Herbstwetter ein, welches bis zum
Schluß des Monats bei sehr stark schwankenden Temperaturen anhielt. -
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Skala 1 bis 6.
Skala 7 bis 9.
In den letzten vier Stunden — soweit erkennbar.
2
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