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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

Von Rio de Janeiro nach Valparaiso. 
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empfohlene und zutreffend befundene Anweisung durch das tiefe Wasser der 
Enge zwischen den Summer- und Long-Inseln. Von der Dashwoad-Spitze wird 
auf den gut zu sehenden Bradbury-Felsen zugesteuert, bis dicht an den den Felsen 
umgebenden Seetang-Gürtel; man dreht dann auf und steuert in der Linie: 
„äufserste rechte, d.h. nordöstlichste Huk von Baverstock-Insel voraus, unbenannte 
Huk des Festlandes, welche SW°/sS mw. 0,95 Sm von der Südostkante der süd- 
lichsten der Hartwell-Inseln liegt, achteraus‘“, Letztere Huk markirt sich gut 
durch hellen Gras- und Baumwuchs. Die Linie führt westlich des Bradbury- 
Felsens, gerade durch die Mitte der Passage zwischen Summer- und Long-Inseln 
hindurch. Hat man dann die Südspitze von Orlebar-Insel dwars an B.B., 8o 
ändere man Kurs auf den höchsten Berg von Baverstock-Insel. Die Tonne bei 
Sremn Point lag richtig, aufserdem markiren sich die flachen Stellen gut durch 
eetang. 
Isthmus-Bai ist ein sehr guter Hafen, wo man vollkommen geschützt liegt. 
Um den Labouchere-Felsen, die Lippard- und Mallard-Riffe zu vermeiden, hält 
man sich dicht unter der Trinett-Spitze, wo bis dicht an-den Seetang-Gürtel 9 bis 
12 m Wasser sind, Labouchere und Lippard sind gut durch Seetang markirt, 
Mallard-Riff jedoch. nicht. Der Hurlow-Felsen ist schon von Weitem gut zu 
sehen. Man ankert am besten auf dem inneren Anker der Karte, etwas mehr 
nach .dem Nordwestufer zu. Auf Labouchere und Lippard. wurden als geringste 
Wassertiefen 4,5 m gefunden. Auf der Selfe-Spitze steht eine Bake, ein vierfüßsiges 
weißes Untergestell mit weißem Ball. 
5. Isthmus-Bai bis Puerto Bueno, Die Passage durch den Victory- 
Pafs ist sehr einfach. Ist die kleine Bake auf Cloyne-Rıff nicht zu sehen, so 
hält man sich unter Land in der Linie Osprey-Spitze — Bessel-Felsen, der sehr 
gut zu sehen ist, und Nordwestkante der Brinkley-Insel. Puerto Bueno ist ein 
vorzüglicher Hafen. Man ankert in der Mitte zwischen Paynter, Pounds und der 
Gorgon-Insel. Die linke Ecke der Paynter-Insel markirt sich beim Einfahren 
schlecht, doch ist ein Verkennen des Hafens beim Näherkommen ausgeschlossen. 
Die vielen Schiffsschilder auf der Paynter-Insel sind ein gutes Erkennungszeichen, 
6. Puerto Bueno bis Port Charrua. Die Passage der Guia-Enge 
bietet bei klarem Wetter keine Schwierigkeiten. Charrua ist ein schmaler, aber 
ganz ausgezeichneter und vollkommen sicherer Hafen. Während draußen Nord- 
wind, Stärke 10, wehte, war es im Hafen todtenstill. Die Einfahrt markirt sich 
beim Näherkommen sehr gut, macht aber zuerst einen etwas engen Eindruck. 
Man halte nach dem Westufer und wird dann bald den Hafen offen sehen. Die 
beiden vor der Celery-Insel auf dem Plane XII: 83 (899) sowie auf der kleinen 
Kopie dieses Planes in der deutschen Karte XII: 91 gezeichneten Steine liegen 
nicht vor dieser Insel, die tiefes Wasser bis dicht heran hat, sondern vor einer 
in dem Plane schlecht angedeuteten Halbinsel nördlich von der Celery-Insel und 
sind durch Seetang gut bezeichnet. Beim Anfang des Seetanges sind noch 9m 
Wasser. Man ankert, wenn man Celery-Insel eben passirt ist und 13 bis 15 m 
Wasser lothet. Es ist Platz genug zum Schwaien; der Wasserfall übt nicht 
solchen Strom aus, dafs man stets mit dem Bug nach innen liegt. 
7. Port Charrua bis Eden-Hafen. Die Ostpassage des Indian Reach 
ist zu. empfehlen. Sie führt zwischen den Sister-Inseln und dem Festlande durch 
und ist völlig rein. Sie wird von allen regelmäfsig den Smyth-Kanal  benutzenden 
Dampfer-Linien gebraucht und bietet keine Schwierigkeiten. 
Die Bake auf dem Vaudreuil-Felsen ist roth mit rothem Ball. . 
Auf der Charles-Insel, im Eingang des Eden-Hafens, ist auf dem höchsten 
Punkt eine weithin sichtbare weifse Bake, vierfüßsig, mit weilsem Ball, errichtet. 
Die Tonne auf dem Hammond-Riff in der südlichen Einfahrt, eine roth-weifse 
liegende Fafstonne, liegt aus und soll zuverlässig sein, was bei der geschützten 
Lage des Hafens sehr wohl anzunehmen ist. Die kleine Bake auf Bare Rock ist bei 
Hochwasser schlecht zu sehen, es ist ein dünner weißer Stock mit weißer 
Scheibe; bei Niedrigwasser sind die Felsen unbedeckt. Man ankert am besten 
im Innenhafen, querab vom Beobachtungspunkt, wo man ganz vorzüglich liegt. 
Das Wrack der „Hermia“ auf der 2 Faden-Stelle der östlichen Einfahrt ist sehr 
gut zu sehen, doch wird allgemein die südliche Einfahrt als sicherer bevorzugt. 
8. Eden-Hafen bis Gray-Hafen. Nähert sich ein Schiff den Engen 
von Nord oder Süd, so hat es mit der Dampfpfeife zu pfeifen. "Trifft es sich, dafs 
Ann, &. Hydr. otc., 1894, Hot X.
	        
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