Von Rio de Janeiro nach Valparaiso.
381
empfohlene und zutreffend befundene Anweisung durch das tiefe Wasser der
Enge zwischen den Summer- und Long-Inseln. Von der Dashwoad-Spitze wird
auf den gut zu sehenden Bradbury-Felsen zugesteuert, bis dicht an den den Felsen
umgebenden Seetang-Gürtel; man dreht dann auf und steuert in der Linie:
„äufserste rechte, d.h. nordöstlichste Huk von Baverstock-Insel voraus, unbenannte
Huk des Festlandes, welche SW°/sS mw. 0,95 Sm von der Südostkante der süd-
lichsten der Hartwell-Inseln liegt, achteraus‘“, Letztere Huk markirt sich gut
durch hellen Gras- und Baumwuchs. Die Linie führt westlich des Bradbury-
Felsens, gerade durch die Mitte der Passage zwischen Summer- und Long-Inseln
hindurch. Hat man dann die Südspitze von Orlebar-Insel dwars an B.B., 8o
ändere man Kurs auf den höchsten Berg von Baverstock-Insel. Die Tonne bei
Sremn Point lag richtig, aufserdem markiren sich die flachen Stellen gut durch
eetang.
Isthmus-Bai ist ein sehr guter Hafen, wo man vollkommen geschützt liegt.
Um den Labouchere-Felsen, die Lippard- und Mallard-Riffe zu vermeiden, hält
man sich dicht unter der Trinett-Spitze, wo bis dicht an-den Seetang-Gürtel 9 bis
12 m Wasser sind, Labouchere und Lippard sind gut durch Seetang markirt,
Mallard-Riff jedoch. nicht. Der Hurlow-Felsen ist schon von Weitem gut zu
sehen. Man ankert am besten auf dem inneren Anker der Karte, etwas mehr
nach .dem Nordwestufer zu. Auf Labouchere und Lippard. wurden als geringste
Wassertiefen 4,5 m gefunden. Auf der Selfe-Spitze steht eine Bake, ein vierfüßsiges
weißes Untergestell mit weißem Ball.
5. Isthmus-Bai bis Puerto Bueno, Die Passage durch den Victory-
Pafs ist sehr einfach. Ist die kleine Bake auf Cloyne-Rıff nicht zu sehen, so
hält man sich unter Land in der Linie Osprey-Spitze — Bessel-Felsen, der sehr
gut zu sehen ist, und Nordwestkante der Brinkley-Insel. Puerto Bueno ist ein
vorzüglicher Hafen. Man ankert in der Mitte zwischen Paynter, Pounds und der
Gorgon-Insel. Die linke Ecke der Paynter-Insel markirt sich beim Einfahren
schlecht, doch ist ein Verkennen des Hafens beim Näherkommen ausgeschlossen.
Die vielen Schiffsschilder auf der Paynter-Insel sind ein gutes Erkennungszeichen,
6. Puerto Bueno bis Port Charrua. Die Passage der Guia-Enge
bietet bei klarem Wetter keine Schwierigkeiten. Charrua ist ein schmaler, aber
ganz ausgezeichneter und vollkommen sicherer Hafen. Während draußen Nord-
wind, Stärke 10, wehte, war es im Hafen todtenstill. Die Einfahrt markirt sich
beim Näherkommen sehr gut, macht aber zuerst einen etwas engen Eindruck.
Man halte nach dem Westufer und wird dann bald den Hafen offen sehen. Die
beiden vor der Celery-Insel auf dem Plane XII: 83 (899) sowie auf der kleinen
Kopie dieses Planes in der deutschen Karte XII: 91 gezeichneten Steine liegen
nicht vor dieser Insel, die tiefes Wasser bis dicht heran hat, sondern vor einer
in dem Plane schlecht angedeuteten Halbinsel nördlich von der Celery-Insel und
sind durch Seetang gut bezeichnet. Beim Anfang des Seetanges sind noch 9m
Wasser. Man ankert, wenn man Celery-Insel eben passirt ist und 13 bis 15 m
Wasser lothet. Es ist Platz genug zum Schwaien; der Wasserfall übt nicht
solchen Strom aus, dafs man stets mit dem Bug nach innen liegt.
7. Port Charrua bis Eden-Hafen. Die Ostpassage des Indian Reach
ist zu. empfehlen. Sie führt zwischen den Sister-Inseln und dem Festlande durch
und ist völlig rein. Sie wird von allen regelmäfsig den Smyth-Kanal benutzenden
Dampfer-Linien gebraucht und bietet keine Schwierigkeiten.
Die Bake auf dem Vaudreuil-Felsen ist roth mit rothem Ball. .
Auf der Charles-Insel, im Eingang des Eden-Hafens, ist auf dem höchsten
Punkt eine weithin sichtbare weifse Bake, vierfüßsig, mit weilsem Ball, errichtet.
Die Tonne auf dem Hammond-Riff in der südlichen Einfahrt, eine roth-weifse
liegende Fafstonne, liegt aus und soll zuverlässig sein, was bei der geschützten
Lage des Hafens sehr wohl anzunehmen ist. Die kleine Bake auf Bare Rock ist bei
Hochwasser schlecht zu sehen, es ist ein dünner weißer Stock mit weißer
Scheibe; bei Niedrigwasser sind die Felsen unbedeckt. Man ankert am besten
im Innenhafen, querab vom Beobachtungspunkt, wo man ganz vorzüglich liegt.
Das Wrack der „Hermia“ auf der 2 Faden-Stelle der östlichen Einfahrt ist sehr
gut zu sehen, doch wird allgemein die südliche Einfahrt als sicherer bevorzugt.
8. Eden-Hafen bis Gray-Hafen. Nähert sich ein Schiff den Engen
von Nord oder Süd, so hat es mit der Dampfpfeife zu pfeifen. "Trifft es sich, dafs
Ann, &. Hydr. otc., 1894, Hot X.