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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

GA 
a 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1894. 
Aus den Wind-Tabellen ergiebt sich für 1893 Folgendes: 
a) Bei Neu-Guinea. Von Mai bis Oktober herrschten östliche Winde 
vor, leicht oder schwach im Juli, August und Oktober, mäfsig bis frisch im Mai, 
Juni und September. Im November und April herrschten westliche Winde vor, 
leicht im April, frisch im November. 
a) Im Molukken-Meer. Von Mai bis November herrschten südöstliche 
Richtungen vor. Von Juli bis Oktober war nicht nur die Richtung SE sehr 
vorherrschend, sondern auch der Wind ebenso oft frisch wie leicht, während er 
in den anderen Monaten fast ausnahmslos leicht war. 
ce) In der Sunda-See. Von Mai bis November herrschten östliche 
Richtungen vor. Von Juli bis September war nicht nur die Richtung SE sehr 
yorherrschend, sondern auch der Wind ebenso oft frisch wie leicht, während er 
in den vorhergehenden Monaten, Mai und Juni, fast immer leicht war. 
d) Im südchinesischen Meer. Im Mai, Juni und Oktober herrschten 
leichte, veränderliche Winde vor. Von Juli bis September überwogen frische 
südöstliche Winde. 
Vergleicht man die vier Abschnitte miteinander, so treten folgende Züge 
hervor: 
Oestlich von der Dampier-Strafse (a) machte sich der Nordwestmonsun im 
November bemerkbarer als im April; im Westen dagegen (b, ec, d) war er 
während der Beobachtungszeit wenig oder gar nicht zu spüren. 
Westlich von der Dampier-Strafse (b, c, d) bildete die Höhezeit des Süd- 
ostmonsuns anscheinend eine zusammenhängende Periode frischerer Briese, die 
Juli bis September, im Molukken-Meer (b) auch noch Oktober umfalste; im Osten 
der Strafse dagegen (a) fehlte eine solche einheitliche Periode, obwohl auch hier 
zeitweilig ein Anschwellen des Südostmonsuns hervortrat. 
Die kürzeste Lebensdauer scheint der Südostmonsun im westlichsten Ab- 
schnitt (d), zwischen Banka und Singapore, zu haben, denn noch im Juni und 
schon im Oktober überwogen hier umlaufende, veränderliche Winde und Stillen. 
Der Luftdruck. 
Der mittlere Barometerstand in Millimetern, auf 0° C reduecirt, gilt an- 
nähernd für die mitgetheilten Breiten und Längen, Die kleinen Zahlen bedeuten 
Beobachtungen. 
S-Br'O-Le] 
= vun wi ws 4 s . 
S z E a 59 | Du s 5 
R El S | 8 | 2 @ [5 | 
Der mittlere Barometerstand 1893 
Zunahme von Ost nach West 
| in Zehntel-Millimetern 
al als | El sl 
= = © 
3|3|3|2| E82 
700 mm +- 
39 | 14501 
3° | 126°) 
113°) 
105°) 
221 21 51 41! 34| 52 923 Ki 
57,1 158,0 157,3 57,7 | 59.1 59,0 157,4 157,7 
89] 18! 21] £al 22\ 2C 
58,3 591 581 ] 58,4 59,1 | 57,6 58,7 
4B) . Tl 31 1 . 26, 7 
58,6 59,5 58,5 58° 59,1 158,5 58,£ 
58,27 —> 59,8} 
+ 
‚A 
— | 241— 
Der Luftdruck nahm in den Monaten Mai, Juni, Juli, Oktober und November 
von Ost nach West zu, im September war er auf der ganzen Strecke gleich, 
nur im August nahm er von Ost nach West ab. Das grofse sommerliche Minimum 
in Süd-Asien machte sich also auf der Postdampferroute nur im August deutlich 
bemerkbar. 
Der tägliche Gang des Luftdrucks. 
Die Schwankung bei Tage betrug 2 mm. Die Beobachtung um 8&* p giebt 
das Tagesmittel; westlich von 120° U-Lg erhält man es ebenso genau aus 
'/a (8% a -}- 4* p). Oestlich von 120° O-Lg entfernt sich das 4® p-Minimum weiter 
vom Mittel als das 8? a-Maximum.
	        
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