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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1894.
136° O-Lg. Die Padeaido-Inseln (Traitors-Inseln). Am 29. April 1893
mittags stand die „Lübeck“ nach astronomischen Beobachtungen in 1° 1‘ S-Br,
137° 19‘ O-Lg und steuerte dann ıw., S 67° W, 41 Sm; N 88° W, 30 Sm;
N 67° W, 87 Sm. Diese Kurse führen über die gröfste Insel und über Auwi
hinweg, schneiden die ganze Südwestecke von Wiak, der gröfsten Schouten-
Insel, ab und gehen dann über Nusumbabi bei Supiori hinweg. Die ganze Ver-
setzung betrug in 24 Stunden bis zum 30. April nur 3 Sm. Hiernach müfsten
die Padeaido-Inseln und die Südküste der William Schouten- oder Misori-Inseln
um ca 10 Minuten weiter nördlich verlegt werden, d. h. die Breite der Inseln in
der Karte ist zu grofs.
135° O-Lg. Die Mofia-Untiefe. Am 16. Juni befand sich das Schiff
von 0* 15” bis 0% 39" p, also unmittelbar nach der Mittagsbeobachtung, nach
der Karte auf der Untiefe südlich von Mofia in 0° 32’ S-Br, 135° 15‘ O-Lg.
Die Lage der Untiefe in der Karte erscheint hiernach unsicher.
Nach diesen Proben zu urtheilen, bietet die Postdampferroute für fleifsige
Beobachtung mit den gewöhnlichen Instrumenten ein sehr dankbares und
lohnendes Feld.
Stromversetzungen, Seemeilen in 24 Stunden,
Versetzungen von 6 Sm und weniger im Tage sind nicht berücksichtigt.
Einige mit * bezeichnete Werthe, ursprünglich für einen Bruchtheil des Tages
gefunden, sind zur besseren Uebersicht auf 24 Stunden reducirt. Die Klammern
geben die östliche Länge an, wofür die Versetzung gilt.
Bis zum Meridian von Surabaya, 112° O-Lg: SSW 24 Sm (105°);
NNO 9 Sm (107°); NW 15 Sm, Ost 24 Sm (109°); NO 18 Sm* (112°).
Bis zum Meridian von Makassar, 120° O-Lg: West 15 Sm (114°);
WSW 11 Sm, West 11 Sm, NNO 13 Sm (115°); SO 9 Sm (116°); WSW 10 Sm,
Nord 10 Sm (117°); Süd 16 Sm, Süd 22 Sm* (118°).
Bis zur Pitt-Strafse, 131° O-Lg: Ost 19 sm, 0SO 23 Sm (120°);
050 11 Sm (121°); West 7 Sm (122°); Süd 24 Sm (123°); 0SO 8 Sm (124°);
Ost 7 Sm (125°); SO 26 Sm, West 7 Sm (126°); West 6 Sm, West 27 Sm (127°);
Ost 6 Sm (128°); SSW 11 Sm (129°); Ost 24 Sm, WSW 10 Sm (130°); ONO
9 Sm (131°)
In der Pitt-Straßse: WzS 22 Sm.*
Bis zu den Schouten-Inseln, 144° O-Lg: West 16 Sm (132°); WNW
27 Sm, NW 13 Sm (133°); West 25 Sm, NO 7 Sm (137°); NW 18 Sm (138°);
WNW 42 Sm* (139°); WNW 17 Sm, WNW 27 Sm (140°); WSW 24 Sm (141°);
WNW 41 Sm* (143°); NW 12 Sm, NW 24 Sm (144°),
Oestlich von den Schouten-Inseln: Ost 12 Sm, Ost 18 Sm, SO 55 Sm*,
NW 20 Sm (145°); NNW 31 Sm (146°); Ost 20 Sm (149°).
An der Nordküste Neu-Guineas, zwischen der Dampier-Strafse und den
Schouten-Juseln, d. h. von 132° bis 144° O-Lg, ist die Versetzung für die
Beobachtungsperiode, Ende April bis November, am regelmäfßigsten, WNW 12
bis 42 Sm im Tage. Oestlich davon, im Bismarck-Archipel, sind die östlichen
Versetzungen häufiger und beträchtlicher als die nordwestlichen. Im Molukken-
Meer sind die OSO-Versetzungen am häufigsten und bedeutendsten, nördliche
kommen überhaupt nicht vor. In der Sunda-See sind alle Richtungen vertreten
mit einem geringen Uebergewicht der West-Versetzungen.
Die Winde.)
a) Von Neu-Pommern bis zur Dampier-Strafse; 152° bis 132° O-Lg.
Monate
Wind- | | | ] | |. | | | & [Yerän-| ;
stärke N I E /se S ;SW| W |NW|Stille derlich Summe
April 20.0.0000.
Mai, Juni u. September
Beobschtrnzen
1 bis 33| 5—ı—|—fp1])2'2| 218} — 20
1 bis 8 8|27 121171 91131 1] 2115 11 115 ]
| 46] 2 44|5|11 11 | |- — 13 f
{
)
Hier und im Folgenden nur Beobachtungen in See.
Keine Beobachtung mit Stärke 4 oder mehr.