312 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1894,
| Barom,
. red. auf
Datum ‘Stunde, 0° 6.
It | Wetter
Winde
Richtung "Stärke
Bemerkungen
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5 (6)
5 (6)
4h 309 a. Böen aus der Windrichtung
bis Stärke 10, Dauer 5 Minuten
12h, Wind flaute etwas ab, blieb Stärke 6
und ging später auf 5—3
al 10m, Wind plötzlich aus nördlicher
Richtung
In diesen vier Tagen beobachtete S. M. S. „Iltis“ den Vorübergang zweier
Minima, des einen im Hafen von Nagasaki am 8. November 10"a mit 757 mm
und einer Windänderung von Süd durch West his NzW, aber von mäfsiger Stärke,
5 in den Böen; des anderen in See am 10, um 4"p mit 758 mm, einer Wind-
änderung von SSW durch West bis NNW, aber Böen bis Stärke 10, so dafs
28 Stunden lang beigedreht wurde.
Das erste Minimum ging nach den japanischen Wetterkarten am 8. November
6a in der Nähe von Süd-Korea vorbei und erreichte das Okhotskische Meer am
9. um 2p. Darans ergiebt sich eine Bewegung nach NE von 31 Sm in der
Stunde. An der West- und Nordwestküste Japans wehte es mit Stärke 10. Wie
häufig im Winter, entwickelte sich an der Küste des Stillen Oceans gleichzeitig
ein sekundäres Minimum, dessen Mitte am 8. um 10*p deutlich ausgeprägt über
der Tokio-Bucht lag und das sich, der Ostküste folgend, am 9. um Z"p mit dem
Hauptminimum im Okhotskischen Meer vereinigte.
Nachdem am 9. abends in See ein Maximum von 766 mm über das Schiff
hinweggegangen, fiel am 10. vormittags das Barometer ziemlich schnell vor dem
zweiten Minimum. Es bewegte sich ınehr nach ENE mit 28 Sm in der Stunde,
überschritt Nord-Nippon und verflachte über Yezo. Bei diesem Minimum, das
seine vollkommenste Ausbildung etwa am 11. um 6"a erlangte, wehte es schwer,
wie an Bord so in ganz Süd- und Mittel-, weniger in Nord-Japan.
Die Entwickelung der Depressionen auf ihrem Wege nach Nordost zeigen
die tiefsten Stände:
KA us den Wetterkarten für die Länge z
S, M. S, „Ntis en „Utis“ geschätzter tiefster Stand In Nord-Japan Vortiefung
1. Minimum 757 mm 756 mm 743 m 13 mın
2, » 758 mm 756 mm 750 m 6 mm
Der Wind wurde an Bord erst stürmisch mit und nach dem Eintritt des
Minimums; das ist in diesen Gewässern im Winter die Regel, die um so sicherer
ist, je näher man sich der Festlandsküste befindet. Die Red.
Notizen.
1. Erwiderung von Herrn M. P. Rudski (Odessa) betr. den
Widerstand der Luft. Vor Kurzem hat Prof. Möller!) mir den Vorwurf
gemacht, ich hätte in meinem kleinen Aufsatz”) die Verzögerung durch die Reibung
mit dem Widerstande verwechselt. Prof. Möller hat aber nicht beachtet, dals
ich von den empirischen Formeln der Hydrotekten, welche das Widerstands-
gesetz ausdrücken, spreche und ausdrücklich sage, dafs diese Formeln nicht
direkt auf die Luftbewegung anwendbar sind. Somit habe ich nirgends, wie
Prof. Möller es mir zuschreibt, von den Differentialgleichungen der Luftbewegung
1) „Ann. d. Hydr. ete.“ 1894, Heft II, S. 62 bis 64.
2) „Ann. d. Hydr. ete.“ 1893, Heft III, S, 112 und 113.