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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 22 (1894)

Notizen. 
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1° 44' N-Br und 27° 16’ W-Lg vom deutschen Dreimastschoner „Doia Evelina“, 
Kapt. G. Tooren, auf der Reise von Esmeralda, Ecuador, nach Hamburg über 
Bord gesetzt. Das Schiff befand sich, dem meteorologischen Journal zufolge, 
damals nahe, aber noch innerhalb der Nordgrenze des Südostpassatgebiets. Der 
Wind war zur Zeit SE 3; nachdem das Schiff noch etwa 20 Sm weiter nach 
Norden gesegelt war, trat Mallung und Windstille ein, die bis 3,5° N-Br. anhieit, 
wo der Nordostpassat einsetzte. Die zuletzt, vom 23. bis zum 24. Februar 
beobachtete Stromversetzung war NW!AN 22 Sm. Die westwärts treibende 
Flasche landete am 8. März 1894 an der Ostküste von Nicaragua, auf 11° 59‘ N-Br 
und 83° 46‘ W-Lg, hatte also in 377 Tagen in der ungefähren Richtung WzN 
3420 Sm, d. i. durchschnittlich täglich 9,1 Sm zurückgelegt. Der Fundort der 
ostwärts Vertriebenen war an der Küste von Sierra Leone, auf 7° 3’ N-Br und 
11° 43' W-Lg, wo sie am 8. September 1893 gefunden wurde. Ihre Trift, gerad- 
linig gerechnet, war demnach 0ONO*/80 984 Sm in 196 Tagen, oder durchschnittlich 
täglich 5,0 Sm. 
Beide Flaschenzettel sind der Seewarte dürch Vermittelung des hydro- 
graphischen Amtes in Washington zugegangen. 
2. Seezeichen an der Ostküste Afrikas. Kapt. E. Elson vom Post- 
dampfer „Reichstag‘ berichtet: 
Die Boje von Lech-Riff war bei Ankunft in Delagoa-Bai am 
26. Januar 1894 nicht vorhanden, ebenso wenig die sonst auf Timpron-Spitze 
befindliche Bake. Auf dem Lech-Riff war ein englisches Segelschiff gestrandet. 
Zeitball in Port Natal. Vom 29. Januar bis zum 4. Februar lag der 
Dampfer an der Pier von Natal. In der Nähe der Spitze Natal ist ein Zeitball 
errichtet, der bisher in den Nautischen Jahrbüchern noch nicht angegeben war. 
Die Fallzeit des Balles ist 1” mittlerer Ortszeit oder 10* 59” 0* mittlerer Greenw. 
Zeit. Am Sonntage fällt der Ball nicht. 
Die Aufsenboje des Flusses Pungue (No. I) peilt vom Leuchtthurm 
auf der Spitze Macuti (Jea) mw. S39° O0 8 Sm ab, und die geographische Lage 
derselben ist demnach 19° 55,7’ S-Br und 34° 58' O-Leg. 
Eingänge von meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen 
Seewarte im Monat Mai 1894. 
Von Kauffahrteischiffen. 
a. Seyelschiffe: 
1. Hamburger Vollschiff „Kepler“, Kapt. F. G. Crantz. 50° N-Br—La 
Plata, 8/10—28/11 1893, Ö1 Tage. La Plata—Lizard, 6/2-—15/4 1894, 68 Tage. 
2. Hamburger Bark „Gustavo Adolfo‘“, Kapt. W. FF. Tiemann. 50° N-Br 
—Valparaiso, 10/7—22/10 1893, 104 Tage. Valparaiso—Junin, 26/10—4/11 1893, 
9 Tage. Pisagua—Lizard, 27/12 1893—15/4 1894, 109 Tage. 
3. Bremer Vollschiff „Neck‘‘, Kapt. J. Lose, Lizard—Valparaiso, 11/9— 
3/12 1893, 83 Tage. Valparaiso—Iquique, 5/12—15/12 1893, 210 Tage. Pisagua 
—Lizard, 17/1—18/4 1894, 91 Tage. 
4. Hamburger Vollschiff „Pampa“, Kapt. C. J. Steincke. Lizard— 
Yalparalso, 27/10 —27/12 1893, 61 Tage. Iquique-— Lizard, 2/2—26/4 1894, 
3 Tage. . 
5. Hamburger Vollschiff „Palmyra‘‘, Kapt. G. Schlüter. Lizard — 
Montevideo, 18/9—28/10 1893, 40 Tage. Montevideo-—Valparaiso, 14/11—23/12 
1893, 39 Tage. 
6. Hamburger Bark „Orbis‘“, Kapt. P. F. Ohlsen. 50° N-Br——La Plata, 
5/71—22/8 1893, 48 Tage. La Plata—Taltal, 25/9—8/12 1893, 74 Tage. Iquique 
—33° N-Br in 45° W-Lg 20/1—1/4 1894, 71 Tage. ; 
7. Hamburger Bark „Montrosa‘, Kapt. P. v. Ehren. Lizard—Melbourne, 
4/7—22/9 1893, 80 Tage. Melbourne—Lizard, 29/11 1893—24/3 1894, 115 Tage.
	        
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